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MÜHLENWEG BLEIBT KINDERGARTENSTANDORT

Kindergartenstandort: Ergebnis der Eggstätter Bürgerbefragung im Gemeinderat vorgestellt

Hier soll der neue Kindergarten samt Krippe entstehen. So will es die Mehrheit der Bürger.
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Hier soll der neue Kindergarten samt Krippe entstehen. So will es die Mehrheit der Bürger.
  • VonElisabeth Kirchner
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Der Mühlenweg soll beibehalten werden: Mit einem klaren Votum von 55 Prozent sprachen sich Eggstätts Bürger für den alten Standort Mühlenweg aus. Wo bisher der gemeindliche Kindergarten „Villa Sonnenschein“ residierte, soll nun auch der neue Kindergarten mit Kinderkrippe entstehen.

Eggstätt – Nikola Richter vom Planungsbüro Ingevost, das die Bürgerbefragung ausgerichtet hatte, gestaltete die Präsentation des Abstimmungsergebnisses in der jüngsten Gemeinderatsitzung spannend. So ging sie erst auf die Historie der Gemeinderatsbeschlüsse ein, die zur Bürgerbefragung zwischen dem 1. und 13. Juli 2021 geführt hatten und berichtete, dass 2421 Wahlberechtigte Bürger ab 16 Jahren (Stichtag 15. Juni 2021) angeschrieben worden seien. 1492 Karten seien zurückgesandt worden. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 62 Prozent.

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Das Ergebnis: 55 Prozent (825 Bürger) hätten für die Beibehaltung des Standorts Mühlenweg gestimmt, 43 Prozent (637 Bürger) für den Standort Obinger Straße gestimmt. Nur zwei Prozent aller Stimmberechtigten hätten angekreuzt, keine Meinung zu dem Thema zu haben. Alles in allem stehe die Abstimmung für eine „hohe Bürgerbeteiligung und eine klare Meinung.“

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Keine weiteren Debatten mehr gewünscht

Bürgermeister Christian Glas (FBE), der sich für den neuen Standort Obinger Straße stark gemacht hatte, erklärte, dass man sich mit der Bürgerinitiative dahingehend abgestimmt habe, dass es keine weiteren Debatten geben solle. Stattdessen werden beide Seiten jeweils ein Statement abgeben. Jakob Illi (Grüne) als Vertreter pro Mühlenweg bedankte sich für die hohe Beteiligung: „Ein tolles Ergebnis, ein klare Votum.“ Nun müsse man „Gas geben für unsere Kinder und die Ärmel hochkrempeln.“

Dank für diehohe Beteiligung

Glas bedankte sich ebenfalls bei allen Beteiligten, und erwähnte auch die Verwaltung, die Rückantworten ungesehen an Ingevost weitergeleitet habe. Er sei über den Ausgang „nicht sonderlich erfreut“, aber nun gelte es, „neu zu planen und den neuen Standort zu akzeptieren.“ Die angedachten Vorhaben wie Sitzungssaal, Tiefgarage und weitere Mitarbeiterräume seien damit vom Tisch. Das Vorhaben käme somit billiger. Allein die Hackschnitzelanlage sollte man weiterverfolgen, befand der Rathauschef. „Deckel drauf“, beschied Bürgermeister Glas und gratulierte den Siegern: „Das sind unsere Kinder.“

Der Weg zur Bürgerbefragung:

Seit langem wird um einen Standort für einen gemeindlichen Kindergarten in der Hartsee-Gemeinde heftig gerungen. Der gemeindliche Kindergarten „Villa Sonnenschein“ am Standort Mühlenweg ist zu klein, der neu angedachte Standort an der Obiger Straße stieß bei vielen Bürgern in der Gemeinde auf Widerstand. Auch wenn sich der Gemeinderat in der vergangenen Amtsperiode mehrheitlich für den Standort Obiger Straße ausgesprochen hatte, formierte sich eine Bürgerinitiative, die einen Bürgerentscheid mit über 400 Unterschriften gegen einen Standort an der Obinger Straße forderte.

Schließlich verständigten sich alle Beteiligten auf die Einrichtung einer Planungsgruppe, bestehend aus Vertretern der Bürgerinitiative, der Elternschaft, der Schule und der Verwaltung, sowie einem unabhängigen Moderator. In Zusammenarbeit mit dem Planegger Planungsbüro Ingevost einigte man sich mit Zustimmung des Gemeinderates auf einen Bürgerentscheid über den Standort eines Kindergartens mit Krippe. Das Ergebnis der Bürgerbefragung gilt für die kommenden drei Jahre für die weiteren Planungen als bindend.

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