Saftige Gebührenerhöhung beim Wasser in Gstadt

Josef Frank  ist nun auch für die Fraueninsel offiziell zuständig.
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Josef Frank ist nun auch für die Fraueninsel offiziell zuständig.

Gemeinderat passt Kosten an den Verbrauch an und bestellt eine technische Führungskraft.

Von Hans Thümmler

Gstadt – Der Gemeinderat Gstadt ernannte in der jüngsten Sitzung einstimmig den Bauhofmitarbeiter und Feuerwehr-Kommandanten Josef Frank aufgrund dessen langjähriger Erfahrung. Die goldenen finanziellen Jahre für die Gemeinde seien allerdings aufgrund des Einbruchs bei der Gewerbesteuer auch bei der Wasserversorgung längst vorbei, so Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG). Die Gemeinde müsse mehr auf ihre Einnahmen achten und ihre Kosten dem tatsächlichen Verbrauch anpassen. So wurde mit Beginn des Jahres die Grundgebühr für den Wasserzähler bis vier Kubikmeter um 15 Prozent von bisher 96 auf 110 Euro angehoben. Die Verbrauchsgebühr steigt um 82 Prozent von 65 Cent auf 1,18 Euro. Das Abwasser, nach dem Wasserverbrauch berechnet, stieg beim Wasserzähler bis vier Kubikmeter ebenfalls um 15 Prozent, von bisher 96 auf 110 Euro. Die Einleitungsgebühr erhöht sich um 25 Prozent von 1,70 Euro auf 2,12 Euro je Kubikmeter.

Gemeinde investierte in die Wassertechnik

Gstadt versorgt auch die gegenüberliegende Fraueninsel mit der Gemeinde Chiemsee mit Trinkwasser. Rund 150 000 Liter Trinkwasser werden täglich verbraucht. Dank der sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen konnte die Gemeinde in den zurückliegenden Jahren die gesamte Wassersversorgungsanlage einschließlich des Wasserhauses mit der neuen EMSR-Netzwerktechnik für die Übergabeschächte modernisieren. Fast 150 000 Euro wurden dafür ausgegeben.

Josef Frank begleitete schon die Modernisierungsmaßnahmen

Josef Frank begleitete die Modernisierungsmaßnahmen die sich auf mehrere Jahre und Abschnitte erstreckten. Bürgermeister Hainz hielt ihn daher für den Posten einer technischen Führungskraft für die Wasserversorgungsanlage bestens geeignet. Frank habe schon vor dem Jahr 2000 neben einer Tätigkeit im Bauhof die Funktion eines gemeindlichen Wasserwartes voll und ganz erfüllt und laufend an Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen. Entsprechend einer Empfehlung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt gebe es für kleinere Wasserversorger wie Gstadt für Wasserwarte, die bereits vor der Neuregelung im Jahr 2000 als solche tätig gewesen waren, Ausnahmen von dieser Neuregelung. Die vorliegende Ausnahmesituation mit Josef Frank sei daher schon vorher mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim abgestimmt worden. Denn als Mindestqualifikation werde immer eine Fachkraft Wasserversorgungstechnik verlangt, so Heinz.

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