Mit Unsicherheit in die kommende Saison

Tourismus im Achental: Schwacher Winter, aber starker Sommer

Wenn das Wetter und Corona mitspielen, ist das Achental auch in der kalten Jahreszeit ein Anziehungspunkt für Urlauber.
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Wenn das Wetter und Corona mitspielen, ist das Achental auch in der kalten Jahreszeit ein Anziehungspunkt für Urlauber.

Das kommende Jahr verspricht für die Tourismusbranche im Achental so turbulent und unberechenbar zu werden wie das fast abgelaufene Jahr 2020.

Unterwössen/Achental– Reservierungen und Buchungen für den kommenden Sommer treffen bereits jetzt verstärkt und somit früher als in den vergangenen Jahren ein, so die Einschätzung von Teilnehmern des Gastgebertreffens, das der Achental-Tourismus virtuell veranstaltete. Elisabeth Keihl, Vorsitzende des Achental-Tourismus, informierte: „Die Perspektiven für den Jahreswechsel und die kommenden Wochen des Winters 2020/21 sind geprägt von den zahlreichen Restriktionen im Kampf gegen die Pandemie, mit denen unsere privaten Gastgeber, Hotels und Gaststätten sowie all die weiteren Betriebe konfrontiert sind, die vom Tourismus abhängig sind. Für sie werden die kommenden Monate besonders hart.“

Allerdings gebe es auch Licht am Ende des Tunnels. Nach ersten Rückmeldungen der Gastgeber habe die Nachfrage zwei Monate früher eingesetzt als sonst.

Die Buchungen treffen früher ein, die Verweildauer ist länger

Zahlreiche Gäste hätten sich aufgrund von internationalen Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie erst im Frühjahr diesen Jahres für einen Aufenthalt im Achental entschieden. Dagegen planten die Urlauber ihre Reise für das kommende Jahr ins Achetal früher und gezielter, schildert Keihl. Die Pandemie überschattete das Tourismus-Jahr 2020. „Über das Jahr gesehen ist die Reisebranche im Achental jedoch trotz der Komplett-Schließung mit einem vergleichsweise geringen Verlust davongekommen.

Während der Deutschland-Tourismus bei den Übernachtungszahlen bis Ende September ein Minus von 37,4 Prozent und der Chiemgau einen Rückgang von 9,7 Prozent zu verzeichnen hatten, lag das Minus bei den Übernachtungen im Achental gegenüber dem Vorjahr bei nur 3,3 Prozent“, so die Vorsitzende. Und weiter: „Dem Rückgang der Gästezahl im Achental bis Ende Oktober um 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr steht eine positive Entwicklung gegenüber: Die Gäste blieben mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 5,1 Tagen spürbar länger bei uns.“

Trend zum Urlaub im eigenen Land

Laut Keihl verändern sich gegenwärtig die Reiseströme zugunsten von Urlaubsregionen innerhalb Deutschlands. „Die vorläufigen Zahlen aus 2020 und die Prognosen für 2021 sind ein deutliches Signal dafür, dass das Achental von dieser Entwicklung langfristig profitieren wird“, so die Vorsitzende Keihl.

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