Irlinger weist Kritik von Sonntag zurück

"Schlechten Stil" an den Tag gelegt

Unterwössen - Die FDP-Gemeinderätin und Mitinitiatorin der Bürgerinitiative (BI) "Tetrafunkfreies Achental", Sandra Sonntag, ist erklärte Gegnerin des geplanten, digitalen Behördenfunkes (wir berichteten) in Bayern. In einem Flugblatt hat sie jetzt als Sprecherin der BI die Mehrheitsentscheidungen des Gemeinderates Unterwössen vom Mai und Juni für zwei Tetra-Funk-Sendemasten in Oberwössen attackiert. Zweiter Bürgermeister Bartholomäus Irlinger (Oberwössener Wählergemeinschaft) fühlte sich in diesem Flugblatt persönlich angegriffen und "schoss" jetzt in der jüngsten Gemeinderatssitzung zurück.

In dem Flugblatt der BI hatte Sonntag verlauten lassen: "Die geschlossene Zustimmung der Oberwössener Wählergruppe (drei Gemeinderäte) zu diesem Vorhaben halten wir für fragwürdig. Wir bedanken uns aber für die Unterstützung durch vier Gemeinderäte aus Unterwössen."

In seiner in der jüngsten Sitzung verlesenen Erklärung nannte Irlinger - in Abwesenheit von Sonntag - die Genehmigungen für die beiden Sendenmasten "einen normalen demokratischen Prozess". Und er verwahrte sich entschieden gegen die Aussage, dass die Oberwössener Wählergruppe fragwürdige Entscheidungen treffe. Irlinger: "Wir entscheiden nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle unserer Gemeinde. Man kann für oder gegen eine Sache sein, aber dass man den, der anderer Meinung ist, als fragwürdig hinstellt, halte ich für einen schlechten Stil. Und es entspricht auch nicht den demokratischen Spielregeln. Außerdem sehe ich hier den Versuch, einen Keil zwischen die Ober- und Unterwössener Gemeinderäte zu treiben."

"Es ist schade, dass das alles so ausartet", kommentierte Bürgermeister Hans Haslreiter die Auseinandersetzung mit Sonntag. Seiner Meinung nach sei dies "pure Selbstdarstellung, die keiner unterstützen wird." vd

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