Schule versorgt Stadt Traunstein mit Solarstrom

Mit 174 Fotovoltaik-Modulen bestückt ist die Solaranlage der Privatschule.
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Mit 174 Fotovoltaik-Modulen bestückt ist die Solaranlage der Privatschule.

Traunstein –. Auf dem Schuldach der Privatschulen Dr.

Kalscheuer ist seit Kurzem eine neue Solarstromanlage mit 56 Kilowatt Peak Leistung in Betrieb, die von der Bürgerenergie Chiemgau eG (BEC) finanziert und errichtet wurde.

In der BEC sind inzwischen neben den ursprünglichen Gemeinden Aschau und Bernau nun auch Frasdorf, Neubeuern und Seeon-Seebruck beteiligt. Seit ihrer Gründung 2017 ist die BEC auf inzwischen über 250 Mitglieder gewachsen (Anmerkung der Redaktion).

Die offizielle Übergabe an Schüler, Lehrer und Geschäftsführer Axel Kalscheuer fand auf dem Dach statt. Wie David Schmidtner, Vorstandsvorsitzender der BEC und Klimaschutzbeauftragter der Gemeinden Aschau und Bernau, erklärte, produzieren die 174 Solarmodule jährlich über 50 000 Kilowattstunden sauberen Strom. Die Schule mietet und betreibt die Anlage und deckt damit einen wesentlichen Anteil des eigenen Stromverbrauchs. „Der überschüssige Strom wird in das öffentliche Netz der Stadtwerke Traunstein eingespeist und vergütet. So spart die Schule Stromkosten und jährlich 33 Tonnen Kohlenstoffdioxid“, lobte der Energiefachmann.

Das Bürgerenergieprojekt für Klimaschutz und Energiezukunft wurde von den Schülern initiiert. Schon im November vergangenen Jahres hatten die engagierten Jugendlichen eine Podiumsdiskussion mit hochrangigen Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft zum Thema „Klimaschutz im Landkreis Traunstein – was können Schulen und Schüler aktiv dazu beitragen?“ organisiert.

Dabei kam auch Georg Bey schlag, Vorstandsmitglied der BEC, zu Wort, der für das Konzept für saubere Stromversorgung zwischen Bürgergenossenschaft und Schule warb.

Dank an dieStadtwerke

Diese Idee griff die Schule und die Geschäftsführung auf und das Projekt Solarstromanlage wurde in einer Rekordzeit von nur fünf Monaten umgesetzt.

Dies sei nur möglich gewesen, so Schmidtner bei der Übergabe, weil alle Beteiligten an einem Strang gezogen hatten und die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Traunstein und der Firma Abel ReTec ausgezeichnet funktioniert habe. Schüler und Besucher können über zwei Displays im Schulhaus mitverfolgen, wie viel Energie die Sonne für die Schule produziert. elk

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