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Handwerker helfen im Ahrtal

Sanitär- und Heizungsmeister Florian Stein aus Frasdorf leistet mit seinen Mitarbeitern Hilfe im Ahrtal

Mit seiner Hilfe setzt Sanitär- und Heizungsmeister Florian Stein( rechts) ein solidarisches Zeichen. Mit stein fuhren seine Mitarbeiter Andreas Bauer, Daniel Kink (von links). Frank Wershofen, Innungsobermeister der Sanitär- und Heizungstechnik- Innung im Ahrtal bedankt sich bei den Helfern. privat
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Mit seiner Hilfe setzt Sanitär- und Heizungsmeister Florian Stein( rechts) ein solidarisches Zeichen. Mit stein fuhren seine Mitarbeiter Andreas Bauer, Daniel Kink (von links). Frank Wershofen, Innungsobermeister der Sanitär- und Heizungstechnik- Innung im Ahrtal bedankt sich bei den Helfern. privat
  • VonKatharina Koppetsch
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Frasdorf/Bad Neuenahr-Ahrweiler – Nach der großen Flutkatastrophe im Ahrtal Mitte Juli sind tausende Wohnungen und Häuser nach wie vor ohne Heizung. Um die Handwerker und Menschen vor Ort zu unterstützen ist der Frasdorfer Sanitär- und Heizungsmeister Florian Stein mit zwei Mitarbeitern nach Bad Neuenahr-Ahrweiler gefahren. In einem Interview mit den OVB-Heimatzeitungen berichtet er über seine Eindrücke.

Wie haben Sie die Woche im Ahrtal empfunden?

Florian Stein: Unsere Fahrt zur Unterstützung der ortsansässigen Sanitär- & Heizungskollegen im Ahrtal war für mich und meine Mitarbeiter eine überaus herzliche und von zu tiefster Dankbarkeit geprägte Lebenserfahrung. Gegen Mittag am Montag, den 06. Dezember, erreichten wir den Ort Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die 650 km lange Fahrt verlief ohne Schwierigkeiten. Wir wurden freundschaftlich, familiär empfangen, unterwiesen und konnten sogleich voller Motivation zur Tat schreiten.

Was haben Sie vor Ort gemacht?

Stein: Unsere Aufgaben waren im Auftrag der Firmen vor Ort: Montagearbeiten mit Inbetriebnahmen auszuführen. Das Material, neue Heizungsanlagen wurden von Herstellern preisreduziert geliefert. Wir konnten insgesamt vier defekte Heizungsanlagen gegen neue Erdgas- Brennwertheizungen erneuern, einschließlich Abgassystemen und erforderlicher Heizungs- und Erdgasleitungen anschließen. Eine Anlage wurde zusätzlich noch vorbereitet. Unser Arbeitsergebnis war wesentlich erfolgreicher, als ich zuvor erwartet hätte.

Wie haben Sie die Lage vor Ort wahrgenommen?

Stein: Die Infrastruktur in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ist teilweise hergestellt, die meisten Häuser waren bis zur Decke im Erdgeschoss von der Flutkatastrophe betroffen, anschließend vom Schlamm befreit, Putz abgeschlagen und mit Bautrocknern getrocknet. Der Aufenthalt der Bewohner ist meist nur ab dem Obergeschoss möglich. Bei Außentemperaturen vergangene Woche um null bis fünf Grad, teils nicht, teilweise provisorisch mit Elektro-Radiatoren beheizt.

Wie wurden Sie in Bad Neuenahr-Ahrweiler empfangen?

Stein: Die Menschen empfingen uns teils überrascht, da Ausführungstermine und Material zuvor nicht zugesichert werden konnten, sehr herzlich, freundlich und nach Inbetriebnahme der Heizungsanlagen hoch erfreut. Meine Mitarbeiter Andreas Bauer, Daniel Kink und ich wurden von der positiven Stimmung angesteckt und waren überaus motiviert, den Bewohnern solidarisch zu Helfen. Meine Kollegen zuhause konnten die zusätzlich erhöhten Anforderungen durch unsere Abwesenheit absolut hervorragend bewältigen, mit dieser Information aus der Heimat konnten wir uns voll auf unsere Aufgaben konzentrieren.

Die Aufbauarbeiten im Ahrtal laufen nach wie vor. Hier eine Brücke, die erneuert werden muss.

Was hat Sie vor allem bewegt in der Woche?

Stein: Bei der Fahrt durch das weitere Ahrtal wurde uns das erhebliche Ausmaß der Katastrophe in den kleineren Ortschaften bewusst. Tiefgreifende Eindrücke und Emotionen der Zerstörung der Naturgewalt verbunden mit menschlichem Leid, Trauer um Angehörige und dennoch Zusammenhalt, Solidarität, Wiederaufbau und eine hoffnungsvolle Zukunft. Die Rückmeldungen von unseren Familien, Freunden, Bekannten und Kunden, die vollstes Verständnis für unsere Aktion haben, war überwältigend.

Mit ihrer Hilfe, wollten Sie auch ihre Kollegen zur Hilfe animieren. Haben Sie schon Rückmeldung bekommen?

Stein: Täglich erreichen mich Informationen von Sanitär- und Heizungsfirmen oder SHK-Anlagenmechanikern, die sich bald unserem Aufruf anschließen möchten. Die Arbeiten werden vor Ort koordiniert, eine frühzeitige Anmeldung bei Frank Wershofen, dem Sanitär- und Heizungsunternehmer aus Bad Neuenahr-Ahrweiler ist wichtig. Zusätzlich sollten die SHK-Innungen in Traunstein, Berchtesgadener-Land und Rosenheim informiert werden. Gerne werden die Handwerker hierbei unterstützt – weiter werden über einem längeren Zeitraum viele Fachkräfte benötigt. Gerne werde ich weitere Unterstützung leisten.

Überlegen Sie, noch einmal ins Ahrtal zum Helfen zu fahren?

Stein: Wenn es mir oder meinen Kollegen zeitlich möglich ist, werden wir in Kürze einen weiteren Hilfseinsatz starten, zusätzlich planen wir zu einem späteren Zeitpunkt einen Besuch im Ahrtal, um den Wiederaufbau zu verfolgen, in einer der schönsten Region unseres Landes.

Wie kann man helfen?

Informationen zum Spenden finden Sie unter www.ahrtal.de und beim Verein Die Ahrche e.V. unter www.dieAHRche.de.

Interessierte Handwerker können sich bei der SHK-Innung in Ahrweiler, Herrn Frank Wershofen (Mail: frank@baederstark.de Tel. 02641-903060) oder Dirk Dolff (Mail: dirkdolff@aol.com ) melden. Eine Anmeldung für die Hilfe ist zwingend erforderlich.

Zusätzlich sollten die SHK-Innungen in Traunstein, Berchtesgadener-Land und Rosenheim, die jeweilige Kreishandwerkerschaft (z.B. E-Mail: info@handwerk-rosenheim.de ) informiert werden.

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