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DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim - Warnung ausgeweitet

Starkregen, Sturmböen und Hagel

DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim - Warnung ausgeweitet

Landkreis Rosenheim – Der DWD veröffentlichte am Sonntagabend (26. September) eine amtliche …
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AUSSTELLUNG AM ORIGINAL-SCHAUPLATZ IN DER BAX

Rupprecht und Willi Geiger in Übersee: Die Farbe ist das Thema der Malerei

Drei der berühmten Farbstudien von Willi Geiger.
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Drei der berühmten Farbstudien von Willi Geiger.

Nach fünf Jahren gibt es heuer erstmals wieder eine Sommerausstellung im Künstlerhaus Geiger in der Bax, im Ortsteil Neuwies. Zu sehen sind unter dem Titel „Farbe als Motiv“ Werke von Rupprecht (1908 bis 2009) und seinem Vater Willi Geiger (1878 bis 1971).

Übersee – Urenkelin Julia Geiger ist Organisatorin und hält damit das Andenken der beiden bedeutenden Überseer Maler hoch. Die Fahrt auf kleinen Sträßchen bis zu dem idyllisch inmitten von Wiesen gelegenen Anwesen im Überseer Ortsteil Baumgarten lohnt sich allein schon wegen des fast 500 Jahre alten, im Original weitgehend erhaltenen Bauernhauses und deshalb, weil es immer wieder ein besonderes Erlebnis ist, Bilder an dem Ort anzusehen, an dem sie entstanden sind oder wo die Künstler lange gelebt haben. Willi Geiger erwarb das Bauernhaus mit dem Namen Bax im Jahr 1930.

Meisterschüler von Franz von Stuck

Seit 2004 organisiert Geiger hier alle zwei bis drei Jahre Ausstellungen, um das Andenken an die beiden Maler in der originalen Umgebung zu bewahren. Willi Geiger studierte von 1901 bis 1905 als Meisterschüler von Franz von Stuck an der Akademie der Bildenden Künste in München. Später war er in Italien, Tunesien, Frankreich und Spanien unterwegs und hatte seit 1933 eine Professur für Malerei an der Staatlichen Akademie für Graphik und Buchkunst in Leipzig inne. 1928 wurde er wegen politischer Denunziation fristlos entlassen. Bis nach dem Krieg zog er sich nach München und in die Bax am Chiemsee in die „innere Emigration“ zurück. 1946 wurde Willi Geiger durch eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste in München und zahlreiche Ehrungen rehabilitiert.

Der alte originale Malkasten von Willi Geiger in der alten Stube.

Kriegsmaler in Griechenland

Sohn Rupprecht, einziger Sohn von Willi und Clara Geiger, studierte Architektur, absolvierte eine Maurerlehre und arbeitete in verschiedenen Architekturbüros bis er von 1940 bis 1944 Kriegsdienst an der Ostfront in Polen und Russland leistete. Als Kriegsmaler war Rupprecht Geiger später unter anderem 1944 in Griechenland eingesetzt. Eine Vielzahl an farbenprächtigen Landschaften, Stillleben und Stadtansichten entstand. „Der Süden ist ein einziger Rausch, eine Symphonie der Farben.“, beschrieb der Künstler damals seine Farberfahrung.

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Nach dem Krieg begann seine sehr erfolgreiche malerische Laufbahn, während er bis Mitte der 1960er Jahre mit seiner Frau Monika ein Architekturbüro in München leitete. Schon zu Beginn seiner Karriere erhob Rupprecht Geiger die Farbe und deren Erkundung zum zentralen Anliegen seiner Kunst. Rupprecht wurde 101 Jahre alt und arbeitete bis kurz vor seinem Tod. Berühmt sind seine Bilder mit Leuchtfarben und einfachen geografischen Formen wie Kreis oder Quadrat.

Die Atmosphäre des Südens am Chiemsee auf Leinwand gebannt:

Der Maler Willi Geiger erwarb 1930 die sogenannte Bax, ein damals schon 400 Jahre altes, halb verfallenes Bauernhaus, das er mit seinem Sohn im alten Stil wieder aufbaute. Die Bezeichnung Bax bezieht sich möglicherweise auf einen früheren Hofbesitzer im 19. Jahrhundert, Georg Paxer. In der Bax wohnte die Familie Geiger in den Sommermonaten und während der Nazizeit, nachdem Willi Geigers Lehrauftrag für Malerei und Karriere als Maler vorbei war. Nach seiner Rehabilitierung 1946 wird das Haus von der Familie bis heute als Ferienhaus genutzt. Die Reisen in den Süden prägten nicht nur den Vater bis ins hohe Alter, sondern auch den Sohn und gaben immer wieder Inspirationen für neue Bilder. Dabei wirken Willis Bilder – im Gegensatz zu den leuchtenden Farben des Sohnes – immer dunkler, weniger strahlend.

Öffnungszeiten:

Die Ausstellung im Künstlerhaus Geiger, Neuwies 11, ist bis Sonntag, 12. September, Tag des Offenen Denkmals, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Am Sonntag gibt es regelmäßig Veranstaltungen, bei denen Florian Geiger, Sohn von Rupprecht, Architekt und Künstler, über seinen Vater und Großvater sowie die Geschichte des Hauses erzählt.

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