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Programm erscheint im März 2023

Salz wird ein großes Thema: „Chiemgauer Kulturtage“ erleben einen Neustart

Das Holzknechtmuseum Ruhpolding bildet einen Schwerpunkt beim Internationalen Museumstag.
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Das Holzknechtmuseum Ruhpolding bildet einen Schwerpunkt beim Internationalen Museumstag.
  • VonMonika Kretzmer-Diepold
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Die „Chiemgauer Kulturtage“, 2013/2014 gegründet als landkreisweites Festival und bis 2019 beliebte Veranstaltungsreihe, erleben nach der Corona-Pause einen Neustart.

Traunstein/Südostbayern – Im Ausschuss für Kultur und Heimatpflege präsentierte Dr. Birgit Löffler, Sachgebietsleiterin im Landratsamt, das neue Konzept. So stehen die Kulturtage künftig unter bestimmten Themen.

Die Laufzeit wird entzerrt. Bislang konzentrierte sich alles auf den Monat Juli – mit bis zu 50 Veranstaltungen binnen vier Wochen. Außerdem werden „Akzente“ gesetzt. In den nächsten zwei Jahren wird das Thema „Salz“ alle Angebote überspannen.

Neues Logo zum Start

Salz ist nach Worten der Referentin ein „großes Thema“ und wird zwei Jahre lang die „Chiemgauer Kulturtage“ bestimmen. Der Anfang wurde Ende Juni 2022 gesetzt mit einem ersten Treffen aller Interessierten und einem zweiten Arbeitsgespräch Ende September 2022. In Kürze sollen Projektverträge und eine Materialsammlung stehen. Das Veranstaltungsprogramm, das sich von März bis Dezember 2023 erstreckt, wird im März 2023 erscheinen. Parallel laufen bereits die Vorbereitungen für 2024. Ein neues Logo für 2023 und 2024 spiegelt den Neubeginn wieder und ist grafisch – wie das Logo des Chiemgau-Tourismus – an die Dachmarke „Chiemgau“ angelehnt.

Die Kulturfachfrau informierte den Ausschuss mit Landrat Siegfried Walch an der Spitze über den ersten Termin am 26. März 2023 - ein Konzert in der Klosterkirche in Traunstein mit alten Liedern der Schifferleute und einer Neukomposition mit Bezug auf die alten Weisen. Der Hintergrund: Die Salzschifffahrt war ein bedeutendes Element der Salzgeschichte in der Region. Die „neuen“ Kulturtage sind vielen Aspekten gewidmet. Dazu Dr. Löffler: „Wir haben die technischen Relikte der Salzhistorie.“ Es werde vielerorts Führungen, auch für Kinder, geben.

Der Kunstverein Traunstein werde mit „Die Farbe von Salz“ auf das Thema ebenso eingehen wie die VHS mit Kochkursen, Museen in Workshops und eine Fotoausstellung mit abstrakt wirkenden Luftbildern über die Salzgewinnung. Theater- und Puppentheatervorstellungen sowie Abende zur Salzgeschichte mit Erzählerinnen seien vorgesehen. Die Veranstaltungen indoor wie outdoor, etwa mit Wander- und Radtouren, erstreckten sich zudem auf verschiedene Salzorte.Dazu zähle Ruhpolding mit dem Holzknechtmuseum, sei Holz doch wichtig gewesen für die Salzgewinnung. Das Museum bilde einen Schwerpunkt für den Internationalen Museumstag am 2. Mai 2023. Im Jahr 2024 wolle man mit den Kulturtagen noch weiter in den Landkreis hinausgehen. Jede Veranstaltung bekommt nach Dr. Löffler im Programmheft eine eigene Seite.

In der Aussprache hob der Landrat heraus, Kultur sei „Ausdruck unserer Entwicklung: Die ganze Region ist geprägt von der Salzgeschichte.“

Beispiel sei Holz für das Sieden der Sole, dadurch notwendige Rodungen mit der Folge von neuen Siedlungsflächen. Mit Salz zu tun hätten noch lebendige Traditionen wie der „Holzhacker“, ein Tanz der Schuhplattler. „Richtig neugierig“ zeigte sich Marianne Penn, Bündnis 90/Die Grünen. Mit dem Motto „Salz“ werde die breite Bevölkerung angesprochen. Eine gute Idee sei, über den Landkreis hinauszugehen, trug Claus Pichler, SPDplus, bei. Dr. Löffler ergänzte, 2024 würden sich Museen in Rosenheim und Hallein beteiligen.

Aufnahme in Tentativliste

Eine „Alpine Salzregion Südostbayern-Salzburg“ als transnationales serielles Kulturgut wurde letztes Jahr von der UNESCO nicht in die „Tentativliste“, ein weltweites Verzeichnis der Kulturdenkmäler und Schutzgebiete einzelner Staaten, aufgenommen. Dr. Löffler berichtete, man werde sich erneut darum bemühen. Das griff in der Diskussion Vizelandrat Sepp Konhäuser, SPDplus, auf. Dr. Löffler verwies auf zwei große Pluspunkte – transnationale Kulturtage über die Grenze hinweg sowie den „Bezug zur Natur“.

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