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NEU: MEDIZINISCHE DOPPELSPITZE AN DER ORTHOPÄDISCHEN KINDERKLINIK ASCHAU

„Wir ergänzen uns perfekt“

Ein medizinisches Führungsduo, das eigentlich als Trio in die Zukunft startet. Im Bild von links: Geschäftsführer Elmar Kuhn, sein künftiger Nachfolger Simon Leicht, Chefarzt Dr. Florian Paulitsch und sein Chefarzt-Kollege Dr. Chakravar thy U. Dussa sowie Bartholomäus Brieller, Vorstandsvorsitzender der Katholischen Jugendfürsorge (Träger). knothe
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Ein medizinisches Führungsduo, das eigentlich als Trio in die Zukunft startet. Im Bild von links: Geschäftsführer Elmar Kuhn, sein künftiger Nachfolger Simon Leicht, Chefarzt Dr. Florian Paulitsch und sein Chefarzt-Kollege Dr. Chakravar thy U. Dussa sowie Bartholomäus Brieller, Vorstandsvorsitzender der Katholischen Jugendfürsorge (Träger). knothe

Sie treten eher zurückhaltend auf und bevorzugen die leiseren Töne: Dr. Florian Paulitsch und Dr. Chakravarthy U. Dussa. Mit den beiden Orthopäden als neues Chefärzteduo an der Spitze der Orthopädischen Kinderklinik in Aschau wird Neuland betreten. Die beiden Mediziner genießen in Fachkreisen einen exzellenten Ruf.

Aschau– Sie haben sich seit Jahren als Oberärzte in der Kinderklinik bewährt. Von ihrem Vorgänger, Prof. Dr. Walter Strobl, – er wurde erst im April an die Kinderklinik geholt – habe man sich „in gegenseitigem Respekt“ kurzfristig wieder getrennt, so Geschäftsführer Elmar Kuhn bei der Vorstellung der beiden neuen Führungskräfte.

Es gehe darum, Kontinuität zu bewahren, sich gleichzeitig aber immer an die aktuellen Erfordernisse des Hauses anzupassen, das „übrigens einen international sehr guten Ruf hat“, wie Kuhn nicht ohne Stolz bemerkte. „Wir spielen in der Champions League.“

Bei der offiziellen Feierstunde zur Vorstellung der zwei neuen Chefärzte blickte der Geschäftsführer, dem seit Juli Simon Leicht als „zweiter Mann“ und künftiger Nachfolger zur Seite steht, exakt auf 100 Jahre, also ins Jahr 1918, zurück.

Die Orthopädie habe seither einen enormen Aufschwung erlebt. Kamen anfangs, also 1918, etwa alle 14 Tage Ärzte im sogenannten „Krüppelheim“ zur Krankenversorgung vorbei, so gab es bereits 1931 einen ersten vollamtlichen Arzt, der sich um die Patienten kümmerte. Dr. Leo Helfmeyer, Chefarzt bis 1958, veranlasste, dass 1934 ein erster OP mit eigenem Gipsraum eingerichtet wurde. 155 Kinder, so ist der Chronik zu entnehmen, seien damals behandelt worden. Ihm folgte 1958 Dr. Rainer Penners. Es gab bereits 60 Mitarbeiter, 150 Kinder wurden auf fünf Stationen im damaligen Altbau ärztlich und pflegerisch betreut.

1964 wurde der erste Klinikneubeu verwirklicht, der „Startschuss zu einer modernen Klinik, wie wir sie heute verstehen“, sagt Kuhn. Im Jahr 1986 übernahm Dr. Johannes Correll das Ruder und führte die Klinik in die „neue Zeit“. Im Jahr 2007 kam der neue Chefarzt Dr. Leonhard Döderlein, der den international guten Ruf des Hauses weitertrug und festigte. 2017 wurden unter seiner Ägide 1600 Operationen durchgeführt, 2500 Patienten stationär behandelt.

Doch zu jeder Zeit habe es Hürden und Fallstricke gegeben, die es zu überwinden galt, so Kuhn in seinem Rückblick. Einmal „hatten wir eine Baugrube, aber kein Geld“, ein anderes Mal sorgte das Hochwasser vom Juni 2013 für schlaflose Nächte. „Uns war damals zum Weinen zumute“, erinnert er sich. Denn ein Ausweg habe sich lange nicht abgezeichnet. Das gesamte Projekt Orthopädische Kinderklinik sei kurzfristig auf der Kippe gestanden. Doch es sei wieder weitergegangen, es wurde mit hohem finanziellem Aufwand renoviert und ausgebaut, um „immer vorne dabei zu sein“. Schließlich wurden die Bereiche Klinik und Heim getrennt.

Jetzt gehe es darum, einen „unspektakulären Übergang möglichst geräuschlos hinzubekommen“. Es gelte, die Vision von „Menschlichkeit“, „Mitgefühl“, „Achtung“ und „modernste medizinische Behandlung“ unter einen Hut zu bekommen. „Eine Klinik ist nichts Statisches, es ist ein ständiger Optimierungsprozess“, machte Kuhn deutlich. Doch mit Blick auf seinen eigenen, künftigen Nachfolger und den beiden jungen Chefärzten sei ihm nicht bange. „Wagen Sie mehr Emotionalität“, gab er dem Team, zu dem er ausdrücklich auch die gesamte Belegschaft zählte, mit auf den Weg.

Bartholomäus Brieller, Vorstandsvorsitzender der Katholischen Jugendfürsorge (Träger), konnte sich dem nur anschließen und erklärte, dass er sich mit dem gefundenen „Lösungsweg absolut identifiziere“. Doppelspitzen hätten sich bewährt. Sein Tipp: „Zusammensetzen, miteinander reden und Informationen austauschen. Das ist gute Kommunikation.“ Er sei guter Dinge, was die Zukunft der Orthopädischen Kinderklinik anbelange. Denn letztlich komme es auf zwei Dinge an: Stabilität und die Fokussierung auf die Patienten.

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