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Schreinerei soll sich entwickeln können

  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Prien – Die Marktgemeinde befindet sich mitten im Änderungsverfahren des Bebauungsplanes „Siggenham-West“.

Bauamtsleiter Thomas Lindner erklärte in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses, dass es darum gehe, eine Schreinerei mittels Schallgutachten als „gebietsverträglich“ nachzuweisen.

Fokus liegtauf Mischgebiet

Normalerweise sei ein solcher Betrieb in einem Mischgebiet nicht zugelassen. Mit jeweils einem einstimmigen Beschluss befürwortete das Gremium den angepassten Vorentwurf und sprach sich für die neuerliche Auslegung aus.

Die Bebauungsplanänderung bezieht sich auf zwei Grundstücke mit zwei Schreinereibetrieben – einer davon auf einer verpachteten Fläche – in Wildenwart. Der Sachvorlage der Verwaltung ist zu entnehmen, dass der Eigentümer der Grundstücke bei seinem Schreinereibetrieb den Brandschutz des Gebäudes ertüchtigen muss und längerfristig erweitern möchte. Dafür soll der geänderte Bebauungsplan die Weichen stellen. Im Rahmen des Verfahrens ist eine schalltechnische Untersuchung notwendig. Diese war laut Lindner vom Grundstückseigentümer in Auftrag gegeben worden, hatte sich aber erst nur mit einem der beiden Schreinereibetriebe befasst. Dies hätte zu einer fehlerhaften Bauleitplanung geführt. Im Oktober sei dann die zweite Untersuchung erstellt worden.

Zudem hatte sich ein weiterer Bedarf an Garagenflächen ergeben, die nun im Norden des Grundstücks errichtet werden sollen. Beide Änderungen werden im angepassten Vorentwurf vom Dezember berücksichtigt, der nun laut Beschluss neuerlich ausgelegt wird und erneut auch die Träger öffentlicher Belange beteiligt.

Bürger hatten erstmals im vergangenen Sommer die Möglichkeit, die Pläne einzusehen sowie Bedenken und Anregungen vorzubringen. Außerdem seien damals 23 Behörden, Träger öffentlicher Belange und sonstige von der Planung Betroffene beteiligt worden, ist in der Sachvorlage der Bauverwaltung nachzulesen.

Davon hatten sich acht nicht geäußert und vier keine Einwände vorgebracht. Der Bauausschuss hatte nun in der jüngsten Sitzung die Aufgabe, die Stellungnahmen und Anregungen entsprechend den Vorschlägen der Verwaltung zu würdigen, was diskussionslos geschah.

Entlüftungam frühen Morgen

Die Handwerkskammer für München und Oberbayern zum Beispiel wies in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass die schalltechnische Untersuchung keine Überschreitung der Richtwerte für das Mischgebiet ergeben habe. Die Kammer begrüßt ausdrücklich das wirtschaftsfreundliche Vorgehen der Marktgemeinde, den Bestand der Schreinerei zu sichern und die notwendige Entwicklung zu ermöglichen. Nachbarn hatten Lärm- und Geruchsbelästigung durch eine Entlüftung in den frühen Morgenstunden kritisiert. Die Verwaltung verweist darauf, dass im Gutachten der Vorschlag gemacht wird, dass zwischen 22 Uhr und 6 Uhr kein Nachtbetrieb stattfindet.

Dies werde jedoch in der Baugenehmigung und nicht im Bebauungsplan geregelt. Somit war keine Änderung des Vorentwurfs veranlasst worden.tw

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