Schlachthaus wird abgelehnt

Staudach-Egerndach –. Tiere aus dem eigenen Betrieb, aber auch von anderen Landwirten sollten in dem geplanten Schlachthaus im Ortsteil Gastätt getötet und zerlegt werden.

Der Gemeinderat lehnte die Bauvoranfrage mit einer Gegenstimme ab, da in Gastätt eine weitere Bebauung nicht möglich sei.

Kurze Entfernungzum Betrieb

Ein Schlachthaus mit Zerlegeraum in den Ausmaßen von acht auf zehn Metern und einer Höhe von fünf Metern war geplant. Begründet wurde der Antrag mit der kurzen Entfernung zum eigenen Betrieb und einer artgerechten Schlachtung. Eine Wohnnutzung war nicht vorgesehen. Wie Bauamtsleiter Erik Oberhorner informierte, liege das Grundstück im Außenbereich.

Das Vorhaben sei trotz Privilegierung abzulehnen, da es in Gastätt geologische Verwerfungen gebe. Dort sei bereits der Hang gerutscht und in einem Gutachten aus 2002 werde dringend von einer weiteren Bebauung abgeraten.

Gemeinderat Bernd Koller (CSU/UW) fügte an, dass im Gutachten von einer geringen Gefahr ausgegangen wird. Es stehe aber auch drin, so Oberhorner, dass die Gemeinde in der Haftung stehe. Geschäftsleiter Florian Stephan konkretisierte, dass die Gemeinde in der Haftung stehe, wenn sie wissentlich ein Baurecht ermöglicht. Er berichtete weiter, dass auch bereits Bauwünsche dar gewesen seien, die aber ebenfalls abgelehnt werden mussten. Sollte dort etwas passieren, stehe die Gemeinde in der Haftung. Man könne hier keiner Bauleitplanung zustimmen.

Des Weiteren gebe es hier Wohnbebauung und von einem Schlachtbetrieb gehen Immissionen aus. Folglich werden diese Betriebe als störend eingestuft. Es entstehe Lärm beim Entladen der Fahrzeuge sowie eine Geruchsbelästigung und Geräusche beim Tötungsvorgang, meinte Oberhorner. tb

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