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„Dicht und ergreifend“ tritt 2023 nicht in Übersee auf

„Ausgesprochen schlampert“: Gemeinderat Übersee stoppt Pläne für neue Konzertreihe

Kein Auftritt in Übersee im kommenden Jahr: (von links) die Rapper von „Dicht und ergreifend“ mit Mike Huber, Fabian Frischmann und ihrem DJ Markus Hinkelmann waren für ein Festival geplant, welches der Gemeinderat nun abgelehnt hat.
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Kein Auftritt in Übersee im kommenden Jahr: (von links) die Rapper von „Dicht und ergreifend“ mit Mike Huber, Fabian Frischmann und ihrem DJ Markus Hinkelmann waren für ein Festival geplant, welches der Gemeinderat nun abgelehnt hat.
  • VonBärbel vom Dorp
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Im Sommer kommenden Jahres hatte die Gesellschaft „Aloha Promotions“ eigentlich eine Konzertreihe auf dem Überseer Festivalgelände geplant. An drei Tagen sollten mehrere Bands die Besucher erfreuen. Doch nun zeigte der Gemeinderat dem Veranstalter die Rote Karte.

Übersee – Eine Veranstaltung, drei Bands: Mit bis zu 3500 Besuchern hatte die Agentur „Aloha Promotions“ an vom 25. bis 27. August täglich auf dem rund 1800 Quadratmeter großen Festivalgelände gerechnet. Der Veranstalter hatte in seinem Antrag ein „abwechslungsreiches Programm angekündigt“.

Am Freitag, 25. August, sollte von 16 bis 22.30 Uhr die deutsche Hip-Hop-Band „Dicht und ergreifend“ mit Texten in bayerischer Mundart spielen. Für Samstag, 26. August, war von 19 bis 22.30 Uhr der Auftritt von „Stahlzeit“, einer Rammstein-Tributeband, geplant. Für Sonntag, 27. August, standen von 19 bis 22.30 Uhr mit der Band „Auf a Wort“ alte und aktuelle Austropop-Größen auf dem Programm.

„Schlampertes Konzept“

Nach einer längeren Diskussion über zahlreiche Kritikpunkte hat der Gemeinderat den Antrag einstimmig abgelehnt. Grundsätzlich bemängelten die meisten Gemeinderäte die Veranstaltungsfläche von 1800 Quadratmetern. Für die rund 3500 erwarteten Besucher täglich „viel zu klein“, wie es hieß.

Als „ausgesprochen schlampert“ bezeichneten die Gemeinderäte Paul Stephl (FBL) und Anton Stefanutti (Grüne) zudem den Antrag. In diesem fehle unter anderem ein schlüssiges Verkehrskonzept für die Zufahrtsmöglichkeiten, sichere Wege für Besucher, die zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Ebenso vermissten beide Gemeinderäte einen Vorschlag, wie mit jenen Festivalbesuchern verfahren werden sollte, die sich anschickten, rund um das Gelände wild zu campen.

Veranstaltungsfläche zu klein

Aber auch das Brandschutzkonzept geriet in die Kritik. Vor allem mit dem Blick auf die Pyrotechnik der Rammstein-Tributeband „Stahlzeit“, bei der mit offenen Feuer gearbeitet wird. Und das trotz der nahen Gästehütte, die komplett aus Holz ist. Auch Gastronomiebetriebe und Rettungswege seien in dem Konzept nicht enthalten. Dafür sei die Veranstaltungsfläche laut Birgit Gnadl und Stefan Haneberg (beide GfÜ) im Übrigen viel zu klein.

Laut Stellungnahme der Polizei fehlten darüber hinaus auch Angaben über die Anwesenheit und Erreichbarkeit des Veranstalters, eine Verkehrsregelung mit Verkehrskonzept, Ordnungsdienste die Dokumentation, dass man sich, wegen der Pytotechnik, von der Feuerwehr habe beraten lassen.

Weiterer Antrag in Vorbereitung

Nicht erwähnt wurden in dem Antrag laut Stellungnahme der Verwaltung außerdem eventuelle Absprachen mit den Nachbarn während des Festivals und mögliche Auflagen der Sicherheitsbehörden und Fachstellen für die Höchstbesucherzahlen. Nicht geklärt ist zudem die Jahresplanung für 2023. Laut einer früheren Entscheidung des Gemeinderates ist nur eine Großveranstaltung pro Jahr auf dem Festivalgelände zulässig. Wie zu hören war, sei ein zweiter Antrag auf eine Veranstaltung vom 26. bis 28. Mai 2023 in Vorbereitung.

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