Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Einsatzbericht vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Schwerer Unfall bei Inzell: 340 Einsatzkräfte retten 61 Menschen aus Bus

Der Bus wird nach dem Unfall in Inzell geborgen
+
Der Bus wird nach dem Unfall in Inzell geborgen.
  • Tim Niemeyer
    VonTim Niemeyer
    schließen
  • Benjamin Schneider
    Benjamin Schneider
    schließen

Auf der B306 zwischen Inzell und Weißbach verunglückte am Morgen des 26. Februars ein Reisebus. Dutzende Menschen wurden verletzt, elf davon schwer. Hunderte Rettungskräfte waren im Einsatz.

Schwerer Unfall mit Reisebus auf der B305 bei Inzell am 26. Februar 2022

Schwerer Unfall auf der B305 bei Inzell am 26. Februar 2022
Schwerer Unfall auf der B305 bei Inzell am 26. Februar 2022
Schwerer Unfall auf der B305 bei Inzell am 26. Februar 2022
Schwerer Unfall auf der B305 bei Inzell am 26. Februar 2022
Schwerer Unfall mit Reisebus auf der B305 bei Inzell am 26. Februar 2022

Update, 27.2 13.10 Uhr - Einsatzbericht vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Inzell - Beim Unfall eines Reisebusses am Samstagmorgen auf der Bundesstraße 306 im Ortsgebiet Inzell wurden 52 Personen verletzt, elf davon schwer. Neun Businsassen blieben unverletzt. Der Doppeldeckerbus aus Nordrhein-Westfalen, besetzt mit 61 Personen, war auf der Fahrt in Richtung Weißbach nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, im Bankett eingesackt, zur Seite umgekippt und stürzte eine Böschung hinunter.

Daraufhin wurde Großalarm für Feuerwehren, Bayerisches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Technisches Hilfswerk und Polizei ausgelöst. Zudem wurden zahlreiche Notärzte und insgesamt fünf Rettungshubschrauber aus Bayern und Österreich an die Einsatzstelle beordert. Ein zusätzlicher Hubschrauber wurde von der Polizei an die Einsatzstelle beordert.

Der Doppeldeckerbus aus Beckum im Landkreis Warendorf (Nordrhein-Westfalen) befand sich mit 60 Fahrgästen, darunter auch mehrere Jugendliche auf den Weg zu einem Skiurlaub. Auf Höhe des Römerweges, zwischen dem Ortsausgang Inzell und dem Eisstadion, kam der 58-jährige Fahrer nach den derzeitigen polizeilichen Ermittlungen nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Reisebus stürzte daraufhin mehrere Meter eine Böschung hinab und blieb auf der Seite liegen. Gegen 8.20 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Traunstein ein Großaufgebot an Feuerwehr- und Rettungskräften aus dem Landkreis Traunstein sowie aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Rosenheim.

Nur wenige Minuten nach dem Alarm trafen die ersten Helfer am Unfallort ein. „Es ist im ersten Moment unglaublich unübersichtlich gewesen und wir haben alles darangesetzt, schnell einen Überblick über die Gesamtzahl der Reisenden und Verletzungen zu gewinnen. Als wahren Glücksfall sehe ich im Nachgang einen Fahrgast, der beruflich bei Feuerwehr Frankfurt beschäftigt ist. Er hat bereits vor dem Eintreffen die notwenigen Erstmaßnahmen im Bus in die Wege geleitet und die Erste Hilfe maßgeblich unterstützt“, sagte Albert Stadler, der als Kommandant der Feuerwehr Inzell die Feuerwehreinsatzleitung übernommen hatte. Stadler betont, „die Zusammenarbeit aller Beteiligten habe von der ersten Minute an reibungslos funktioniert, so dass der Einsatz schnell und professionell abgearbeitet werden konnte“.

