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Ermittlungsakte schon 500 Seiten dick

Mordfall Hanna (†23): So kam die Polizei auf die Spur des Verdächtigen

Im Fall Hanna (†23) sucht die Polizei nach einem Jogger, der ein wertvoller Zeuge sein könnte.
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Im Fall Hanna (†23) gibt es weiterhin viele offene Fragen zu klären.
  • Norbert Kotter
    VonNorbert Kotter
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Der Mordfall Hanna gleicht nach wie vor einem Puzzle: Inzwischen hat die Polizei aber bekannt gegeben, wie sie auf die Spur des Tatverdächtigen gekommen ist. Und ein weiteres Detail ist hier höchst interessant.

Aschau im Chiemgau – Nach der Festnahme eines Tatverdächtigen arbeitet die Sonderkommission in voller Stärke weiter, die den gewaltsamen Tod der 23-jährigen Studentin Hanna W. aus Aschau klären will. Bisher hätten die rund 50 Ermittler deutlich über 200 Personen befragt, sagt Pressesprecher Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Rund 400 Befragungen und Vernehmungen stünden noch aus. Die Polizei hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: „Wir wollen einen Großteil bis Weihnachten schaffen. Realistisch ist allerdings, dass sich dieser Teil der Ermittlungsarbeit bis ins neue Jahr hinzieht“, so Sonntag.

Inhaftierter ist mysteriöser Jogger aus Todesnacht

Nach Informationen der OVB-Heimatzeitungen handelt es sich bei dem Inhaftierten um jenen Mann, der in der Tatnacht zwischen 2 und 3 Uhr morgens als Jogger in Aschau unterwegs war. Er war in der Nähe des Eiskellers gesehen worden. Später wurde er als Zeuge gesucht und auch von der Polizei befragt.

Allerdings hätten sich laut Sonntag zum damaligen Zeitpunkt keine Verdachtsmomente gegen den Mann ergeben, zu dessen Identität die Polizei bisher nur bekanntgibt, dass er zwischen 18 und 21 Jahren alt ist und aus dem südlichen Landkreis Rosenheim stammt. Aufgrund von anderen Zeugenangaben hatte sich in der vergangenen Woche dann ein dringender Tatverdacht gegen ihn ergeben, der zu seiner Festnahme führte. „Bei unseren Ermittlungen suchen wir weiter nach Fakten, die den Tatverdächtigen belasten, allerdings beleuchten wir auch Aspekte, die ihn entlasten könnten“, so der Polizeisprecher.

Anwalt des Tatverdächtigen hat Akten bekommen

Im Zusammenhang mit dem Verbrechen gebe es weiterhin viele offene Fragen zu klären. „Wir kennen noch nicht alle Einzelheiten des Tatgeschehens. Auch mit Blick auf zeitliche Abläufe in der Tatnacht gibt es noch viel zu recherchieren“, sagt Sonntag. Wie berichtet, war die Studentin in der Nacht zum 3. Oktober nach dem Besuch der Diskothek Eiskeller in Aschau getötet worden. Die Leiche der jungen Frau wurde Stunden später bei Kaltenbach in der Prien entdeckt, rund zehn Kilometer vom vermeintlichen Tatort in Aschau entfernt.

Wie Hanna ums Leben kam oder ob bereits ein Motiv für das schreckliche Geschehen erkennbar ist – dazu sagt die Polizei weiterhin nichts. Auch der Tatverdächtige schweigt bisher. Bekannt ist nur, dass der Haftbefehl gegen ihn auf Mord lautet. Sein Anwalt, Harald Baumgärtl aus Rosenheim, hat die rund 500 Seiten umfassende Ermittlungsakte mittlerweile erhalten.

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