Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Ostermontag in Traunstein

Schwertertanz und Söder: Rekord-Besucheransturm beim Georgi-Ritt

Ministerpräsident Markus Söder (rechts) mit Oberbürgermeister Christian Hümmer und dessen Gattin Veronika.
+
Ministerpräsident Markus Söder (rechts) mit Oberbürgermeister Christian Hümmer und dessen Gattin Veronika.
  • Axel Effner
    VonAxel Effner
    schließen

So viele Besucher waren es noch nie, wie heuer. Dicht an dicht standen die Zuschauer am Stadtplatz und bewunderten den Festzug. Was los war und Fotos vom Georgiritt in Traunstein.

Traunstein – Einen regelrechten Besucheransturm erlebte die Große Kreisstadt am Ostermontag (18. April 2022) zum traditionellen Georgiritt in dessen 130. Jubiläumsjahr. Nach zweijähriger Zwangspause durch Corona kam sogar Bayerns Ministerpräsident Markus Söder als Ehrengast, um bei einer der größten Brauchtumsveranstaltungen im Freistaat mit dabei zu sein. Davor hatte sich der Regierungschef noch im Rathaus ins Goldene Buch eingetragen.

Rekord-Besucheransturm beim Georgi-Ritt 2022 in Traunstein

Georgi-Ritt in Traunstein
Georgi-Ritt in Traunstein
Georgi-Ritt in Traunstein
Georgi-Ritt in Traunstein
Rekord-Besucheransturm beim Georgi-Ritt 2022 in Traunstein

Die Straßen in Traunstein waren voll

„Es sind deutlich mehr Besucher als sonst zum Georgiritt gekommen, das hat man an den vollen Straßen entlang des Zugs gesehen“, resümierte der neue Vorsitzende des St.-Georgs-Vereins, Simon Schreiber. Erste Schätzungen gingen von 30 000 Besuchern aus. Davor lag der Durchschnitt bei über 20 000 Besuchern. „Es ist, als hätten die Menschen im Chiemgau regelrecht darauf gewartet, zu einem fröhlichen Anlass wieder zusammenzukommen. Wir sind rundum zufrieden, es hat alles gepasst und keine Unfälle gegeben“, sagt Schreiber weiter.

Mit dem historischen Schwertertanz vor der Stadtpfarrkirche St. Oswald wird symbolisch der Winter vertrieben.

Nach dem Einzug der mittelalterlichen Landsknechte, Fahnenschwinger, Pfeiferlbuam und -madeln in ihren farbenprächtigen Gewändern begeisterten die Mitglieder der Schwertertanzgruppe mit akrobatischen Einlagen, Kämpfen und Darbeitungen beim symbolischen Austreiben des Winters. Tausende Besucher auf dem Stadtplatz standen dichtgedrängt, um sich das Spektakel nicht entgehen zu lassen.

Malerische Kulisse beim Ettendorfer Kircherl.

Söder: „Zeit, wieder zusammenzukommen“

In kurzen Ansprachen gingen Traunsteins Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer und Ministerpräsident Markus Söder darauf ein, dass es trotz der allgemein schwierigen Lage „Zeit ist, wieder zusammenzukommen, Lebensfreude zu zeigen und einander Halt zu geben“. Der Georgiritt sei ein gelungener Anlass, diesem Zusammengehörigkeitsgefühl bei der Brauchtumspflege wieder Ausdruck zu verleihen.

Eiserner Ritter und der Lindl

Über 300 prächtig herausgeputzte Pferde zogen im Festzug mit ihren Reitern oder vor Kutschen über den Stadtplatz und dann den Zottelberg hinauf zum malerisch gelegenen Ettendorfer Kircherl. Dort segnete Pfarrvikar Tobias Prinzhorn die Pferde. Effner

In vier Gruppen bewegte sich der Festzug durch die dicht mit Besuchern gedrängten Straßen. Für Aufsehen sorgte nicht zuletzt die historische Gruppe mit dem „Eisernen Ritter“ und dem Lindl in ihren blankpolierten Rüstungen, begleitet von Ritterfräulein, Landsknechten, Pfeifern und Trommlern. Aus zahlreichen Landgemeinden des Chiemgaus und sogar bis aus Schönau und Piding hatten sich Reiter mit ihren prachtvoll herausgeputzen Pferden eingefunden. Hufgetrampel und wildes Wiehern signalisierten, dass der Festtag auch für die rund 311 Pferde eine aufregende Sache war. In den geschmückten Fest-wagen zeigten Trachtler und Musikgruppen ihre Begeisterung.

Mühsamer Anstieg über den Zottelberg.

St. Georg und Ettendorfer Kircherl in der geistlichen Gruppe

In der geistlichen Gruppe boten Festwagen mit der St. Georgsfigur und dem Ettendorfer Kircherl neben dem einherreitenden Heiligen Georg, Engerln und Postillion-Bläsern, den Gebirgsschützen sowie Dekan und Pfarradministrator Konrad Roider mit der Geistlichkeit ein prachtvollen Bild. Die Kutschen mit Stadträten und Ehrengästen, Festwagen mit Bürgern in historischer Tracht sowie Reiter mit Kerzen und schön herausgeputzten Trachtlern sorgten in der Schlussgruppe für Freude bei den vielen Zuschauern.

Lesen Sie auch: Rittbitten des Georgivereins - Söder nimmt an Traunsteiner Wallfahrtsritt teil

Mittelalterliche Gruppen.

Nach dem mühsamen Anstieg am Zottelberg hinauf nach Ettendorf folgte vor erhebender Panoramakulisse mit Blick in die Chiemgauer Alpen am Ettendorfer Kircherl die Pferdesegnung, die Pfarrvikar Tobias Prinzhorn vornahm. Zum Ausklang nach der Rückkehr des Wallfahrtszuges auf den Stadtplatz folgte vor der Stadtpfarrkirche die zweite Benedik-tion mit Pfarradministrator Konrad Roider.

Tiere sind solch ein Spektakel nicht mehr gewöhnt

Mit viel Aufwand schmückten die Rosserer ihre Pferde, um sie in Traunstein segnen zu lassen.

Zur deutlich geringeren Teilnahme von Pferden im Vergleich zu den letzten Georgiritten mit über 400 Pferden sagte Simon Schreiber: „Das lag wohl auch daran, dass eine ganze Reihe von Stuten aktuell trächtig sind und sich andere nicht getraut haben, mit den Pferden nach zweijähriger Pause wieder an einem Umzug mit so vielen Menschen teilzunehmen. Das sind die Tiere nicht mehr gewohnt.“

Mehr zum Thema

Kommentare