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GEMEINDERAT WÄHLTE BEVORZUGTE VARIANTE

Neues Schulzentrum in Bad Endorf auf den Weg gebracht

Ein Modell des neuen Schulkomplexes stand vor den Gemeinderäten. Ein Vorteil der bevorzugten Variante 3: Die Schüler können ihre Pausen auf den nach Süden hin ausgerichteten sonnigen Pausenhofflächen genießen.Kirchner
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Ein Modell des neuen Schulkomplexes stand vor den Gemeinderäten. Ein Vorteil der bevorzugten Variante 3: Die Schüler können ihre Pausen auf den nach Süden hin ausgerichteten sonnigen Pausenhofflächen genießen.
  • VonElisabeth Kirchner
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Eine in Passagenform ausgestaltetes Gebäude mit funktional zusammengefassten Räumen:. Das ist der Auftrag, den der Bad Endorfer Marktgemeinderat den Planern für den Entwurf des neuen Schulzentrums mit auf den Weg gegeben haben. Nach zwei Stunden Sitzung kam der Beschluss zustande - bei einer Gegenstimme.

Bad Endorf– Dazu soll unter Berücksichtigung von Komponenten in Holzbauweise eine detaillierte Kostenschätzung für den Neubau des Schulzentrums in der Marktgemeinde Bad Endorf kommen..Aufbauend auf einem Vorentwurf der plg Planungsgruppe soll der Neubau in drei Phasen – Neubau Mittelschule, Abbruch Bestand und Neubau Grundschule und Hort – in der Hans-Kögl-Straße realisiert werden.

Projektsteuerer Thomas Häringer von der HSP Projektmanagement und Beratung GmbH erwähnte im Zusammenhang mit der Vorgeschichte auch die Kostenschätzung der ersten Planungsvariante aus dem Jahr 2018. Diese habe damals 32,6 Mio Euro ausgemacht und habe sich inzwischen wegen der Baukostensteigerungen um knapp 3,5 Millionen Euro verteuert. So viel aber werde und wolle man nicht ausgeben, so Bürgermeister Alois Loferer (CSU), maximal 32,5 Millionen Euro sollen dafür in den Haushalt eingestellt werden.

Die Schulräume sinnvoll anordnen

Sven Grossmann von „Krug Grossmann Architekten“ erläuterte zwei neue, wirtschaftlichere und flächensparende Varianten. Beiden Modellen sei gemein, dass das Gebäude für die Mittelschule in Kubusform gleich bleibe. Auf vier Ebenen verteilt, würden die Schulräume funktional derart unterteilt, dass beispielsweise Biologie, Physik und Chemie unter einem Dach Platz fänden. Zentrale Bereiche wie Aula und Lernküche sollen im Erdgeschoss angesiedelt werden.

Variante drei gefiel am besten

Es kristallisierte sich schnell heraus, dass Variante drei bevorzugt wird. Sie ist kompakt und sieht die Grundschule als Passage. Durch Atrien bekomme dass Gebäude eine hohe Innenraumqualität, eine zentrale Bibliothek mit Oberlicht im zweiten Obergeschoss könne auch als Lernzone dienen, nutzbare Innenhöfe und Außenbereiche sowie eine multifunktionale zentrale Aula seien weitere Vorteile dieses Modells, war sich der Gemeinderat weitgehend mit dem Planer einig.

Planer rät von Untergeschoss ab

Von einem Untergeschoss rate er ab. Dies erhöhe die Kosten, auch hinsichtlich der aufwendigen Abdichtungs- und Wasserhaltungsmaßnahmen), schränke die Belichtungs- und Feuerwehr-Aufstellfläche ein und verkleinere den Pausenhof, sagte Grossmann.

Deutliche Unterschiede zum ursprünglichen Entwurf

Die neuen Planentwürfe unterschieden sich deutlich von dem ursprünglichen Entwurf, betonte der Architekt. So würden beispielsweise 1.200 Quadratmeter an Bruttogeschossfläche und etwa 1400 Quadratmeter an überbauter Fläche eingespart. Ebenso werde es künftig nur zwei statt drei Aufzüge geben, die Sanitärbereiche habe man reduziert, und es gebe einen direkten Zugang zum Verkehrsübungsplatz. Zudem sei die Technikzentrale im ersten Bauabschnitt komplett realisierbar.

Momentan nur Kostenschätzung möglich

Valide Kosten seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht ermittelbar, sagte Häringer, die derzeitige grobe Kostenschätzung für Variante drei belaufe sich auf 32,1 Millionen Euro. Die zugesagten Förderungen eingerechnet, müsste die Gemeinde bei Variante drei 56,33 Prozent an Eigenmitteln zugeben.

Kostengünstig und unpraktisch will keiner

Der Bürgermeister betonte, es sei „nicht die Absicht der Gemeinde, kostengünstig, aber unpraktisch zu bauen“, sondern es gehe um die Zukunft und um gut ausgebildete junge Leute. Auf Nachfragen Curt Wiebels (ABE) erklärte Loferer, dass die anderen Gemeinden des Mittelschulverbands schon Einsicht in die Planungsunterlagen genommen hätten.

Anregungen der Gemeinderäte

Dr. Maren Weigand (FW) fand die Vorschläge „architektonisch toll“, hakte aber beim Hort nach. Ein eigener Saal zum Austoben sei ein nachvollziehbarer Wunsch, so Häringer, die Crux sei aber die Finanzierbarkeit. Wolfgang Kirner (SPD) regte an, den Kubus der Mittelschule noch etwas nach hinten zu schieben.

Magdalena Restle (Grüne) befürwortete eine Energieautarkie, Fraktionskollege Eduard Huber beantragte, detaillierte Kostenplanungen sowohl für einen Massiv- als auch einen Holzbau zu erstellen. Loferer hielt dem entgegen, dass dies sehr kosten- und zeitaufwändig sei. Häringer äußerte sich ähnlich, der Schulbau sollte eine optimale Mischung werden, allein der Kosten wegen.

Konkretere Planung bis zum Herbst

Bettina Scharold (CSU) erkundigte sich nach der Zeitschiene. Häringer erklärte, dass nun mit Fachplanern weitergearbeitet werde. Zum Herbst könne man dann die kommende Vorplanung und Kostenschätzung vorstellen. In gut einem Jahr könne der Beschluss zur Kostenberechnung gefasst werden. Eine darüber hinausgehende Vorausschau sei nicht möglich.

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