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KREISAUSSCHUSS TRAUNSTEIN

Schüler „kanalisieren“

Die Zahl der Grundschüler im Landkreis Traunstein steigt an, und das wirkt sich langfristig auf die weiterführenden Schulen aus. Bislang blieben die Schülerzahlen zumeist im Rahmen der Prognosen.

Traunstein – Ausreißer seien nur das Chiemgau-Gymnasium in Traunstein und das Hertzhaimer-Gymnasium in Trostberg mit zunächst sinkender, dann wieder steigender Tendenz. Das berichtete Landrat Siegfried Walch im Kreisausschuss. Da der Kreis für die Schulen in seiner Trägerschaft die erforderlichen Räume zur Verfügung stellt, werde die Entwicklung der Schülerzahlen beobachtet.

Wie Kreiskämmerer Karlheinz Thiel erklärte, sind 425 Kinder für das neue Schuljahr für die 5. Klassen an den Gymnasien angemeldet – 28 mehr als im vergangenen Schuljahr. Voraussichtlich werden 95 Klassen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 gebildet, sechs mehr als im Vorjahr. Die Schülerzahl insgesamt an den Gymnasien erhöht sich leicht um 71 oder 2,5 Prozent auf 2944. Derzeit stehen genügend Klass- und Fachräume zur Verfügung, doch das Annette-Kolb-Gymnasium in Traunstein könnte in der Hinsicht bald an seine Grenzen stoßen.

405 Kinder werden im September in die 5. Klassen der vier Realschulen in Kreisträgerschaft eintreten, elf mehr als im Vorjahr. Die Realschulen haben damit insgesamt 2538 Schüler, 99 weniger als im abgelaufenen Schuljahr. Gebildet werden wahrscheinlich 99 Klassen, zwei weniger als bisher. Die Raumsituation bleibt ausreichend, aber weiterhin angespannt. Für die Berufsschulen, die Berufliche Oberschule mit FOS und BOS sowie das Förderzentrum Traunstein gibt es noch keine Zahlen, da die Anmeldung bis zum ersten Schultag läuft.

Der Leiter des Schulamts Traunstein, Otto Mayer, informierte über die Lage an den Grund- und Mittelschulen. An allen 4. Grundschulklassen gebe es eine Übertrittsquote von je einem Drittel der Schüler an Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien. Das bedeute: „Jede dieser Schulen hat etwa 450 Kinder pro Jahrgang zu erwarten.“

Die zunehmende Zahl der Gymnasiasten erklärte Karl Kaditzky, CSU, mit dem vermehrten Zuzug akademisch gebildeter Familien. Langfristig müssten die Schülerzahlen „kanalisiert werden“ – um attraktive überfüllte Schulen einerseits und andererseits leer stehende Räume in unbeliebteren Schulen zu vermeiden. Sich nicht nur an den Prognosen zu orientieren, sondern bedarfsgerecht zu reagieren, regte Dr. Thomas Graf, ÖDP, an.

Am Rande erwähnte der Landrat ein neues Schulförderprogramm des Freistaats. Daraus erhalte der Landkreis für die schon genehmigte Fassaden-Sanierung an der Realschule Marquartstein möglicherweise einen Zuschuss von 600 000 Euro zu den Gesamtkosten von einer Million Euro.

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