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In vier Jahren wird Jubiläum gefeiert

So wird das Gipfelkreuz auf der Kampenwand zum Leuchten gebracht

Ein markanter Berg in den Chiemgauer Alpen: Die 1669 Meter hohe Kampenwand.
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Ein markanter Berg in den Chiemgauer Alpen: Die 1.669 Meter hohe Kampenwand.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Das zwölf Meter hohe und 56 Zentner schwere Gipfelkreuz an der Kampenwand wird zu besonderen Anlässen angestrahlt. Dann leuchtet es über das gesamte Chiemseerer Voralpenland. Dahinter steckt harte Arbeit.

Höslwang/Kampenwand – „Es ist ein schönes Erbe, das ich mit der Pflege des Kampenwand-Gipfel-Kreuzes und der Steinling-Kapelle von meinem Vater übernommen habe, nachdem ich 30 Jahre lang mit ihm dabei sein durfte, wenn er zu seinem Kreuz unterwegs war“ – mit dieser positiven Grundeinstellung macht sich Franz Schaffner aus Bernau immer wieder auf den Weg, um auf der Kampenwand nach dem Rechten zu sorgen.

Kreuzpflege ist eine Familientradition

Sein gleichnamiger Vater war es, der mit Gleichgesinnten aus der Gemeinde Höslwang zum Dank für gute Kriegsheimkehr und mit der Bitte um Frieden 1950 das Chiemgauer Gedenkkreuz auf dem Gipfel der Kampenwand errichtete. Immer wieder fallen Pflege-Arbeiten an, jüngst war es der Austausch der Solar-Batterien.

Zwölf je 20 Kilogramm schwere Batterien wurden auf die Steinling-Alm mit dem Auto gebracht und wie schon in früheren Jahren von Mitgliedern der Feuerwehr Höslwang zu Fuß weitertransportiert. Von der Alm ging aus es eine knappe Stunde auf den Weg zum Gipfelkreuz und einen Tag später erfolgte dann die Installation.

Unterstützung durch den Freundeskreis

Bei dieser zweitägigen Aktion wurde Franz Schaffner von einem speziellen Freundeskreis unterstützt. Seit zwei Jahren haben sich nämlich Manfred Haider aus Eggstätt, Hartl und Manuel Hinterholzer von Bernau-Weisham, Bernhard Stockmayer und Andi Hilger aus Höslwang sowie Franz Schaffner und sein Sohn Maxi zum „Wartungsteam Kampenwand – Kreuz und Kapelle“ zusammengeschlossen.

Zuvor war sein im Jahr 2014 verstorbener Vater der Hauptorganisator, auch er fand immer wieder bereitwillige Helfer, wenn es darum ging, Arbeiten einzuteilen. Und auch heute gilt noch laut Franz Schaffner: „Die Höslwanger helfen immer, wenn etwas zu tun ist, schließlich ist es eine Ehre, wenn man drandenkt, dass der Kreuzbau von den Höslwangern Sepp und Hermann Hell sowie meinem Opa ausging. Mein Vater half bereits beim Bau mit und hatte bis 2014 die Wartung inne“.

Während Festtagen wird es angestrahlt

Bei der aktuellen Batterie-Wechsel-Aktion standen besonders Hartl Hinterholzer und Manfred Haider zur Seite. Das Kampenwand-Kreuz, das zu besonderen Anlässen und bei katholischen kirchlichen Feiertagen angestrahlt wird und weithin sichtbar im Chiemsee-Alpenland wahrgenommen werden kann, kann in vier Jahren das 75-jährige Bestehen feiern, nachdem es 1949 in Teilen hochgebracht, 1950 aufgestellt und 1951 eingeweiht wurde. Aus diesem Jubiläumsgrund ist eine Sammlung und Ausstellung geplant.

„1949 wurde das neue Kreuz erstmals öffentlich gezeigt, als es beim Trachtenverein Prien und beim Festzug zum Gaufest des Chiemgau-Alpenverbandes mit dabei war. Aber von diesem Ereignis haben wir keine Fotos. Deswegen rufen wir auf, wer vom Festzug 1949 oder sonst zum Kampenwandkreuz Fotos, Dokumente, Unterlagen oder Geschichten kennt, der möge sich mit mir oder mit der Gemeinde Höslwang in Verbindung setzen“, sagt Franz Schaffner.

Ein neuer Anstrich ist geplant

Bis aber das Jubiläum mit der Ausstellung gefeiert werden kann, bedarf es noch weiterer Arbeiten. Nach der heurigen Batteriewechsel-Aktion ist für das kommende Jahr vorgesehen, das zwölf Meter hohe und 56 Zentner schwere Gipfelkreuz neu zu streichen. Auch da hofft Schaffner wieder auf Unterstützung seitens seiner Freunde und der Gemeinde Höslwang. Diese übernahm im übrigen die Kosten in Höhe von 2 000 Euro für die neuen Solar-Batterien. Erfreulich ist auch, dass es heuer wieder zum gemeinsamen Gedenken für die Veteranen- und Soldatenkameradschaften aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein kommen wird, traditionell ist dies am letzten Sonntag im August. Heuer ist die Stadt Traunstein Ausrichter zusammen mit der Gemeinde Aschau.

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