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Ehrenamtliche Helfer befreien steiles Almgelände von Verbuschung und Bäumen

Schwendfeuer und Rauchschwaden am Hochgern

Die entfernten Äste und Bäume werden an Ort und Stelle verbrannt.
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Die entfernten Äste und Bäume werden an Ort und Stelle verbrannt.
  • VonLudwig Flug
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Im Miteinander und Hand in Hand erbrachte eine gemischte Gruppe rund 30 Freiwilliger in 1400 Metern Höhe harte Arbeit für Landschaftserhalt und Naturschutz. Weit sichtbare Schwendfeuer im Hochgerngebiet erzählten kürzlich davon.

Unterwössen – Im Gebiet am Hochgerngipfel sorgt das Bergmähderprojekt an der westlichen Gipfelflanke für Biodiversität. Die Helfer befreiten im Steilgelände nahe des so genannten Moarbichls zwischen Hochgernhaus und -gipfel das Gebiet von Büschen und Bäumen.

Arbeiten abgestimmt mit den Fachleuten

Der federführende Landschaftspflegeverband Traunstein mit Geschäftsführer Jürgen Sandner stimmte die Arbeiten zuvor mit den Fachleuten bei einer Ortsbegehung ab. Mit dabei waren Wolfgang Selbertinger von der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Traunstein, Heinz Stellwag von der höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Oberbayern.

Revierförster Josef Gambs vertrat den Fachbereich Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein dabei. Die Fachleute markierten die zu fällenden Bäume.

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Es war eine gemischte Gruppe, die sich für die Arbeiten unter Leitung von Sandner fand. Schon seit vielen Jahren unterstützen die Pfadfinder aus dem Chiemgau und Rupertiwinkel um Emmeran und Emanuel Heringer den Landschaftspflegeverband in solchen Aktionen. Die Almbauern Stefan Loider vom Unterwössener Gattererhof und Christian Tegethoff als Unterstützer der Weitalmgemeinschaft waren ebenfalls dabei. Außerdem half auch eine Reihe von Gleitschirmfliegern, darunter der Marquartsteiner Bürgermeister Andreas Scheck. Letztjährige Verhandlungen mit Almbauern und Naturschützern um einen zugelassenen Startplatz für Gleitschirmflieger am dortigen Moarbichl brachten die Gruppen zusammen. Und die Gleitschirmflieger, die dort starten dürfen, wollten etwas zurückgeben, wie sie sagten. Die Almbauern freut es, ihr Entgegenkommen so honoriert zu sehen.

Starke Stämme gegen Kriechschnee und Lawinenabgang

Im sehr steilen Gelände gingen zwei Helfer voran und schnitten die markierten Fichten per Motorsäge um. Die anderen zogen die Daxen und dünneren Stämme auf Haufen zusammen und verbrannten sie. Stärkere Stämme legten sie quer zum Hang, um Kriechschnee und Lawinenabgang zu erschweren. Nutznießer werden neben den Rauhfußhühnern auch Kreuzotter, Murmeltier und Apollofalter sein.

Umweltministerium bezahlt den Großteil der Kosten

Das bayerische Umweltministerium unterstützt den Landschaftspflegeverband Traunstein mit 90 Prozent der Kosten. Zu seinen Mitgliedern gehört übrigens auch die Gemeinde Unterwössen. Loider stellte den Pfadfindern seinen Gattererkaser auf der Weitalm als Unterkunft zur Verfügung. Die Weidegemeinschaft verpflegte die Helfer mit Brotzeiten und Getränken und versorgte sie über die Tage.

Pfadfinder spenden ihren Stundenlohn

Für ihre Unterstützung erhielten die Pfadfinder einen Stundenlohn, den sie für zwei Projekte in Indien und Bangladesch spendeten, zu denen die Pfadfinder schon lange Beziehungen unterhalten. Sie helfen dort, Schulen und Handwerkseinrichtungen zu bauen, und unterstützen die schwer von Klimawandel und Corona gebeutelten Menschen.

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