Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Prozess um brutale Tötung von Manuela K. aus Bergen

Als die Polizei zum ersten Mal den Tatort betrat, war noch (fast) alles unauffällig

Mord-Prozess um Tod von Manuela K. aus Bergen am Landgericht Traunstein.
+
Mord-Prozess um Tod von Manuela K. aus Bergen am Landgericht Traunstein: Links der Angeklagte mit seinem Verteidiger Harald Baumgärtl, rechts ein Foto von Manuela K.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
    schließen

Manuela K. aus Bergen wurde Anfang vorigen Jahres getötet und ihre Leiche zerstückelt im Wald versteckt - ist ein 61-jähriger gebürtiger Traunsteiner dafür verantwortlich? Heute steht am Landgericht der zweite Verhandlungstag im Mord-Prozess an.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein 61-jähriger Traunsteiner steht wegen Mordes vor Gericht
  • Er soll die 59-jährige Manuela K. aus Bergen ermordet und im Anschluss zerstückelt haben
  • Der Angeklagte zeigte sich am ersten Verhandlungstag voll geständig
  • Beamte geben am zweiten Verhandlungstag ihren Eindruck vom Tatort wider

Update, 10.50 Uhr - Beamte sagen vor Gericht aus

Bergen/Traunstein - Rund zehn Tage, nachdem Manuela K. in ihrer eigenen Wohnung in Bergen getötet wurde, betrat die Polizei zum ersten Mal die Räumlichkeit – und fast alles schien unauffällig. Davon berichtet nun eine Polizistin dem Gericht. „Auf den ersten Blick war alles ordentlich“, so die Beamtin: Keine Verwüstungen, der Kühlschrank gefüllt, der Mülleimer halbvoll. Auch auf einen Selbstmord habe es keine Hinweise gegeben. Der Angeklagte gab am ersten Prozesstag an, die Wohnung nach der Tat gründlich von den Blutspuren gereinigt zu haben.

„Die Wohnung machte einen aufgeräumten, sauberen Eindruck“, so die Polizistin im Zeugenstand. Auch im Keller, dort wo der 61-jährige Angeklagte die Leiche lagerte und später zerstückelte, sei nichts auffällig gewesen. Aber: eine Matratze im Bett fehlte. Es war die Matratze, die der Angeklagte nach eigenen Angaben im Waginger See versenkte, weil Blutspuren darauf zu sehen gewesen sein sollen. Bereits am ersten Prozesstag sagte ein Polizist aus, dass auch einem Polizei-Spürhund beim ersten Betreten der Wohnung nichts auffiel.

Recht früh nahm die Polizei Kontakt zum Angeklagten auf. Von Manuela K.s Nachbarn kam der Hinweis auf ihren aktuellen „Freund aus Oberösterreich“. Beim ersten Telefonat mit ihm habe er der Polizistin gesagt, er habe Manuela K. seit dem 8. Januar auch nicht mehr gesehen – der Tag vor der Tat. Zur Polizistin habe er gesagt, dass er ebenfalls nichts mehr von ihr gehört habe und ihr deshalb ein „böses E-Mail“ geschrieben habe.
Die weiteren Zeugen, die heute am Traunsteiner Landgericht erwartet werden, stammen aus dem nahen Umfeld des Angeklagten und Manuela K. Auch Ex-Freundinnen des 61-Jährigen werden geladen. 

Vorbericht, 8.25 Uhr - Der zweite Verhandlungstag startet

Der 61-jährige Angeklagte war bereits am ersten Prozesstag voll geständig: Er bekannte sich dazu, Manuela K. am 9. Januar 2020 mit einer Buddha-Statue geschlagen und sie dann erwürgt zu haben. Die Leiche soll er einige Tage später zerstückelt und sie in Taschen verpackt haben. Nach seiner Festnahme zeigte der gebürtige Traunsteiner der Polizei die Stelle im Wald bei Knappenfeld, an der er sie ablegte.

Am Montag, 15. März, wird der Prozess ab 9 Uhr vor dem Landgericht in Traunstein fortgesetzt. Der Angeklagte, der in Oberösterreich wohnte und zuletzt als Schreiner arbeitete, muss sich wegen Mordes und besonders schwerem Raub mit Todesfolge verantworten. Er lernte Manuela K. kurz zuvor auf einer Dating-Plattform im Internet kennen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er sie aus Habgier ermordete - denn der 61-Jährige hatte Mietschulden, einen Totalschaden am Auto und war arbeitslos. Etwa 86.000 Euro, Goldplättchen und Edelsteine soll er nach der Tötung von Manuela K. erbeutet haben.

„Ich habe Frau K. nicht getötet, um an Geld zu kommen. Ich wusste ja nicht mal, dass so viel Geld da ist“, gab der Angeklagte am ersten Prozesstag an. Viel mehr sei es zwischen den beiden zu einer körperlichen Auseinandersetzung nach dem Sex gekommen. Der Mann kam schon oft mit dem Gesetz in Konflikt. Er selbst sagte, schon über 20 Jahre lang im Gefängnis gesessen zu sein. Manuela K. wurde 59 Jahre alt. Weitere Prozesstermine sind aktuell für den 22., 23., 25. und 26. März, jeweils ab 9 Uhr, geplant.

chiemgau24.de wird aktuell aus dem Traunsteiner Landgericht berichten.

xe

Kommentare