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Aktion an der Winklmoos-Alm

Schutzzäune quer durch Wandergebiete: Wie der Bayrische Bauernverband dem Wolf begegnen will

Warnen vor der Gefahr durch den Wolf für Weidetiere: (von links) der stellvertretende BBV-Ortsobmann Pankraz Speicher, Ortsbäuerin Bärbel Rieder, BBV-Kreisobmann Sebastian Sieglreithmayer, Traunsteins BBV-Geschäftsführer Matthäus Michlbauer, Almgenosse Hubert Stefan, Kreisbäuerin Irina Esterbauer und BBV-Praktikantin Miriam Gräbner.
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Warnen vor der Gefahr durch den Wolf für Weidetiere: (von links) der stellvertretende BBV-Ortsobmann Pankraz Speicher, Ortsbäuerin Bärbel Rieder, BBV-Kreisobmann Sebastian Sieglreithmayer, Traunsteins BBV-Geschäftsführer Matthäus Michlbauer, Almgenosse Hubert Stefan, Kreisbäuerin Irina Esterbauer und BBV-Praktikantin Miriam Gräbner.
  • VonJosef Hauser
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Nicht länger Warten – der Traunsteiner Kreisverband des Bayerischen Bauernverbands will mit einer Aktion an der Winklmoos-Alm auf die Gefahren durch den Wolf aufmerksam machen. Indem die Landwirte demonstrierten, was sonst drohe.

Reit im Winkl – Der dringende Handlungsbedarf im Umgang mit dem Wolf sei offensichtlich und dürfe nicht weiter verzögert werden – dieses Fazit haben Vertreter des Kreisverbands Traunstein des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), des Ortsverbands Reit im Winkl des Bayerischen Bauernverbands und der Almgenossenschaft gezogen und entsprechende Plakate auf der Winklmoos-Alm sowie einen Zaun aufgestellt. Letzterer soll demonstrieren, wie es optisch wirken würde, müssten die Landwirte ihre Alm- und Weidetiere vor dem Wolf schützen.

Historische Ausnahmesituation

Solche Herdenschutzzäune müssten dann Alm- und Wandergebiete durchziehen und auch auf den Talflächen aufgestellt werden, warnte der Traunsteiner BBV-Kreisobmann Sebastian Siglreithmayer. „Welche Konsequenzen die Wiederansiedelung des Wolfes für Bauern mit sich bringe, und was es bedeutet, wenn überall solche Zäune errichtet werden, wollen wir hier versuchen aufzuzeigen.“

BBV-Kreisgeschäftsführer Matthäus Michlbauer warb um breite Unterstützung dafür, dass in dieser historischen Ausnahmesituation die Weichen so gestellt werden, dass die Weidetierhaltung in Bayerns Kulturlandschaft erhalten bleibt und die nachfolgenden Generationen noch Weidewirtschaft erleben und praktizieren können. Lobend erwähnte er Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber dafür, dass sie vor Kurzem beim Alpen-Gipfel Europa um Verständnis für die Bergbauern gegenüber zahlreichen Vertretern aus der Politik geworben hatte.

Zusammenspiel von Almwirtschaft und Tourismus

Kreisbäuerin Irina Esterbauer und die Reit im Winkler Ortsbäuerin Bärbel Riedel wiesen auf das Zusammenspiel von Almwirtschaft und Tourismus hin. Gerade die Winklmoos-Alm sei ein typisches Beispiel. Dass Wolf und Tourismus parallel existieren könnten, sei mehr als fraglich.

Der stellvertretende Reit im Winkler BBV-Ortsobmann Pankraz Speicher erinnerte an die große Zahl von Weiderechten auf der Winklmoos-Alm. Neben vielen Rindern seien jeden Sommer auch 35 Pferde dort. „Würde auch nur ein einziges davon Opfer eines Wolfes, würde diese Zahl drastisch zurückgehen“, warnte er. Die heimischen Weidetiere seien den großen Beutegreifern, insbesondere dem Wolf, in tödlicher Gefahr zunehmend ausgesetzt, sagte Kreisobmann Siglreithmayer.

Höfesterben droht

Bereits jetzt nehme die Weidetierhaltung aufgrund stetig steigender Wolfspopulation ab und weiteres Höfesterben drohe. Der Kreisverband Traunstein unterstütze daher in vollem Umfang eine im Oktober vergangenen Jahres aufgestellte Forderung des Bayerischen Bauernverbandes und der AG Wolf der Nutzerverbände auf eine Herabsetzung des Schutzstatus von Wölfen innerhalb der EU.

Eben gehe es um die Festlegung eines maximalen Zielbestandes an Wölfen, eine sofortige und großräumige Ausweisung der laut Weideschutzkommission nicht schützbaren Weidegebiete, eine volle Erstattung der Eigenleistungen und Unterhaltungsmaßnahmen und nicht zuletzt auch um eine unbürokratische Regelung zur Entnahme der Tiere.

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