Ruhpolding stellt Nachbarschaftshilfe „Bürger helfen Bürgern“ vor

Mit gebührender Wertschätzung wurden (von links) Hermann Feil und Hans Holzner von Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer für ihr kommunales Engagement geehrt und zugleich verabschiedet.
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Mit gebührender Wertschätzung wurden (von links) Hermann Feil und Hans Holzner von Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer für ihr kommunales Engagement geehrt und zugleich verabschiedet.

Ruhpolding – Nach Beendigung ihres ehrenamtlichen Einsatzes konnte Bürgermeister Justus Pfeifer zwei Männern im Namen der gesamten Gemeinde seinen Dank aussprechen: Hermann Feil und Hans Holzner.

Mit coronabedingter Verspätung wurden nun beide Ehrenamtlichen während der jüngsten Ruhpoldinger Gemeinderatssitzung im Pressezentrum der Chiemgau-Arena offiziell verabschiedet. Hermann Feil saß 18 Jahre lang im Ruhpoldinger Gemeindeparlament, die meiste Zeit für die CSU, die er auch als Fraktionssprecher vertrat und für die er 2014 als Bürgermeisterkandidat in den Wahlkampf zog. Vor seinem Rückzug aus der Kommunalpolitik repräsentierte er seine Heimatgemeinde als Dritter Bürgermeister. Pfeifer meinte dazu, die kompetenten Sachexpertisen und die große Erfahrung Hermann Feils werden nicht nur im Rat, sondern auch in den Sachausschüssen fehlen.

Ebenfalls verabschiedet wurde der bisherige Seniorenbeauftragte Hans Holzner, der dieses Amt seit 2014 ausübte. Wichtig waren dem ehemaligen Berufsschullehrer und Schulleiter die jährlichen Treffen mit allen sozialen Einrichtungen, Kirchen und Vereinen, um die unterschiedlichen Aufgaben koordinieren zu können.

Diese Zielsetzung hat sich auch die neu formierte ehrenamtliche Initiative „Bürger helfen Bürger“ vorgenommen, eine Art Nachbarschaftshilfe und Alltagsunterstützung, die Beratung und Organisation von sozialen Kontakten gleichermaßen über freiwillige Helfer auf die Beine stellen will. Deren Sprecherin Nathalie Eisele-May, die neue Vorsitzende des VdK-Ortsverbands, stellte den Ratsmitgliedern die wichtigsten Eckpunkte vor, mit der die Initiative zukünftig unterstützend tätig sein möchte. Wie die Sprecherin eingangs betonte, soll durch das geplante Konzept keine Konkurrenz zu vorhandenen Einrichtungen entstehen, vielmehr gehe es darum, die Angebote stärker zu vernetzen und individueller abzustimmen. Gerade auf diesem Sektor bestehe bei den Betroffenen große Unsicherheit und Unwissenheit, wo oder an wen man sich im Einzelfall wenden könne, so Eisele-May.

Gemeinde und Caritas, aber auch private Sponsoren haben bereits ihre Unterstützung für das Vorhaben signalisiert. Die Gemeinde Ruhpolding stellt eigens dafür einen Raum im Bahnhofsgebäude zur Verfügung, der als Bürgerbüro genutzt werden kann. Vorerst sind zwei Termine pro Woche als feste Anlaufstelle geplant. Fördermittel erhofft man sich zusätzlich vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. slu

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