Haushaltsrechtliche Gründe: Kein zwingender Staatsbedarf

Schlösserverwaltung darf Burg Marquartstein nicht kaufen

Marquartstein/München - Die Bayerische Schlösserverwaltung kann die Burg Marquartstein nicht kaufen. Darauf hat die Bayerische Schlösserverwaltung gestern auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung verwiesen.

Unbestritten habe die Burg Marquartstein eine große Bedeutung vor Ort und in der Region, sagte Pressesprecherin Dennis Drescher. Der Staat dürfe aber Grundstücke nur dann erwerben, wenn ein konkreter Bedarf bestehe und die Grundstücke für bestimmte staatliche Aufgaben benötigt würden. Für die Burg Marquartstein sei ein zwingender Staatsbedarf nicht gegeben. Eine Übernahme des Objekts durch die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen sei daher aus haushaltsrechtlichen Gründen nicht möglich.

Wie in unserer Donnerstagsausgabe berichtet, will der derzeitige Besitzer, Konrad O. Bernheimer, seinen langjährigen Wohnsitz veräußern, weil seine vier Töchter die historische Anlage "später sicher nicht übernehmen wollen".

Bürgermeister Andreas Scheck hatte im Gespräch mit unserer Zeitung auch im Namen des Gemeinderats die Hoffnung geäußert, dass die Bayerische Schlösserverwaltung oder ein anderer öffentlicher Träger die Burg erwerben könnte, um eine öffentliche Nutzung sicher zu stellen. ul

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