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Platz für 155 Autos im Chiemgau

In Hintergschwendt in Aschau entsteht ein neuer Wanderparkplatz

Am südlichen Ende dieses Tales bei Hintergschwendt bekommen die Bergwanderer einen neuen Wanderparkplatz.
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Am südlichen Ende dieses Tales bei Hintergschwendt bekommen die Bergwanderer einen neuen Wanderparkplatz.
  • VonHeinrich Rehberg
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Die Gemeinde Aschau reagiert auf den Andrang in die Berge. In Hintergschwendt wird ein neuer Parkplatz mit rund 150 Parkplätzen gebaut. Der Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung mit zwei Gegenstimmen für den Parkplatz.

Aschau – Aschau bekommt einen neuen Wanderparkplatz in Hintergschwendt. Der bereits vorhandene und bei den Wanderern bestens bekannte Platz Hintergschwendt/Aigen bekommt einen neuen Nachbarn.

Der Aschauer Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung nach einer ausgiebigen Diskussion mit zwei Gegenstimmen die Bauarbeiten für die Neuanlegung eines Parkplatzes in Hintergschwendt öffentlich durch das Kommunale Dienstleistungszentrum Oberland (KDZ) ausschreiben zu lassen.

Die Einrichtung eines einheitlichen Verkehrsleitsystems für die gemeindlichen Parkplätze soll weiter verfolgt werden.

Pachtvertrag für Parkfläche bis 2039

Die Gemeinde Aschau schloss mit dem Grundstückseigentümer in Hintergschwendt einen langjährigen Pachtvertrag bis Ende 2039 für die Anlegung und Nutzung eines Parkplatzes südlich des Weilers ab. Das Landratsamt erteilte bereits Anfang des Jahres die Baugenehmigung für den Parkplatz mit rund 155 Stellplätzen.

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Der Freiflächengestaltungsplan und der technische Bericht von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigt. Die Baumaßnahme soll nun vom Kommunalen Dienstleistungszentrum Oberland ausgeschrieben werden. Die vorbereitenden Arbeiten für die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses und einer Kostenschätzung werden von der Planungsgruppe Strasser nach Stundenaufwand abgerechnet.

Falschparker blockieren Rettungsweg

Der zweite Bürgermeister Michael Andrelang (CSU) begrüßte das Vorhaben als schon längst überfällig. Die aktuelle Parkplatzsituation sei so, dass wegen der vielen Falschparker entlang der Straße von Hintergschwendt bis zum meist überfüllten Parkplatz die Rettungsfahrzeuge von Bergwacht oder Feuerwehr keine Möglichkeiten hätten, an den Einsatzort zu gelangen.

Sebastian Pertl und Dr. Silke Helfmeyer (beide FWG) erklärten, dass mit dem anstehenden Bau des Parkplatzes ein schon langer andauernder Missstand gelöst werde. Damit werde das Parkchaos an den Wochenenden entzerrt und der Ist-Zustand auf alle Fälle verbessert.

Mehr Parkplätze bedeutet mehr Autos

Wolf Neelsen (Die Grünen) sieht den Bau sehr kritisch. Erfahrungsgemäß zögen zusätzliche Parkplätze automatisch zusätzliche Autos an, das bereits hohe Verkehrsaufkommen werde nach der Fertigstellung massiv weiter erhöht.

Auf der Suche nach freien Parkplätzen werde der Parksuchverkehr bedeutend zunehmen. Neelsen fordert die gleichzeitige Einrichtung eines Parkleitsystems.

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Bürgermeister Simon Frank (ZfA) stimmte dem Vorschlag zur Einrichtung eines Parkleitsystems zu: es solle weiterhin an der Planung und dem Ausbau eines Parkleitsystems gearbeitet werden, um unnötigen Verkehr zu den bereits voll besetzten Parkplätzen zu vermeiden.

Für das angesprochenen Verkehrsleitsystems wurden bereits Vorüberlegungen angestellt; aktuell werde beim ZV KDZ Oberland ein Pilotprojekt durchgeführt. Das vorgesehene System müsse interkommunal mit allen beteiligten Nachbargemeinden geplant und durchgeführt werden.

Autos sollen nicht auf den Berg fahren

Tatjana Mittermayer (ZfA) schlug vor, bereits an der Auffahrt nach Hintergschwendt an der Bernauer Straße eine Tafel mit dem aktuellen Parkplatzangebot am Berg anzubringen. So soll vermieden werden, dass Autofahrer auf der Suche nach freien Plätzen nicht mehr vergeblich auf den Berg hinauffahren.

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Simon Hoesch (ABL) monierte, dass auf dem vorgesehenen, begrenzten Areal zu viele Straßen und Bewegungsflächen und zu wenig Parkplätze eingeplant würden.

Genügend Platz zum Ein- und Ausparken

Bürgermeister Frank erklärte, dass die Bewegungsflächen auf einem Parkplatz vorgegeben seien. „Ein VW-Bus mit einem Fahrradträger am Heck braucht eben genügend Platz, um aus einer Parklücke herauszukommen“.

Bürgermeister Simon Frank verspricht sich vom Bau des neuen Wanderparkplatzes am Hintergschwendt mit rund 150 Parkplätzen eine deutliche Verbesserung der derzeitigen prekären Parksituation. Notwendige Einsätze der Rettungskräfte würden durch die Falschparker entlang der Straße von Hintergschwendt zum neuen Parkplatz nicht mehr behindern.

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