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Neues Entwicklungszentrum in Halfing

Profol möchte in den kommenden fünf Jahren Innovation und Wachstum vorantreiben

Beim Spatenstich für das neue Bürogebäude: Gerhard Duschl, Rudolf Gruber, Peter Holzner, Andreas Bürstlinger, Tanjo Klöpper, Eugenia Zimmermann, Regina Braun, Dr. Philipp Schieferdecker (Geschäftsführer), Helmut Bayer (Geschäftsführer)und Karl Lengfellner.
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Beim Spatenstich für das neue Bürogebäude: Gerhard Duschl, Rudolf Gruber, Peter Holzner, Andreas Bürstlinger, Tanjo Klöpper, Eugenia Zimmermann, Regina Braun, Dr. Philipp Schieferdecker (Geschäftsführer), Helmut Bayer (Geschäftsführer)und Karl Lengfellner.
  • VonKatharina Koppetsch
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Das weltweit agierende Unternehmen Profol mit seinem Firmensitz in Halfing baut seinen Standort aus. Die Verantwortlichen setzten jetzt den Spatenstich für ein neues Bürogebäude, das als „Entwicklungszentrum“ fungieren soll, wie Geschäftsführer Dr. Philipp Schieferdecker den OVB-Heimatzeitungen sagt.

Halfing – „In Halfing, in der Zentrale schlägt unser Herz. Gerade was Vertrieb und Produktentwicklung anbelangt“, so Schieferdecker. Mit dem geplanten Gebäude werde nicht nur der Platzmangel der Firma behoben. Der Vertrieb, das Businessdevelopment und die Entwicklung werden an eine Halle mit den Laboranlagen Profols gebaut. „Um nach innen und nach außen klar zu machen, was wir uns hier an Innovationskraft erarbeiten und künftig erarbeiten wollen“, erklärt der Geschäftsführer. Damit zementiere das Unternehmen ebenfalls den Zentralcharakter des Firmensitzes in Halfing.

In der Gemeinde integriert

„Das Unternehmen ist voll im Ort integriert“, sagt Halfings Bürgermeisterin Regina Braun. Man stehe im ständigen Kontakt und versuche Profol gerade bei Bauvorhaben entgegenzukommen. Braun lobt Profol. Die Firma habe seit 2019 ein autarkes Kanalnetz, damit keine Verschmutzung in die Kanalisation der Gemeinde gelangt. Für die Sicherheit und für den Umweltschutz sei das vorbildlich, so die Bürgermeisterin.

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Das Unternehmen hat, neben den drei Standorten in Europa, Niederlassungen in Guangzhou, China und in Cedar Rapids, USA. Dort werde ebenfalls Produktentwicklung betrieben. Aber für den Markt in Europa, der derzeit noch der größte Absatzmarkt des Unternehmens sei, „ist das Wissen in Halfing zentriert“.

Wachstum in den kommenden fünf Jahren

Das Zukunftsziel des Folienherstellers ist klar definiert: „Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben in den kommenden fünf Jahren absolut zu wachsen“, sagt Schieferdecker. Das heißt nicht nur große Innovationen an allen Standorten. Ebenfalls gelte es für das Unternehmen in den bestehenden Märkten größer zu werden und neue Märkte zu erschließen.

„Wir sind als Unternehmen ganz klar in einer Transformation“, erklärt der Geschäftsführer. Er prognostiziert, dass der Kernmarkt – die Büroartikelbranche – in den kommenden Jahren aufgrund der Digitalisierung abnehmen wird. „Deswegen sind wir seit Jahren dabei unser Wissen in andere Märkte zu tragen“, so Schieferdecker.

Neue Märkte erschließen

Einer der neuen Märkte, die sich Profol erschließt, ist unter anderem die Möbelbranche. Dieser sei während Corona gewachsen und auch für die Zukunft sieht Schieferdecker hier „erhebliches zusätzliches Potenzial“. Ein weiterer wichtiger strategischer Markt sei der Lebensmittelmarkt. Um genauer zu sein, die Verpackung von Lebensmitteln. Dieser habe in der Vergangenheit des Unternehmens eine eher untergeordnete Rolle gespielt, doch das solle sich ändern.

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Die Fassade soll in ihrem Design an den Foliencharakter des Produkts anspielen.

Hier kommt Profol das Thema Nachhaltigkeit zugute. Das Unternehmen arbeitet mit einem Kunststoff, der Polypropylen heißt. „Das ist ein ausgewiesener sauberer Kunststoff“, erklärt Schieferdecker. Der Verbraucher und der Gesetzgeber verlangten immer mehr nach einer Verpackung, die von vornerein recycelbar sei. „Monomaterial ist das Stichwort“, so der Geschäftsführer. Das heißt, dass die Verpackung aus einem Material besteht und hier sei Polypropylen ein entscheidender Faktor.

Ein weiterer Bereich, in dem sich das Thema Nachhaltigkeit niederschlägt, ist die Baubranche. Gerade bei Fußböden könne Polypropylen als Alternative zu PVC benutzt werden.

Kein Dämpfer durch die Pandemie

Die Corona-Pandemie habe der Wachstumsvision des Unternehmens keinen Dämpfer verpasst. „Durch Corona sind unsere langfristigen Chancen, in den Märkten, die wir uns ausgesucht haben, nicht bedroht“, schätzt Schieferdecker die derzeitige Marktlage ein. Nur in der Produktentwicklung habe „Corona dem Unternehmen einen Knüppel zwischen die Beine geworfen“. Denn gerade das Testen von neuen Produktideen und der Kontakt zum Abnehmer sei durch die Pandemie erschwert worden.

Auch beim Bau des neuen Bürogebäudes könnte Corona noch einmal zu Verzögerungen führen. „Wir gehen davon aus, dass der Neubau im Frühjahr 2023 fertig ist.“ Die Innovationen und Investitionen kann Corona jedoch nicht stoppen. „Über die kommenden drei Jahre werde wir insgesamt rund 20 Millionen Euro investieren“, sagt Schieferdecker.

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