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Stiftungsvorständen im Interview

Sawallisch-Stiftung Grassau: „Hoffen sehr, dass es nun bergauf geht“

Robert Höpfner, einer der beiden Stiftungsvorstände, im Kammermusiksaal der Villa Sawallisch neben dem Flügel des Stiftunggebers Wolfgang Sawallisch.
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Robert Höpfner, einer der beiden Stiftungsvorstände, im Kammermusiksaal der Villa Sawallisch neben dem Flügel des Stiftunggebers Wolfgang Sawallisch.
  • VonChristiane Giesen
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Grassau – Wie alle Kultureinrichtungen kämpfte auch die Wolfgang-Sawallisch-Musikakademie auf dem „Grünen Hügel“ in Grassau, um einigermaßen gut aus den wiederholten Lockdowns herauszukommen. Die neuerlichen Lockerungen für Kulturveranstaltungen sind ein gutes Signal. Wie sieht die Zukunft und besonders das Jahr 2022 in der Sawallisch-Villa aus? Darüber sprachen die OVB Heimatzeitungen mit den beiden Vorständen der Sawallisch-Stiftung, Robert Höpfner und Paul Bischof.

Nach fast sieben Monaten Zwangspause konnte endlich Mitte Juni 2021 unter Auflagen der Konzertbetrieb wieder aufgenommen werden. Durch die Corona bedingten Absagen war ein Nachholbedarf entstanden, der jedoch kontinuierlich abgebaut werden konnte. In 2021 wurden insgesamt 26 Veranstaltungen, hochkarätige Grassauer Klassikkonzerte und Abschlusskonzerte von Meisterkursen durchgeführt.

Wie hat dieses Jahr gestartet und wie sehen Sie in die Zukunft?

Robert Höpfner: Am Samstag haben wir das dritte Konzert im Januar, das wir wegen der bisher auf 25 Prozent beschränkten Zuhörerzahlen jeweils doppelt spielen. Gottseidank können wir ab morgen die Plätze wenigstens zu 50 Prozent belegen, denn das Publikum ist geradezu ausgehungert nach kulturellen Veranstaltungen, so dass beide Konzerte schon fast wieder ausgebucht sind. Auch die Musiker sind sehr froh, endlich wieder vor Publikum spielen zu können, so dass alle gerne das zweite Mal auch ohne Gage spielen.

Worauf liegt der Fokus im Jahr 2022?

Höpfner: Da sind auf der einen Seite die sehr beliebten Klassikkonzerte mit international bekannten Interpreten, und auf der anderen Seite die Meisterkurse, zu denen sich Studenten von überallher etwa eine Woche lang im Gästehaus der Villa aufhalten und intensive Fortbildungskurse bei einer Koryphäe im jeweiligen Fach erhalten.

Paul Bischof: Heuer haben wir insgesamt 40 Meisterkurse, allerdings voraussichtlich nur mit Studenten aus Deutschland. Vor Corona nahmen auch viele Studenten aus Asien teil, die aber wegen der Pandemie und den jeweils geltenden Quarantäneauflagen derzeit nicht mehr kommen können. Wir sind aber optimistisch, dass wir die Kurse dennoch voll bekommen. Das dürfte eventuell schwieriger als in früheren Jahren werden, aber auf der anderen Seite wird die Wolfgang Sawallisch Musikakademie immer bekannter, und ihr Ruf ist bereits jetzt international sehr gut.

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Sie haben zwei Konzertsäle in der Villa, den Kammermusiksaal und den großen Konzertsaal, in dem vormals das Schwimmbad der Sawallischs untergebracht war. Wie viele Zuhörer können jeweils hinein?

Höfpner : In den familiären Kammermusiksaal passen ohne Beschränkung etwa 80 Personen, in den großen Saal etwa 100. Bei größeren Veranstaltungen sind wir den Gemeinden sehr dankbar, dass wir den Heftersaal in Grassau benutzen dürfen oder das Alte Bad in Unterwössen. Auf dem Gelände der Sawallisch Villa können bei entsprechendem Wetter manchmal ja auch Veranstaltungen im Freien stattfinden, was allerdings immer schwierig zu planen ist.

Wie sieht es finanziell bei der Stiftung aus? Sie hatten durch die vielen Ausfälle wohl auch große finanzielle Einbußen.

Höpfner: Die Meisterkurse sind unser finanzielles Rückgrat. Außerdem haben wir eine ganze Reihe sehr treuer Abonnenten und Spender für den Stiftungszweck, nämlich der Förderung von jungen hochbegabten Schülern. Durch die Spenden werden vorrangig zusätzliche Musikstunden finanziert, die die Eltern selbst nicht tragen können.

Schreibt die Stiftung inzwischen schwarze Zahlen?

Höpfner: Durch die Pandemie leider nein. Aber wir sind leidlich gut durch das Jahr 2021 gekommen. Wir hoffen sehr, dass wir noch die beantragte Überbrückungshilfe vom Staat bekommen. In 2022 kann es finanziell eigentlich nur bergauf gehen, so dass wir sehr hoffen, Ende des Jahres endlich „im schwarzen Bereich“ zu sein.

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