Das winterliche Wetter und die Lage des Busses sei eine Herausforderung gewesen. Über Leitern wurden Aggregate und hydraulische Rettungsgeräte über die Böschung hinuntertragen, um die eingeklemmten und eingeschlossenen Personen befreien zu können, so Inzells Kommandant. Darüber hinaus herrschte auf der Strecke reger Reiseverkehr. Viele Leute wollten in Richtung Skigebiete und mussten über den Ort umgeleitet werden. Weiter waren zahlreiche Medienvertreter vor Ort, um sich ein Bild vom Geschehen am Unfallort zu machen.

Drei der Insassen waren eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr mit schwerem technischem Gerät wie Spreizer und Schere sowie weiteren Schneidwerkzeugen befreit werden. Um sich Zugang zu den Schwerverletzten zu verschaffen, mussten Teile des Fahrzeugdaches, Sitze und Verkleidungsteile des Busses entfernt werden, ehe die drei Personen gerettet werden konnten. Zudem wurde die Frontscheibe entfernt, damit auch dort Passagiere den Bus verlassen konnten. Bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte gelang es zahlreichen Personen, den Bus über Notausstiege im Dach zu verlassen. Nur 90 Minuten nach dem Alarm, hatten die Feuerwehrkräfte alle Personen aus dem Bus befreit und dem Rettungsdienst übergeben.

Seitens der Feuerwehr waren 182 Einsatzkräfte der Feuerwehren Inzell, Siegsdorf, Hammer, Ruhpolding, Vogling, Eisenärzt, Weißbach, Bad Reichenhall und des Löschzuges Karlstein im Einsatz. Darüber hinaus wurde der Fachberater des Technischen Hilfswerks aus Traunstein alarmiert, um die Maßnahmen zu unterstützen. Neben der Technischen Rettung kümmerten sich die Feuerwehrhelfer um die Straßensperren und unterstützten zu Beginn des Einsatzes die Erstversorgung der Verletzten.

In Zusammenarbeit mit der Integrierten Leitstelle wurde der Transport in zahlreiche umliegende Krankenhäuser koordiniert, die Verletzten wurden überwiegend in Kliniken nach Traunstein und Salzburg gebracht. Ein schwerverletztes 16-jähriges Mädchen wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik Murnau geflogen. Alle 52 Verletzten, darunter elf Schwerverletzte, wurden mit BRK-Rettungs- und Krankenwagen oder Hubschraubern vor Ort versorgt oder zur Abklärung und weiteren Behandlung in Kliniken transportiert. Am Sonntagmorgen befanden sich noch 14 Personen in stationärer Krankenhausbehandlung, eine davon in intensivmedizinischer Versorgung.

Die Polizei kümmerte sich zeitgleich über die zuständigen Behörden in Nordrhein-Westfalen um die Verständigung der Angehörigen der Reisenden und zusammen mit dem Reiseunternehmen für den Rück- oder Weitertransport der leicht oder unverletzten Reisenden gesorgt. In der Turnhalle der Max-Aicher-Arena wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet. Die Malteser und das Bayerische Rote Kreuz betreuten und versorgten die unverletzten und leicht verletzten Personen medizinisch und psychisch. Jakob Goèss vom Bayerischen Roten Kreuz hatte die Einsatzleitung der Rettungskräfte übernommen.

Zur Versorgung der Verletzten waren 130 Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes sowie der Traunsteiner Malteser mit insgesamt 38 Fahrzeugen im Einsatz. Insgesamt waren rund 340 Feuerwehr- und Rettungskräfte vor Ort. Neben mehreren Vertretern der Kreisbrandinspektion und der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL), waren die Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landratsamtes Traunstein, die Straßenmeisterei und eine Bergungsfirma aus Siegsdorf vor Ort. Mittels schweren Bergungsfahrzeugen und dem Einsatz zweier Schwerlastkräne wurde der havarierte Reisebus geborgen. Die Arbeiten dauerten bis in die Nachmittagsstunden. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte noch keine Aussage getroffen werden.

Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Traunstein übernahm die Polizeiinspektion Traunstein die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang und zur Unfallursache. Aus Weisung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger mit der Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens beauftragt. Die Aufräumarbeiten der Feuerwehr waren gegen 16.30 Uhr beendet. Die Straßensperre der B 306 konnte anschließend aufgehoben werden. Hob

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Update, 27.2, 10 Uhr - Polizei gibt Update zu den verletzten Personen

Die Polizei Oberbayern hat am Sonntagmorgen ein Update zu der Anzahl der verletzten Personen und deren Zustand veröffentlicht. Es wurden insgesamt 52 der 61 Fahrgäste des Reisebusses verletzt. 14 Personen befinden sich in einem Krankenhaus in stationärer Behandlung, eine Person wird intensivmedizinisch betreut. 38 Menschen wurden leicht verletzt, neun blieben unverletzt.

Update, 18.30 Uhr - Ministerpräsident Wüst reagiert

Das betroffene Busunternehmen stammt aus Nordrhein-Westfalen. Laut der Polizei sollten die Angehörigen der Businsassen über die zuständigen Behörden dort verständigt werden. Mindestens ein Teil von ihnen stammt offenbar aus Münster: Die Stadt teilte am Samstag mit, dass mehrere ihrer Einwohner verletzt worden seien. „Meine Gedanken begleiten die Verletzten und deren Angehörige“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident sprach bei Twitter von einer bestürzenden und tragischen Nachricht. „Wir sind in Gedanken bei den Mitgliedern der Reisegruppe aus dem Münsterland. Danke den Behörden vor Ort für die Hilfe. Ich wünsche allen Verletzten gute Besserung“, schrieb Hendrik Wüst (CDU).

Update, 13.59 Uhr - Pressemitteilung der Polizei Oberbayern Süd

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Am Morgen des 26. Februar kam es um 7.30 Uhr auf der Bundesstraße 306 in Inzell (Nähe Eisstadion) zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Reisebus eines Unternehmens aus Beckum im Landkreis Warendorf (Nordrhein-Westfalen), der mit 61 Menschen besetzt war und von Nordrhein-Westfalen zu einem Skiausflug in die Chiemgauer Alpen unterwegs war, verunfallte.

Nach dem derzeitigen Stand der polizeilichen Ermittlungen kam der 58-jährige Fahrer mit dem Kraftomnibus der Marke Setra nach rechts von der Fahrbahn ab, geriet ins Bankett und stürzte schließlich mehrere Meter eine Böschung hinab, wo der Bus auf der Seite zum Liegen kam.

Bei dem Unfall wurden, nach derzeitigem Stand, elf Personen schwer und 21 Personen leicht bis mittelschwer verletzt. 29 Insassen blieben unverletzt. Mehrere Schwerverletzte wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken in der Region gebracht, weitere mit Rettungsfahrzeugen. Unter den 60 Fahrgästen befanden sich auch Kinder und etliche Jugendliche und junge Erwachsene.

Zahlreiche Helfer der Feuerwehren aus der Region, vom Rettungsdienst und der Polizei waren an der Unfallstelle stundenlang im Einsatz, um Verletzte zu bergen und zu versorgen, den Verkehr umzuleiten und die unverletzten und leicht verletzten Businsassen medizinisch und psychisch zu betreuen.

Über die zuständigen Behörden in Nordrhein-Westfalen wurde die Verständigung der Angehörigen der Businsassen veranlasst. Die Bundesstraße 306 musste im Bereich der Unfallstelle komplett gesperrt werden, die Sperrung wird aufgrund der Bergungsarbeiten bis in den Nachmittag hinein andauern. 

Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein übernahm die Polizeiinspektion Traunstein die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang und zur Unfallursache. Auf Weisung der Staatsanwaltschaft wurde dazu auch ein Sachverständiger hinzugezogen, der mit der Erstellung entsprechender Gutachten beauftragt wurde.

Pressemitteilung Polizei Oberbayern Süd

Update, 12.31 Uhr - Hunderte Rettungskräfte und sechs Hubschrauber im Einsatz

Bei dem schweren Busunfall auf der B306 bei Inzell am Samstagmorgen waren nach Informationen der dpa Hunderte Rettungskräfte und insgesamt sechs Rettungshubschraubern im Einsatz. In dem Reisebus aus Nordrhein-Westfalen befanden sich 61 Personen, darunter mehrere Jugendliche.

