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HÖHERE GEBÜHREN AUF WANDERPARKPLÄTZEN

Situation in Frasdorf bleibt kritisch - Besucher blockieren sogar Rettungszufahrten

Die kostenpflichtigen Gemeindeparkplätze, hier der Parkplatz Lederstube, bieten nicht genug Platz für das Aufkommen in der Region. Rehberg
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Die kostenpflichtigen Gemeindeparkplätze, hier der Parkplatz Lederstube, bieten nicht genug Platz für das Aufkommen in der Region. Rehberg
  • VonHeinrich Rehberg
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Drei Euro kostet es künftig, wenn man sein Auto auf den Wanderparkplätzen Soilach und an der Lederstube in Frasdorf über den ganzen Tag parken will. Seit fast 20 Jahren kostete das Tagesticket gleichbleibend zwei Euro.

Frasdorf – Da alle Nachbargemeinden die Gebühren auf ihren Wanderparkplätzen angehoben haben, verlangt nun auch Frasdorf mehr. Der moderate Betrag war umstritten, doch letztlich war weder die Verdoppelung auf vier Euro, noch eine Anhebung auf zehn Euro, wie Georg Bohrer (FWW) vorschlug, durchsetzbar.

Bohrer wehrte sich gegen die schleichende Enteignung der Almbauern durch Tagestouristen, Mountainbiker und Spaziergänger sowie die hohen Kosten, die ein Bauer zum Schutz seines Eigentums und aus Haftungsgründen aufwenden müsse. Die Almbauern seien gezwungen, Hinweisschilder auf Beschränkungen oder Warnungen vor Mutterkühen und Weidevieh aus eigener Tasche zu bezahlen. „Ich möchte nicht wissen, was man in der Stadt sagen würde, wenn ich dort durch den Vorgarten gehe, meinen Müll ablade oder mit dem Mountainbike Furchen und Straßen im Gemüsegarten ziehe.“ Mit einer hohen Parkgebühr könne man Besucher unter Umständen abschrecken.

Verbotsschilder werden ignoriert.

Höherer Ticketpreis verleitet Besucher dazu, noch mehr auf Zufahrtsstraßen zu parken

Mit dieser Ansicht stand er allerdings ziemlich alleine. Der Gemeinderat war sich mehrheitlich einig, dass eine zu starke Anhebung der Gebühren lediglich dazu führe, dass der Parkplatz gemieden und auf den Zufahrtsstraßen geparkt werde. In Frasdorf kennt man sich damit bestens aus.

Bürgermeister Daniel Mair plant in den nächsten Wochen ein Gespräch mit Baron von Cramer-Klett, der seine Grundstücke bisher kostenlos für die Parker zur Verfügung stelle. Eine einheitliche Linie wäre im Sinne der Gemeinde. Sonst würden – wie bisher – zuerst die freien Parkplätze unmittelbar am Aufstieg gefüllt, der kostenpflichtige Parkplatz der Gemeinde zunächst ausgespart und die Autos entlang der Zufahrtsstraße ohne Rücksicht auf den Verkehr oder überbreite landwirtschaftliche Fahrzeuge abgestellt.

Parkplatz kann Vielzahl der Autos nicht aufnehmen

Immer mehr Naherholungssuchende besuchen die Region um die Hochries, das Laubensteingebiet und die Frasdorfer Hütte. Weit über 300 Fahrzeuge zählten Anwohner an einzelnen Tagen, die irgendwo am Fuße des Berges parken. Der Parkplatz bietet nur einem Bruchteil dieses Aufkommens Raum. Weitere Fahrzeuge werden am Waldrand, auf den Wiesen oder einfach auf der engen Straße abgestellt, Verbotsschilder ignoriert. Im Notfall könnten weder Feuerwehr noch Rettungsdienst die Anwesen an der Straße oder auf dem Mühlberg erreichen, wie eine Übung der Frasdorfer Feuerwehr gezeigt habe.

Neuer Parkraum könne nicht geschaffen werden, so Mair und Geschäftsleiter Andreas Oppacher. Frühere Versuche der Gemeinde, geeignete Grundstücke entlang der Zufahrtsstraßen zu erwerben, scheiterten.

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Da Wanderer, Mountainbiker, Tourengeher, Rodler oder Skiwanderer am liebsten unmittelbar am Aufstieg parken möchten, müssten diese Parkräume aber unmittelbar dort geschaffen werden. Parkplätze im und um den Ortsbereich Frasdorf könnten nicht zur Entlastung beitragen.

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