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„Besonderes und wertvolles Kulturgut“

Schloss Hohenaschau: So war das Corona-Jahr und das ist für 2022 geplant

Letzter Rundgang vor der Winter-Pause: Aschaus Tourismuschef Herbert Reiter und Stellvertreterin Corinna Sperger verschließen ein letztes Mal das große Schlosstor, bevor des dann im Mai 2022 hoffentlich wieder auf geht.
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Letzter Rundgang vor der Winter-Pause: Aschaus Tourismuschef Herbert Reiter und Stellvertreterin Corinna Sperger verschließen ein letztes Mal das große Schlosstor, bevor des dann im Mai 2022 hoffentlich wieder auf geht.
  • VonKatharina Koppetsch
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Sie ragt seit Jahrhunderten erhaben über dem Eingang zum Priental – das Schloss Hohenaschau. Wenn die Mauern der Burg erzählen könnten, würden sie über persönliche Schicksale, Kriege und jetzt auch von einer Pandemie berichten, die den Schlossalltag ganz schön verändert hat.

Aschau – Herbert Reiter, der Leiter der Tourist Info Aschau berichtet in einem Interview mit den OVB-Heimatzeitungen über Führungen mit Mundschutz und geplante Neuerungen.

Wie viele Besucher kamen bis zum Oktober auf die Burg?

Herbert Reiter: In diesem Jahr 2021 durften wir 2900 Personen im Schloss Hohenaschau mit Burgladerl und Prientalmuseum begrüßen. In einem normalen Jahr haben wir auf der Führungslinie gut über 7000 Besucher.

Sind durch die verspätete Öffnung des Schlusses aufgrund der Pandemie Einbußen entstanden?

Reiter: Selbstverständlich, ja es sind in diesem wie im letzten Jahr durch die Einbußen massive Verluste entstanden. Ein Monat später öffnen als normal, sprich erst ab 1. Juni, bedeutet natürlich automatisch erhebliche Einbußen. In Absprache mit dem Gemeinderat Aschau wird dieses Defizit getragen. Es ist einfach wichtig so ein besonderes und wertvolles Kulturgut zu öffnen beziehungsweise ein touristisches Angebot dadurch zu schaffen. In diesem Jahr haben wir durch Anpassung der Eintrittspreise sowie der Verkaufspreise im Burgladerl das Defizit zum Vorjahr minimieren können.

Wie ging es dem Personal mit den wechselnden Corona-Beschränkungen?

Reiter: Es waren natürlich beschwerte Bedingungen, doch unser top motiviertes Team von sieben Schlossführer/innen haben trotz alledem vollen Einsatz geleistet. Doch nicht nur für die Führungsmannschaft, sondern auch für das Team der Tourist Info, Burgladerl und Reinigungspersonal war ein erheblicher Mehraufwand zum Organisieren. Jede Führung ist für sich ein wahres Erlebnis, bei dem die Begeisterung unserer Führer regelrecht auf die Gäste überspringt. Durch die begrenzte Teilnehmerzahl konnten natürlich die geforderten Mindestabstände eingehalten werden.

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Die Museumsführer mussten Mundschutz tragen. Geht es sehr auf die Stimme?

Reiter: Klar mussten die Führer lauter sprechen. Durch die Beschränkungen durften nur eine maximale Anzahl von 13 Besucher teilnehmen. Das brachte natürlich eine ganz persönliche Atmosphäre in die kleine Gruppe bei den Führungen. Durch die kleinere Gruppengröße war dies machbar.

Gab es eine Führung, die besonders beliebt war?

Reiter: In dieser Saison konnten nur die Regelführungen und die Schlossgespenster-Kinderführung durchgeführt werden. Besonders beliebt bei unseren Kleinsten ist das neue Führungsangebot „Schlossgespenster unterwegs“ bei der die Kinder verkleidet mit Gespenstertuch teilnehmen können und dabei eine ‚mortz Gaudi‘ haben.

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Gibt es Lieblingsausstellungsstücke auf der Burg?

Reiter: Der Höhepunkt aller Führungen ist immer der barocke Preysing- beziehungsweise Ahnensaal. Die zwölf lebensgroßen Ritterfiguren aus Stuck, je sechs an beiden Längswänden, beherrschen den ganz in Weiß gehaltenen Barocksaal mit rund 20 Meter Länge. Die Stuckdekorationen dieses und der beiden Vorsäle gehört zu den eindrucksvollsten und hervorragendsten Zeugnissen italienischer Hochbarockstuckatur in Bayern. Der aus verschiedenen Hölzern von Aschauer Kistlern gelegte Fußboden ist noch original – aus dem Jahr 1685 – und hinterlasst natürlich schon einen ganz besonderen Eindruck bei den Besuchern.

Im Prientalmuseum wurde heuer ein Hortfund aus der späten Bronzezeit ausgestellt.

Reiter: Ein Museum lebt natürlich auch immer wieder von Neuerungen und Anpassungen. Dieser besondere Fund, der erstmals in der Heimat ausgestellt ist, kam bei den Besuchern sehr gut an und besonders unsere Gäste aus der Region zeigten sich dabei besonders interessiert.

Muss über den Winter irgendwas renoviert werden?

Reiter: Die Schlosskapelle „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit“ ist zwar im Privatsitz, wird jedoch derzeit durch Dacharbeiten renoviert. Dieses Gotteshaus auf dem Burgberg ist ein Teil der Führungslinie.

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Einen Blick in die Zukunft. Ist bereits etwas fürs kommende Jahr geplant?

Reiter: Wir hoffen, dass es ein normales Jahr wird, bei dem wir unsere komplette Führungspalette anbieten können. Von Kinder- über Jugendführungen, Kindergeburtstage, Sonderführungen oder Sagenführungen wird hoffentlich wieder alles möglich sein. Auch bei der Technik wollen wir durch ein neues Ticket- und Kassensystem ab der kommenden Saison noch professioneller werden.

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