Ruhpolding: Kaniber überreicht 670000 Euro für das Holzknechtmuseum

Michaela Kaniber (links) übergibt Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer, Vorsitzender des Zweckverbandes Holzknechtmuseum, und der Leiterin des Museums, Dr. Ingeborg Schmid, den offiziellen Förderbescheid.
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Michaela Kaniber (links) übergibt Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer, Vorsitzender des Zweckverbandes Holzknechtmuseum, und der Leiterin des Museums, Dr. Ingeborg Schmid, den offiziellen Förderbescheid.

Mit einer guten Nachricht kam Staatsministerin Michaela Kaniber nach Ruhpolding: Das Holzknechtmuseums erhält eine Förderung in Höhe von 670000 Euro, um die Ausstellung neu zu gestalten. .

Von Christiane Giesen

Ruhpolding – Nicht nur die Sonne lachte, sondern auch Staatsministerin Michaela Kaniber, Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer, der zugleich erster Vorsitzender des Holzknechtmuseums ist. Anlass für die Freude war die offizielle Übergabe des Förderbescheids für die Erneuerung des Holzknechtmuseums in Höhe von rund 670 000 Euro am Mittwoch, 9. September. .

Staatsministerin Kaniber übergab den Scheck auf dem Gelände des Museums an Bürgermeister Justus Pfeifer und die Leiterin des Museums, Dr. Ingeborg Schmid. Ein Großteil der Förderung stammt aus dem EU-Programm LEADER, außerdem erhält das Museum einen direkten Zuschuss in Höhe von 250 000 Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Bergwald ist heute wichtiger denn je

In ihrer Ansprache erklärte die Ministerin, das Museum sei bayernweit einzigartig und erzähle nunmehr seit 32 Jahren die über 400-jährige Geschichte der Forstwirtschaft. Als in Ruhpolding die Saline in Betrieb genommen wurde, hätten die Holzknechte in mühsamer und gefährlicher Handarbeit im Bergwald bis 1912 für deren Versorgung mit Holz gesorgt.

Bergwald elementar wichtig

Künftig werde nun auch der Weg zur heutigen, nachhaltigen Forstwirtschaft in einer interaktiven Ausstellung gezeigt werden. „Gerade in Zeiten des Klimawandels wird der Bergwald wichtiger denn je“, sagte Kaniber. Der Wald spende sauberes Trinkwasser, liefere Luft zum Atmen und den elementaren Rohstoff Holz. Auch für den Tourismus sei der Wald zunehmend von wichtiger Bedeutung, so Kaniber. Daher freue es sie besonders, dass ihr Ministerium die rund eine Million Euro teure Umgestaltung des Holzknechtmuseums finanziell unterstützen könne. Für den Zweckverband reduziere sich nun das finanzielle Defizit und die Neugestaltung werde Wirklichkeit.

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Kaniber lobte aber nicht nur die heutigen Betreiber des Museums, sondern erinnerte auch an die Initiatoren des Holzknechtmuseums wie den verstorbenen Leiter der damaligen Waldarbeitsschule, Josef Demleitner, den verstorbenen Altlandrat Leonhard Schmucker und den ehrenamtlichen Architekten und Planer des Museums, Anton Zeller.

Borkenkäfer und Tourismus

Bürgermeister Justus Pfeifer betonte, dass die Forstwirtschaft auch heute wieder mit neuen Herausforderungen fertig werden müsse, zum Beispiel dem Borkenkäfer aber auch dem zunehmenden Tourismus, den man glücklicherweise in dieser Region noch gut integrieren könne.. Das Museum werde die Entwicklung des Waldes über die Jahrhunderte hinweg darstellen, sodass dieses Wissen auch die kommenden Generationen nicht verloren gehe. All das sei nur durch die Unterstützung vieler Menschen, aber auch durch die finanziellen Fördermittel möglich.

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Ihren herzlichen Dank für die großzügige Zuwendung drückte auch die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber als politische Vertreterin des Landkreises aus. Die Holzknechte hätten die Lebensgrundlagen für unseren heutigen Wohlstand geschaffen.

Symbol der Zusammenarbeit von Gemeinde und Forst

Der Leiter des Forstbetriebs Ruhpolding, Paul Höglmüller, der auch Vorsitzender des Fördervereins Holzknechtmuseums ist, betonte, dass das Haus ein Alleinstellungsmerkmal unter den Museen in Bayern und sogar in ganz Deutschland habe. Nirgendwo habe er in seiner über 30-jährigen Berufserfahrung eine vergleichbar enge Beziehung zwischen Förstern und Holzknechten „auf Augenhöhe“ erlebt, ebenso zwischen politischer Gemeinde und Forst.

Symbol für gute Zusammenarbeit

„Das Museum war von Beginn an ein Symbol für dieses besondere Verhältnis,“ sagte Höglmüller. Es sei nicht nur von allen gemeinsam konzipiert und gestaltet, sondern jahrelang traditionell vom Ruhpoldinger Forstmeister geleitet worden.

„Das Besondere an diesem Museum ist, dass es von so vielen getragen wird“, sagte auch Dr. Ingeborg Schmid. Von vielen Ruhpoldingern, in deren Familien über die Jahrhunderte hinweg viele von der Waldwirtschaft lebten, werde es als „unser Museum“ wahrgenommen. So solle es auch bleiben.

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