Sauberer Sonnenstrom für Bernaus Wasserpumpe

Sauberer Sonnenstrom für Bernaus Wasserpumpe ist das Ziel, das die Gemeinde ab sofort mit Leonhard Hinterholzer von Chiemsee Solar mit einer Sonnenstromanlage auf der Trinkwasserpumpe Kreuzfeld umsetzt.

Bernau –Bernaus Klimaschutzmanager David Schmidtner hatte das Projekt angestoßen, „da die Pumpe viel Strom verbraucht, in Kombination mit eigener lokaler Stromerzeugung aber einen hohen Anteil an direkt nutzbarem Sonnenstrom ermöglicht.“ Dies sei sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll.

Der Solarstrom der gemeindeeigenen Photovoltaikanlage wird zu über 90 Prozent direkt in der Pumpe genutzt. So spart die Gemeinde diesen Anteil an teurem Netzbezugsstrom ein. Der übrige Sonnenstrom wird laut Schmidtner für eine 20 Jahre festgelegte Vergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Kleiner Gewinn, große Wirkung

15 000 Euro hat die Anlage gekostet. Schmidtner konnte für die Gemeinde zudem einen Zuschuss für zukunftsweisende Energielösungen aus dem Klimafond der ESB-Energie Südbayern in Höhe von 1000 Euro erfolgreich beantragen. „Jede vor Ort erzeugte saubere Kilowattstunde Energie trägt sowohl zur regionalen Wertschöpfung als auch zu unserer Generationenverantwortung Klimaschutz bei. Hier kommen sauberer Strom und sauberes Trinkwasser zusammen“, so Alt-Bürgermeister Philipp Bernhofer, in dessen Amtszeit die Installation der Anlage noch fiel. Die Anlage mit zehn kWp (Kilowattpeak) Leistung wird um die 10 000 Kilowatt pro Stunde Sonnenstrom produzieren.

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„Aus Einsparung und EEG-Vergütung rechnen wir mit einem Ertrag von rund 1300 Euro pro Jahr“, erläutert Schmidtner. Nach Abzug aller Kosten bleibe ein jährlicher Netto-Gewinn von knapp 380 Euro übrig. Eine kleine Summe – aus der nicht-monetären Perspektive betrachtet, kann die Gemeinde auf diese Weise aber rund fünf Tonnen klimaschädliches CO2 pro Jahr einsparen. Gleichzeitig zahle sich laut Gemeinde die Anlage durch Stromkosten-Einsparung und Überschusseinspeisung selbst ab. Man rechnet hier mit einem Zeitraum von elf Jahren. „Laufzeit der Anlage ist bis 2040. Technisch kann Sie aber weit länger laufen, es gibt funktionsfähige PV-Anlagen, die teils knapp 40 Jahre alt sind“, so Schmidtner.

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