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Sportreferent Matthias Vieweger

„Schwarze Wolken“: Droht dem Familienbad „BernaMare“ das Aus?

Das Schwimmen-Können ist für Jung und Alt „essentiell“: Bernaus Sportreferent Matthias Vieweger ist gegen die Schließung des Familienbades Bernamare.
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Das Schwimmen-Können ist für Jung und Alt „essentiell“: Bernaus Sportreferent Matthias Vieweger.
  • VonElisabeth Kirchner
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Mathias Vieweger befürchtet das Aus für das Bernauer Familienbad. Warum, erklärt der Sportreferent des Bernauer Gemeinderats im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen.

Bernau – „Schwarze Wolken werden über dem BernaMare aufziehen“ – diese Vision lässt derzeit Matthias Vieweger keine Ruhe. Der Sportreferent des Bernauer Gemeinderats befürchtet, dass das beliebte Familienbad für längere Zeit geschlossen wird.

Anlass dafür ist der Beschluss des Gemeinderats in jüngster Sitzung, die Wassertemperatur wegen der hohen Energiepreise abzusenken sowie über die Monate Januar und Februar das Hallenbad ganz zu schließen. Im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen erklärt der 51-jährige CSU-Gemeinderat, warum er sich so vehement gegen eine zweimonatige Schließung des Bernamare ausspricht und was ihn antreibt.

Herr Vieweger, was zeichnet die Bernauer Sportvereine aus?

Mathias Vieweger: Die Vielfalt unserer Sportvereine ist besonders groß. Sei es Turnen, Fußball, Skifahren, Langlauf oder Tennis, seien es die drei Schützenvereine oder der Tanzsport mit den Chiemseenixen, unserer Faschingsgilde – da ist für jeden was dabei, was sich auch in den Mitgliederzahlen zeigt. Wir haben viele Ehrenamtliche, die sich in unseren Vereinen engagieren. Und wir arbeiten eng mit der Gemeinde zusammen. Sie erhebt dankenswerter keine Hallengebühr für das Kinder- und Jugendtraining. Die Rahmenbedingungen passen also.

Wie hat sich Corona auf die Mitgliederzahlen ausgewirkt?

Vieweger: Unterschiedlich. Während die großen Sportarten wie Fußball, Turnen und Schwimmen nach wie vor überrannt werden, tun sich die kleinen Vereine wie die Schützen schwerer. Da fehlt die kritische Masse: Die wenigen Mitglieder können kaum viel mehr Neulinge begeistern. Und was noch auffällt: Die Leute wollen sich weniger langfristig an einen Verein oder eine Aktivität binden. Beim Schwimmen beispielsweise sind unsere Kurse à zehn Stunden sehr gefragt, aber längerfristige Angebote ziehen weniger. Aber da geht es uns wohl wie vielen anderen Vereinen.

Stichwort Schwimmen: Wie ist es um das Hallenbad bestellt?

Vieweger: Die Wassertemperatur ist schon arg heruntergefahren. Das hindert die Vereine aber nicht daran, weiterzumachen. Viermal die Woche nutzen am Vormittag die Schulen Bernaus und der Umgebung unser Hallenbad, am Nachmittag und abends kommend die Schwimmer zu den privaten Kursen und Vereinsangeboten.

Schwimmen muss jeder können, das ist lebenswichtig und Schwimmen kann jeder bis ins hohe Alter betreiben. Das Seniorenschwimmen beispielsweise war – mit Ausnahme von Corona – der Renner schlechthin. Jetzt kommen natürlich weniger wegen der Wassertemperaturen. Und wie es nach der Schließung weitergeht, das wird sich zeigen.

Warum so pessimistisch? Die Bürgermeisterin hat doch in der letzten Sitzung gesagt, dass im März das Schwimmbad wieder aufmacht.

Vieweger: Ich habe Verständnis, dass in diesen Zeiten und auch grundsätzlich Energie eingesparen werden soll, wo immer es geht. Aber der Sinn, das Bernamare für zwei Monate zu schließen, erschließt sich mir nicht. Ein Hallenbad ist immer ein Draufzahl-Geschäft. Andere Gemeinden sollen sich auch mehr miteinbringen. Unsere Angebote müssen im Gespräch bleiben. Ich habe aber die Befürchtung, und das wäre wirklich der schlimmste Fall, dass das Bernamare ganz zumacht.

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