Robert Höpfner und Rudi Klingler verabschiedet

Mit großem Abstand, aber nicht weniger herzlich verabschiedet: (von links) Rudi Klingler, Senioren- und Behindertenbeauftragter, Robert Höpfner, Kulturbeauftragter, und Bürgermeister Rudi Jantke. Bauer

Grassau – Rudi Klingler, der Senioren- und Behindertenbeauftragte, sowie Robert Höpfner, der Kulturbeauftragte, wurden in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung verabschiedet.

Beide legten auf eigenen Wunsch ihr Ehrenamt nieder. Mit einem Geschenkkorb, jedoch ohne Feier aufgrund der Corona-Pandemie, wurden sie aus ihren Ehrenämtern entlassen.

Bürgermeister Rudi Jantke hob zunächst das Engagement von Rudi Klingler hervor. Im Dezember 2012 habe Klingler dieses Ehrenamt von Angelika Drost übernommen. Besonders gut sei die Zusammenarbeit von Klingler mit der Familienstelle gewesen. Viele Ausflüge, meist mit der Bahn, in die nächsten Städte und Ausflugsziele, organisierte Klingler für die Senioren. Anerkennung zollte Jantke dem scheidenden Beauftragten für die Organisation von Senioren-Computerkursen. Diese Kurse waren stets beliebt und sehr gefragt. Jantke verwies zudem auf die Aufgabe von Klingler, Baupläne hinsichtlich der Bedürfnisse von Senioren und Behinderten zu überprüfen und eine Stellungnahme abzugeben. Auch hier habe sich der pensionierte Gymnasiallehrer hervorgetan. Klingler wiederum dankte Gemeinde, Verwaltung und vor allem auch den Damen in der Familienstelle für die Zusammenarbeit. „Ich habe es gerne gemacht“, betonte er.

Auch Kulturbeauftragter Robert Höpfner legte sein Amt aus Zeitgründen nieder. Er folgte vor zwei Jahren Fritz Seibold in diesem Amt. Seinen Rücktritt erklärte Höpfner mit dem vor zwei Jahren gleichzeitig angenommenen Amt als Vorstand der Sawallisch-Stiftung. Er und sein Kollege Paul Bischof hatten damals die Stiftung in einem sehr prekären Zustand übernommen. Stiftungs- und Konzertbetrieb am Laufen zu halten und das Anwesen der Stiftung zu ertüchtigen, werde ihn in den nächsten Jahren noch viel Zeit und Kraft abverlangen, erklärte er. Allein mit diesem Ehrenamt sei er voll ausgelastet und könne das Amt des Kulturbeauftragten nicht so ausfüllen, wie es die Bedeutung des Amtes verlange. Er werde dennoch weiter an der Durchführung des Literaturpreises mitarbeiten, versicherte er. Jantke verwies auf die vielseitigen Tätigkeiten von Höpfner, der an verschiedenen Projekten, wie der Ausarbeitung von einer Broschüre mit Denkmälern von Grassau, der Installationen von Haus- und Wegetafeln sowie im Chronikkreis mitbearbeitet habe. Zudem habe ihn Höpfner auch bei den Sitzungen und Versammlungen des Musiksommers zwischen Inn- und Salzach vertreten. Auch der im vergangenen Jahr zum ersten Mal ausgelobte Literaturpreis „Grassauer Deichelbohrer“ war eine Idee des scheidenden Kulturreferenten. Über 470 Teilnehmer mit ebenso vielen Beiträgen beteiligten sich an dem Wettbewerb. Viel Arbeit kam dabei auf die Jury und Höpfner zu, so Jantke anerkennend. „Mit der Stiftung bin ich sehr eingespannt“, betonte Höpfner. Er erinnerte, dass erst Mitte März ein Meisterkurs mit Teilnehmern aus Italien, Spanien, Südafrika und China abgehalten wurde. Keiner der Musiker habe sich angesteckt, versicherte er. Jetzt sei jedoch nichts mehr los. Er sei aber zuversichtlich, dass ab Juli wieder Konzerte, wenn auch in etwas anderer Form, stattfinden können. Ein Programm mit 14 Konzerten sei bereits geplant. Dass auch der Sawallisch-Stiftung, die auf Einnahmen aus dem Konzertbetrieb angewiesen ist, diese Zeit zusetze, erklärte Höpfner. Die Stiftung habe fünf Angestellte, die jetzt in Kurzarbeit seien. Derzeit generiere die Stiftung keinerlei Einnahmen und hoffte auf die Soforthilfe des Staates. Eine Stiftung sei jedoch ein Grenzfall und die Hilfe stehe noch aus.

Abschließend wünschte Jantke beiden Beauftragten viel Glück und Gesundheit und dankte für das Engagement.

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