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AUS DEM GEMEINDERAT PITTENHART

Räte wollen Chance unbedingt nutzen

Bürgersaal im Obergeschoss des Nebengebäudes beim „Augustiner“: Die Gemeinde übernimmt nach oben gedeckelt 450 000 Euro der förderfähigen Kosten, wobei 60 Prozent von der Städtebauförderung übernommen werden.  Pis
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Bürgersaal im Obergeschoss des Nebengebäudes beim „Augustiner“: Die Gemeinde übernimmt nach oben gedeckelt 450 000 Euro der förderfähigen Kosten, wobei 60 Prozent von der Städtebauförderung übernommen werden. Pis

Der geplante Bürgersaal in Pittenhart bewegt die Einwohner. Das zeigt sich daran, dass so viele Zuhörer die jüngste Gemeinderatssitzung verfolgten, in der das Gremium sich über dieses Projekt beriet. Dabei ging es um einen Grundsatzbeschluss über die Beteiligung und Höhe des Beteiligungsbetrags. Der Bürgersaal soll im Obergeschoss des Nebengebäudes beim „Augustiner“ entstehen.

Pittenhart– Die Örtlichkeit war zusammen mit Christoph Berg von der Regierung von Oberbayern besichtigt und abgestimmt worden. Nun wurde der Gemeinderat über den Vorentwurf informiert. Nach Ansicht Bergs ist eine Beteiligung der Gemeinde an den Ausbaukosten für den Saal förderfähig, wenn die Nutzung des Saals für die Gemeinde langfristig gesichert wird und die Bauleistungen nach den Regularien der VOB vergeben werden.

Das Planungsbüro Brüderl hat die Ausbaukosten errechnet. Die Gesamtmaßnahme einschließlich des Erdgeschosses zur Nutzung als Gastraum durch den Pächter vom „Augustiner“ und der Ausbau des Obergeschosses als Bürgersaal soll demnach rund 2,6 Millionen Euro kosten. Die anteiligen Kosten für den Bürgersaal liegen bei 1,4 Millionen, abzüglich ohnehin notwendiger Maßnahmen von 450 000 Euro.

Die Eigentümer und Bürgermeister Sepp Reithmeier haben in einem Gespräch mögliche Grundlagen zur Kostenbeteiligung der Gemeinde erarbeitet. Die Gemeinde übernimmt nach oben gedeckelt 450 000 Euro der förderfähigen Kosten, wobei 60 Prozent von der Städtebauförderung übernommen werden. Somit bleibt der Gemeinde ein Restbetrag von 180 000 Euro.

Der Saal wird entsprechend der Versammlungsstättenverordnung geplant und gebaut. Das Nutzungsrecht der Gemeinde wird im Grundbuch auf 30 Jahre gesichert, mit einer Option auf Verlängerung. Die Gemeinde kann in Absprache mit dem Eigentümer oder dem Pächter den Saal uneingeschränkt nutzen. Nach derzeitigem Stand ist mit etwa 16 Veranstaltungen pro Jahr von Seiten der Vereine oder der Gemeinde zu rechnen.

Vereine und Gemeinde können, so die Überlegungen, den Saal unentgeltlich nutzen. Sie verpflichten sich, die Bewirtung durch den Pächter des „Augustiner“ durchführen zu lassen. Lediglich beim Pfarrfest oder beim Weihnachtsbasar (Erlös für soziale Zwecke) kann der Veranstalter selbst die Bewirtung übernehmen und die Einnahmen behalten. Sollte die Gaststätte einmal nicht verpachtet sein, dürfen die Vereine einen Caterer beauftragen.

So eine Chance müsse man unbedingt nutzen, zeigte sich die Mehrheit im Gemeinderat von dem Vertragsentwurf begeistert. Man sehe, dass der Eigentümerin viel an der Gemeinde liegt. „Wir haben im Haushalt 2016 bereits Geld für dieses Vorhaben veranschlagt und die Kosten bleiben nun deutlich unter diesem Betrag“, sagte Reithmeier erfreut. Er wies darauf hin, dass der Gemeindeanteil von 180 000 Euro ein einmaliger Festbetrag sei, auch wenn die Baukosten erheblich steigen. Einige Ratsmitglieder und Vereinsvorsitzende hatten sich im Vorfeld den „Moarhof“ am Samerberg angeschaut, in dem ein ähnlich großer Saal ausgebaut wurde. Die Vereinsvorstände hatten bereits 2015 in einem gemeinsamen Brief an den Gemeinderat appelliert, für den Bürgersaal zu stimmen.

Den Vorschlag, die Mehrzweckhalle aufzurüsten, um dort leichter größere Veranstaltungen durchführen zu können, stieß auf wenig Gegenliebe. Die Kosten wären um ein Mehrfaches höher, es müsste selbst bewirtschaftet oder ein Pächter gesucht werden, Schul- und Trainingsstunden würden ausfallen und es sei ein enormer Aufwand, die Halle für eine Veranstaltung herzurichten. Die Räte votierten mit zehn zu zwei Stimmen für den Bürgersaal. hpi

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