Rohrbruch mit Folgen

Hiobsbotschaft in Gstadt: Bürgermeister Bernhard Hainz unterrichtete den Gemeinderat von einem Rohrbruch in der Hauptwasserleitung zwischen der Wald- und Loibertinger Straße in Gstadt. Zu rechnen sei mit Kosten von rund 100 000 Euro für eine Erneuerung. Die Arbeiten sollen laut Hainz sobald wie möglich vorgenommen werden.

Gstadt - Wasserwart Sepp Frank erläuterte dem Gremium die Probleme mit dieser 50 Jahre alten Kunststoffleitung. Die früher üblichen Klebemuffen erweisen sich seinen Angaben zufolge zunehmend als Schwachstelle, da sie aufplatzen können. Zudem sei die Leitung auf einem Teilstück durch Geländeauffüllungen bis zu drei Meter überdeckt. Aus diesem Grund sei es sehr schwierig, die einzelnen Bruchstellen in einem angemessenen Aufwand zu orten. Es müsse die gesamte Leitung erneuert werden.

Frank wies auch darauf hin, dass die Leitung Bestandteil der Hauptverbindung zum Hochbehälter in Rimsting sei. Der Bereich mit dem gebrochenen Teilstück sei zwar jetzt mit einem sogenannten Schieber abgesperrt, durch die Umleitungen mit wesentlich kleineren Rohrquerschnitten steige aber der Pumpendruck über neun Bar an. Dadurch wiederum sinke die Stundenleistung erheblich, die übrigen Rohre im Leitungsnetz würden stark beansprucht. Weitere Schäden seien zu befürchten, erklärte Frank.

Der Wasserwart schlug vor, in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Bichler und Klingenmaier in Bernau einen Austausch der Leitung auszuarbeiten. Eingebaut werden müssen laut Frank allein drei neue Hauptabsperrschieber, die einen besonders hohen Kostaufwand verursachen.

Grünes Licht für Bauvorhaben

Der Gemeinderat war dafür, die Erneuerung der Hauptleitung zwischen Wald- und Loibertinger Straße einschließlich der erforderlichen Absperrschieber sobald wie möglich auszuschreiben und dann die Vergabe vorzunehmen. Im Sanierungsbereich sei außerdem ein Leerrohr für eine eventuelle Verwendung für die Breitbandinfrastruktur mit zu verlegen.

Gebilligt hat das Gremium einen Antrag auf Vorbescheid für ein Bauvorhaben in Aiglsbuch im Außenbereich. Der Bauwerber will dort einen Stadel abreißen und ein landwirtschaftliches Gebäude für die Unterbringung großer Maschinen und Geräte neu bauen. Ebenso plant er die Errichtung eines Holzheizungsgebäudes.

Bürgermeister Hainz informierte, dass auf dem Anwesen bis heute eine landwirtschaftliche Nutzung ebenso bestehe wie ein gewerblicher, forstwirtschaftlicher Betrieb. Außerdem sei eine CO2-neutrale Holzheizung vorgesehen. Das Gremium stimmte zu, regte aber an, die Heizanlage in das große Maschinengebäude einzugliedern. th

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