Ruhpolding: Kommt Wildtierfütterung zurück?

Rehkitze werden in den nächsten Wochen auch im Staatsforst Ruhpolding zur Welt kommen. Die Bestände sind stark gestiegen. dpa

Der Bestand der Wildtiere in den Bayerischen Staatsforsten bei Ruhpolding hat sich gut entwickelt. „Den Wildtieren ist es sehr gut ergangen, weil der Winter ausgesprochen mild war“, sagt Forstbetriebsleiter Paul Höglmüller. Im vergangenen Halbjahr seien auch nur wenige Tiere gestorben.

Ruhpolding – „Der Zustand der Tiere ist generell gut“, erklärt Höglmüller. Bei derart mildem Wetter mit wenig Schneefall gebe es im Wald eigentlich keine Futterknappheit.

Dennoch wird das Rotwild in Ruhpolding gefüttert und das schon seit mehr als 20 Jahren. Höglmüller steuert und koordiniert den Einsatz von sieben Berufsjäger, die zehn Futterstellen versorgen müssen. Damit seien sie mehrere Stunden am Tag beschäftigt

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. „Wir bieten aber auch nur so viel Futter an, wie die Tierre aufnehmen.“ Die Rehe im Wald scheinen dagegen allein klar zu kommen: „Rehe werden überhaupt nicht gefüttert, die Bestände sind aber trotzdem gestiegen“, freut sich Höglmüller. Seit 2005 gibt es in Ruhpolding keine öffentliche Fütterung mehr. „Wir überlegen, ob wir das vielleicht wieder reaktivieren können“, erklärt Höglmüller auf Nachfrage unserer Zeitung. Mehr als eine Überlegung sei das bislang aber nicht. Am Spitzingsee im Nachbarkreis Schliersee werde so eine Schaufütterung im Winter angeboten. 

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