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Realschulleiter Karl Poppenwimmer geht mit 66 in den Ruhestand

Ruhebank zum Abschied

Marquartstein - "Mit 66 Jahren - da fängt das Leben an..." sang und spielte eine Schülergruppe in der Aula der Achental- Realschule, wo Schulleiter Karl Poppenwimmer mit einem schönen Fest feierlich in den Ruhestand verabschiedet wurde. Er war neuneinhalb Jahre Rektor der Schule und hatte ein Jahr länger gearbeitet als vorgeschrieben. Gekommen waren viele Vertreter aus Politik, den Kirchen und Schulen, darunter auch der frühere Schulleiter Winfried Decker.

"Die "Ära Poppenwimmer im Achental" geht zu Ende sagte der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser und dankte dem scheidenden Schulleiter für dessen Engagement in all den Jahren, in denen die Schülerzahlen von 462 im Jahr 2002 auf derzeit 680 Schüler gestiegen waren. Seit dieser Zeit habe der Landkreis als Sachaufwandsträger für insgesamt 14 Schulen, davon vier Realschulen, 60 Millionen Euro im Landkreis investiert, bis 2014 würden es 100 Millionen werden, so Konhäuser. Allein der Erweiterungsbau der Achental-Realschule, für den sich Poppenwimmer nachhaltig eingesetzt hatte, kostete 1,5 Millionen Euro. Konhäuser übermittelte auch den Dank von Landrat Hermann Steinmaßl, der sich schon auf dem Weg nach Rom zur Verleihung des Papst-Ehrenrings befand.

"Wer in Schulhäuser investiert, investiert in die Zukunft der Kinder und damit der ganzen Gesellschaft", lobte Ministerialbeauftragter Peter Peltzer. "Auch in stürmischen Zeiten" habe sich Poppenwimmer "beispielhaft für die Realschule eingesetzt" und sei in allen Belangen "ein sehr rühriger, sorgender Schulleiter" gewesen, betonte Peltzer. Er bewunderte Poppenwimmers Weitblick schon zu Beginn seiner Amtszeit in Bauangelegenheiten, dass zum Beispiel über die Aula ein Sonnensegel installiert wurde, der Anbau fertiggestellt und bald der Küchenneubau und ein neuer Physiksaal hinzu kommen würden. Peltzer überreichte ihm die Urkunde des Freistaats Bayern und verabschiedete ihn damit offiziell in den wohlverdienten Ruhe-stand.

Für die stets "konstruktive und zwanglose Zusammenarbeit" mit dem Elternbeirat sprach der Vorsitzende des Elternbeirats Michael Elgass dem scheidenden Schulleiter höchste Anerkennung aus und schenkte vom Elternbeirat einen Gutschein zu einem Tag an der Alpen-Segelflugschule in Unterwössen, um ihm nochmal einen "Überblick über die Region seines Wirkens zu verschaffen".

"Servus und Vergelt`s Gott" sagte auch Bergens Bürgermeister Bernd Gietl als Vorsitzender des Fördervereins "Schule und Skisport". Ab der ersten Minute als Schulleiter habe Poppen-wimmer der Idee des Vereins, Schule, als wichtigste Grundlage für die Jugend, und den Leistungssport unter einen Hut zu bringen, tatkräftig unterstützt. "Wir sind eine Region von Weltmeis-tern und Olympiasiegern", so Gietl, und das komme nicht von ungefähr. Zum Abschied und für den Einzug ins neue Haus, das Poppenwimmer in seinem Heimatort Unterammergau derzeit baut, überreichte er ihm eine große Schale mit Brot und Salz.

Wie beliebt der Schulleiter bei seinen Kollegen gewesen war, zeigte die humor- und phantasievolle Abschiedsrede des Personalrats, vertreten durch Karin Hohlweger und Helga Braun. Sie gaben dem Scheidenden viele Geschenke mit auf den Weg, darunter ein hölzernes "Ruhebankerl", einen jungen Baum und auch ein kleinen Hammer, den Frau Hohlweger zum Vergnügen der vielen Gäste mehrmals drehte, damit es ein "Wendehammer" wurde.

Poppenwimmer versicherte in seinem kurzen Rückblick, "ich werde den wunderschönen Chiemgau und "meine" Achental-Realschule vermissen".

Schon vor dem offiziellen Teil des Abschieds hatten alle Schüler in der Turnhalle ihren Rektor mit vielen musikalischen, künstlerischen und sportlichen Einlagen verabschiedet. Auch der mit einem Lied des Lehrerchors endende Festakt wurde musikalisch von einigen Schülern und Kollegen abwechslungsreich gestaltet. gi

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