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Premiere von „Graf Schorschi“ begeistert die Zuschauer

Theatergesellschaft Bad Endorf unterhält mit detailreicher Verwechslungskomödie über Schein und Sein

Der frenetische Schlussapplaus bewies, wie sehr die Zuschauer die natürliche Darstellung der Schauspieler genossen hatten.
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Der frenetische Schlussapplaus bewies, wie sehr die Zuschauer die natürliche Darstellung der Schauspieler genossen hatten.
  • VonRosemarie Ammelburger
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Ein guter Beginn für die Spielsaison der Theatergesellschaft Bad Endorf: Die Premiere von „Graf Schorschi“ zeigte das Talent der Laienschauspieler in einem Stück voller Überraschungen und Humor.

Bad Endorf – Mit einer erfolgreichen Premiere startete die Theatergesellschaft Bad Endorf am Wochenende ihre Spielsaison. Zahlreiche Besucher, darunter Bezirksrat Sepp Hofer, Bürgermeister Alois Loferer, der Partnerverein Buchclub mit seiner Vorsitzenden Anna-Maria Kirner, Gemeindereferent Werner Hofmann und die befreundeten Theatervereine aus Kiefersfelden und Halfing, erlebten ein schauspielerisches Feuerwerk.

„Graf Schorschi“, eine von Carl Borro Schwerla erfundene Verwechslungskomödie um einen falschen Grafen, lebt von raffinierten Wortspielen. Um diese richtig wirken zu lassen, legte Spielleiterin Paula Aiblinger viel Wert auf eine natürliche Darstellung der Charaktere ohne übertrieben wirkenden Klamauk. Genau das ist den insgesamt sechzehn Laiendarstellern außerordentlich gut gelungen. Jeder einzelne spielte seine Rolle überzeugend, darüber waren sich alle Zuschauer und Kritiker einig. Besonders gelobt wurde die Szene mit der Wasserspritze im ersten Akt und die wilde Action auf der Polizeiwache.

Kleine Szenen mit Aussagekraft

Sogar die kleinsten Rollen erhielten begeisterten Szenenapplaus. Dazu gehört die von Theresa Schrenk dargestellte Kundin auf dem Münchner Viktualienmarkt. Dabei ist diese nicht mal eine Sprachrolle. Die Darstellerin muss lediglich eine Münze in den Hut des Eckhausbesitzers Josef Schrumm zu werfen, den sie irrtümlich für einen Bettler hält. Die Szene steht stellvertretend für das, worum es in „Graf Schorschi“ wirklich geht: Um Schein und Sein, um äußere Fassaden, die trügen können.

Es lohnte sich, bei diesem Stück genau hinzusehen. Bei der Kulisse bauten die Theaterspieler Details ein, mit den niemand rechnen konnte.

So hingen beispielsweise in der Polizeiwache Steckbriefe, mit denen nach dem als Ehrengast geladenen Bürgermeister Loferer und der Rauchclub-Vorsitzenden Kirner gefahndet wurde. Loferer, der die Spieler nach der Aufführung auf der Bühne besuchte, durfte seinen Steckbrief als Souvenir mit nach Hause nehmen.

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Zweifellos ist den Bad Endorfern mit „Graf Schorschi“ ein kulturelles Glanzstück gelungen. Obwohl das Stück, im Vergleich mit anderen bayerischen Komödien, eher ruhig wirkt, zieht es den Zuschauer sofort in seinen Bann. Der frenetische Applaus belohnte die Spieler und die Helfer hinter die Bühne für zahlreiche Proben und ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden.

Noch insgesamt dreimal wird „Graf Schorschi“ bis Sonntag, 10. Juli, im Volkstheater Bad Endorf gespielt. Karten sind über München Ticket, unter www.theater-endorf.de sowie an der Tageskasse, die Montag und Freitag von 9 bis 13 Uhr geöffnet ist, und an den Aufführungstagen erhältlich. /MN

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