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Ja zum Schulverbund

Unterwössen - Ohne größere Bedenken oder Widerstände hat nun auch der Ge-meinderat in Unterwössen den Beitritt zum "Schulverbund Achental" in seiner Sitzung am Montagabend beschlossen. In der Diskussion ging es weniger darum, ob die neue Konstellation kommen soll, sondern eher, wie sie praktisch umzusetzen ist.

Die anderen Achentalgemeinden haben es bereits vorgemacht (wir berichteten). Und auch Bürgermeister Hans Haslreiter lobte die Vorteile eines neuen Schulverbundes mit dem Schulverband Grassau (Mar-quartstein, Staudach-Egerndach, Grassau) sowie Übersee, Schleching und Reit im Winkl: "Die Sicherung unserer Hauptschule ist mittel- und langfristig nur durch die Gründung eines solchen Zusammenschlusses zu erreichen. Bei rückläufigen Schülerzahlen ist dies unsere einzige Chance."

Mit einer Gesamtzahl von 390 Hauptschülern würden Grassau, Übersee und Unterwössen gemeinsam die Voraussetzungen für eine "Mittelschule Achental" erfüllen. Nur im Schulverbund, so Haslreiter weiter, gebe es die Möglichkeit, auch kleinere Hauptschulklassen mit we-niger als den derzeit geforderten 15 Schülern zu erhalten.

Der Konrektor der örtlichen Hauptschule, Otto Manzenberger, stellte fest, zwar brauche man momentan keinen Verbund zum Überleben, weil es - wie auch im nächsten Schuljahr - fünf Züge gebe. "Wenn aber eine Klasse wegen mangelnder Schülerzahlen wegbricht, wird es schwierig", räumte er ein.

Hans Wimmer (CSU) drückte die Hoffnung aus, "dass Unterwössen auch im Verbund als zentraler Ort erhalten bleibt". Als Chance für ein erweitertes Bildungsangebot bewertete Anton Aberger (CSU) zwar die angestrebte neue Praxisorientierung. Andererseits bleibe die Unsicherheit, wie die er-wähnte "mittelfristige Standortsicherung" zu definieren sei. "Wir haben einfach zu wenig Informationen", stellte auch Sandra Sonntag (FDP) fest.

Während Andreas Bichler (Verein Freie Wählergemeinschaft, FWG) Fragen zur praktischen Abwicklung beschäftigten, fragte Dr. Dieter Stein (FWG) nach der Koordination der Lehrpläne. Alle diese Fragen seien zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu beantworten, meinte Konrektor Manzenberger und verwies auf ein noch zu gründendes Gremium zur praktischen Abwicklung. Im Übrigen werde die Gesamtorganisation später in den Händen der Grassauer Schulleitung liegen.

Als eine "Farce" nannte Bichler die Ankündigung des "Mittelschulverbundes" schon ab 1. August dieses Jahres. "Die praktische Umsetzung wird mit Sicherheit erst zum Schuljahr 2011/12 erfolgen können", mutmaßte Geschäftsstellenleiter Thomas Müllinger.

vd/Chiemgau-Zeitung

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