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PRIESTERWEIHE IN TRUCHTLACHING

Robert Daiser aus Truchtlaching wird zum Priester geweiht

Seit zwei Jahren ist der 29-jährige Robert Daiser zur praktischen Ausbildung in Bad Aibling.
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Seit zwei Jahren ist der 29-jährige Robert Daiser zur praktischen Ausbildung in Bad Aibling.
  • VonGabi Rasch
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Im Juni wird der 29-jährige Robert Daiser aus Truchtlaching in dem Münchener Liebfrauendom zum Priester geweiht. Die Art der Heimatprimiz des Truchtlachingers ist jedoch wegen der Corona-Pandemie noch offen.

Seeon-Seebruck – Die Berufung zum Priester war für Robert Daiser nach dem Abitur noch kein Thema. Das änderte sich jedoch, als er sich entschied, ein Freiwilliges Soziales Jahr in Ecuador abzuleisten. Zu sehen, wie die Menschen dort ihren Glauben leben, hatte ihn beeindruckt. So entschied sich der heute 29-Jährige, sich für das Priesterseminar zu bewerben.

2012 absolvierte er in Passau eine Vorbereitungsveranstaltung und begann ein Jahr später mit dem Theologiestudium. Am Samstag, 26. Juni, ist es nun soweit. Robert Daiser wird im Münchner Liebfrauendom zum Priester geweiht. Am Tag darauf soll in seiner Heimatgemeinde Truchtlaching die Primiz gefeiert werden.

Seit acht Jahren bereitet sich Robert Daiser auf das Priesteramt vor

In welcher Form Daiser seine erste Heilige Messe als Priester feiern wird, ist wegen der Pandemie noch schwer vorauszusehen. Er selbst könnte sich einen Gottesdienst im Freien vorstellen, wie er im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung verriet.

Dass sich Priester einer langen und intensiven Ausbildung unterziehen müssen, hat Robert Daiser in den vergangenen acht Jahren als Theologie- und Philosophiestudent erfahren. Der überzeugte Christ schwärmt aber geradezu von seiner Studentenzeit, die ihn bis nach Rom geführt hat. Im vergangenen Jahr wurde er zum Diakon geweiht und seit fast zwei Jahren absolviert er seine praktische Ausbildung in der Stadtkirche Bad Aibling.

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Wohin ihn der Weg nach der Priesterweihe als Kaplan führen wird, darüber wollte er sich noch nicht konkret äußern. Er werde aber im Raum Oberbayern bleiben. Robert Daiser hat als Bub und Jugendlicher die „klassische Kirchenlaufbahn“ durchlaufen: Er war Ministrant und in der Katholischen Landvolkbewegung engagiert. Nach der Grundschule in Seeon und dem Abitur im Landschulheim Schloss Ising, zog es ihn für ein Jahr nach Ecuador.

Dort unterrichtete er in einer Kolping-Schule Englisch, Kunst und Musik. Während seines Auslandsaufenthalts habe er in einem Pfarrhaus gelebt. „Das Leben dort hat mich gelehrt, dass auf der Welt nicht alles selbstverständlich ist und auch eine berufliche Karriere nicht der einzige Schlüssel zum Glück ist.“

Vor Ort zu erleben, wie die Menschen dort in einfachen Verhältnissen ihren Glauben leben, hätten ihn nachdenklich gestimmt. „Für mich hat dieses Leben einen neuen Stellenwert bedeutet, und so habe ich mich ohne lange zu überlegen für die Seelsorge entschieden.“

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