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LESERFORUM

Ruf nach Zölibat auf Zeit

Zum Bericht „Der Nächste ist ihm seit Jahrzehnten wichtig“ (Lokalteil):

Ein Leuchtfeuer – der bewegte und bewegende Lebensweg des Hans Pumpfer. Er machte nichts halb, mit totaler Hingabe an die jeweilige Aufgabe, die ihm Sinn gab. Er lebte bis zum Alter von 56 Jahren sozusagen freiwillig „zölibatär“, um unabhängig und frei zu sein.

Lange begleitete ich als Theologe und psychologischer Psychotherapeut viele gestolperte und verklemmte, traurige Menschen. Unter denen waren immer wieder auch einsame Priester in emotionaler Kälte lebend. Waren viele am Anfang hoch motiviert zum selbstlosen Engagement, konnten sie aus ihrer freien Entscheidung unendlich viel Gutes tun. Ich kenne viele, die trotz allem bis heute kreativ und lebendig offen ihren Dienst tun. Andererseits ist die Beziehungsgestaltung in einem katholischen Pfarrhaus positive Kräfte raubend und führt oft zu leib-seelischen Störungen.

Ich plädiere für einen zeitlich begrenzten freiwilligen Zölibat nicht nur für Priester, sondern auch für Manager, Ärzte, Wissenschaftler, die sich mit vollem Einsatz sagen: Ich investiere mein Leben für eine mich mit Sinn erfüllende Aufgabe für eine bestimmte Zeit. Zölibat auf Zeit, ohne zwischen Beruf und Familie zerrissen zu sein.

Frauen und Männern, die für sich entschieden haben, ihr Leben in eine für sie sinnvolle Aufgabe zu investieren, wünsche ich, dass sie nach ihrer proaktiven Zeit sich erlauben zu lieben und geliebt zu werden und auch zu heiraten.

Im Sinne des Zölibats auf Zeit wäre es doch Sinn machender und christlicher zugleich, wenn zwei sich zugetane Menschen heiraten könnten, dürften, wenn sie es für richtig halten.

Christian Nicke

Rosenheim

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