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Fest mit Anekdoten und Videoeinspielungen

SC Hammer feiert 75-jähriges Bestehen mit seinen erfolgreichen Sportlern

Der Höhepunkt des Abends war das Gespräch mit den Olympia- und WM-Medaillengewinnern (von links) Sepp Ferstl, Peter Angerer, Martina Seidl, Thomas Dufter, Moderator Tom Kroschinski, Maskottchen Skitty und Vorsitzender Maxi Kurz.
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Der Höhepunkt des Abends war das Gespräch mit den Olympia- und WM-Medaillengewinnern (von links) Sepp Ferstl, Peter Angerer, Martina Seidl, Thomas Dufter, Moderator Tom Kroschinski, Maskottchen Skitty und Vorsitzender Maxi Kurz.

Der Skiclub Hammer erinnert sich während seinem Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen an seine vielen herausragenden Erfolge. Die Sportler, die mit ihrer Leistung dazu beitrugen, waren gekommen und ließen die Gäste mit Anekdoten an ihren Erinnerungen teil haben.

Siegsdorf – Wie eine Zeitreise des Sports war der Ehrenabend des SC Hammer, anlässlich seines Jubiläums zum 75-jährigen Bestehen, mit Anekdoten früherer Tage und den Erfolgen des Vereins aus dem Chiemgau gespickt. Gekommen waren die Verantwortlichen der Gemeinde Siegsdorf um Bürgermeister Thomas Kamm, Vereinsvorstände einschließlich den Vertretern des Bayerischen Skiverbandes, Skiverband Chiemgau und die erfolgreichen Sportler, die den Namen des SC Hammer in der Welt bekannt machten.

Tiger Skitty stimmt auf den Abend ein

Die „Viaschupfmusi“ begrüßte die Gäste beim Einmarsch ins Festzelt, ehe ein Film mit dem DSV-Maskottchen Skitty die Besucher auf den Abend einstimmte. Der Tiger zeigte, welche Sportarten beim SC Hammer die Erfolge brachten. Moderator Tom Kroschinski wurde über den Bayerischen Rundfunk von Markus Othmer und dem unvergessenen Stefan Hacker, der sein Tennis-Jubiläum vor drei Jahren feierte, angekündigt. Vorsitzender Maxi Kurz war Hauptorganisator.

Georg Planer sen. ist großer Macher des Vereins

Die Erfolgsgeschichte des SC Hammer mit zwei Olympiasiegen, einigen Olympiamedaillen, zahlreichen WM-Titeln und -Medaillen sowie unzähligen deutschen Meistertiteln kann sich sehen lassen, das zeigten die Videoeinspielungen. Bei der ersten Talkrunde mit den ehemaligen Vereinsvorsitzenden Jimmy Angerer, Georg Planer jun., Hans Geisreiter, Bernhard Kübler und aktuell Kurz wurde deutlich, dass der mit 60 Jahren verstorbene Georg Planer sen. als ein großer Macher des Vereins zu sehen ist. Sein Sohn erzählte, wie sein Vater 1984 den größten Erfolg mit drei Medaillen von Peter Angerer bei den Olympischen Spielen in Sarajewo miterleben durfte.

Skispringer Helmut Wegscheider verhilft Verein zur Bekanntheit

Zur Sprache kamen die Anfangsjahre mit Erfolgen von Skispringer Helmut Wegscheider, der den Verein durch die Vierschanzentournee und Skiflugveranstaltungen international bekannt machte. Auch die Feiern nach den Erfolgen der Sportler bei Olympia und der WM wurden erwähnt sowie die Feste wie Skikranzl und Dauscher Graben Fest, mit denen sich der Verein Geld verdiente, um die Jugendarbeit zu forcieren und Tennisplätze zu errichten.

Spaß muss im Vordergrund stehen

Die derzeitigen Abteilungsleiter, Bernd Schmid von Alpin, Bernhard Kübler von Langlauf/Biathlon und Martin Maier jun. von Tennis, berichteten über die aktuelle Situation, wobei sie sich einig waren: „Der Spaß muss zunächst im Vordergrund stehen, nur dann können sich Erfolge einstellen!“ Das unterstrichen die Nachwuchsaushängeschilder des Vereins Seppi Mußner und Greta Sachsenröder in Alpin, Sonja Maier in Langlauf und Korbinian Kübler in Biathlon. Auch Sechsfach-Weltmeister Markus Eisenbichler war vor Ort, der sich als Tennisspieler versucht: „Ich bin sehr ehrgeizig, aber mir gelingt es nicht immer so, wie ich mir das vorstelle“. Das Ziel ist die kommende Wintersaison und dafür sieht er sich auf einem guten Weg.

Gespräch mit Medaillengewinnern

Der Höhepunkt war das Gespräch mit den Medaillengewinnern Sepp Ferstl, Peter Angerer, Martina Seidl und Thomas Dufter. Zuvor gab es eine Videoeinspielung von Super-G Streifsieger Pepi Ferstl, der gerade zur Vorbereitung in Chile ist. Sein Vater Sepp, der sich seinerzeit in Südamerika auf den Winter vorbereitete, erzählte Anekdoten von der Mausefalle und den damaligen Schlagzeilen „nur der Klammer schlägt den Sepp aus Hammer“.

Peter Angerer holt Olympiasieg 1984

Olympiasieger Peter Angerer lobte Georg Planer, der ihm als Schüler oft vormittags freigab, wenn nachmittags ein Rennen anstand. Aus seiner aktiven Zeit blieb ihm in Erinnerung, dass das olympische Dorf 1980 in Lake Placid ein neu gebautes Gefängnis war, in dem alle Sportler untergebracht wurden. Angerer machte den Biathlonsport mit seinem Olympiasieg 1984 in Deutschland populär und durfte 1988 in Calgary zum Einmarsch die Deutsche Fahne tragen. Sportlich ist er als Radfahrer oder Skitourengeher unterwegs.

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Biathlonolympiasiegerin Martina Seidl ließ wissen, dass ihr großes Vorbild Peter Angerer war. „Ich habe sein Bild über meinem Bett aufgehängt und mein erstes Biathlongewehr war das vom Peter. Mir hätte nichts Besseres passieren können“. Erfreut blickte sie auf ihre Erfolge zurück mit dem „Martina Zellner Fanclub“ als ersten im Weltcup. Vor zwei Jahren wurde sie Trainerin des Jahres. Thomas Dufter war Spezialspringer und nahm viermal an der Vierschanzentournee teil, eher er ins Kombiniererlager wechselte und zweimal an Olympischen Spielen teilnahm. Zudem gewann er mit der Staffel 1993 die Bronzemedaille in Falun.

Vorsitzender Kurz ehrte Hans und Gerlinde Gimpl anlässlich ihrer 70-jährigen Mitgliederschaft beim SC Hammer. Romy Groß-Angerer überbrachte als Vizepräsidentin die Grüße des Bayerischen Skiverbandes.

MG

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