Elf Menschen wurden bei dem Unfall schwer verletzt, 21 weitere Personen erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen. 29 Personen wurden nicht oder nur minimal verletzt. Tödlich verletzt wurde zum Glück niemand.

Der Bus befand sich laut Angaben der Feuerwehr auf dem Weg in den Skiurlaub nach Kaprun. Ein Teil der Betroffenen wurde in der nahegelegenen Eissporthalle Inzell betreut.

Die Polizei geht aufgrund der Spuren vor Ort und erster Befragungen davon aus, dass der Bus ohne Fremdbeteiligung von der Straße abkam und nach rechts eine mehrere Meter hohe Böschung hinunterkippte. Dort blieb er auf der Seite liegen. Die Ermittlungen dauerten an. Für die Bergung des Busses wurde schweres Gerät herangebracht.

Update, 11.44 Uhr - B305 bei Inzell weiter gesperrt

Die B305 ist zwischen Kienberg und Sulzbacher Straße weiterhin gesperrt. Die Feuerwehr hat eine örtliche Umleitung eingerichtet.

Bei dem schweren Busunfall auf der B305 bei Inzell am Samstagmorgen waren nach Informationen der dpa Hunderte Rettungskräfte und insgesamt sechs Rettungshubschraubern im Einsatz.

Update, 9.39 Uhr - Mehrere Schwerverletzte - Rettungshubschrauber im Einsatz

Bei dem Unfall auf der B305 bei Inzell wurden mehrere Personen verletzt. Etwa 40 Menschen befanden sich zum Unfallzeitpunkt in dem Reisebus. Mindestens acht Menschen wurden schwer bis mittelschwer verletzt, wie ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Traunstein auf Nachfrage von chiemgau24.de erklärte.

Mehrere Rettungshubschrauber sind im Einsatz. Es wurden Rettungskräfte aus Österreich und auch aus der Region Rosenheim zur Unterstützung alarmiert, so der Sprecher der ILS Traunstein. Die umliegenden Krankenhäuser wurden von der ILS Traunstein nach ihren Kapazitäten abgefragt.

Schwerer Busunfall bei Inzell am 26. Februar 2022

Fotos: Schwerer Busunfall bei Inzell am 26. Februar 2022
Fotos: Schwerer Busunfall bei Inzell am 26. Februar 2022
Fotos: Schwerer Busunfall bei Inzell am 26. Februar 2022
Fotos: Schwerer Busunfall bei Inzell am 26. Februar 2022
Schwerer Busunfall bei Inzell am 26. Februar 2022

Die genaue Unfallursache ist unklar, der Reisebus ist aber offenbar alleinbeteiligt verunglückt und eine Böschung direkt neben der B305 hinabgestürzt.

Eine Sprecherin der Einsatzzentrale der Polizei Oberbayern Süd geht davon aus, dass die Unfallstelle noch für mindestens zwei Stunden gesperrt ist. Glücklicherweise gab es bei dem Unfall keine Toten, so die Sprecherin der Einsatzzentrale. Ein Abschleppdienst wurde zur Unfallstelle bestellt. Die Bergungsarbeiten dürften sich durch die Größe des Busses als schwierig gestalten.

Erstmeldung, 8.08 Uhr - Schwerer Unfall mit Reisebus auf der B305 - mehrere Personen verletzt

Um 7.32 Uhr ereignete sich auf der B305 zwischen Inzell und Weißbach ein Verkehrsunfall mit einem Reisebus, der nach ersten Erkenntnissen allein beteiligt verunfallte. Zahlreiche Einsatzkräfte sind vor Ort, es gibt mehrere Verletzte, die von Rettungskräften versorgt werden.

Die B305 ist in diesem Bereich vorläufig voll gesperrt.

+++ Weitere Informationen folgen +++

bcs mit Material Polizei Oberbayern Süd