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Projekte werden vorangetrieben

In der Gemeinde Frasdorf werden ein Kindergarten und eine Sporthalle neu gebaut

Bürgermeister Daniel Mair möchte in diesem Jahr die Planungen für den Kindergartenneubau abschließen.
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Bürgermeister Daniel Mair möchte in diesem Jahr die Planungen für den Kindergartenneubau abschließen.
  • VonKatharina Koppetsch
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Viele Projekte in der Gemeinde Frasdorf des vergangenen Jahres werden in 2022 weiter- beziehungsweise zu Ende geführt. „Auch im Jahr 2021 waren in der Kommune wieder umfangreiche Themen zu bearbeiten“, sagt Bürgermeister Daniel Mair (CSU) und gibt einen Rück- und Ausblick auf die Gemeindetätigkeiten.

Frasdorf – Die Gemeindeverbindungsstraßen nach Tauern sowie nach Soilach werden erneuert. Die Bauarbeiten haben im November begonnen und werden im Frühjahr weitergeführt. Die Kosten liegen bei rund 388.600 Euro. „Weiter wurden Aufträge zur Erneuerung des Lederstubenparkplatzes und die Gemeindeverbindungsstraße bis Mühlberg sowie für die Erneuerung der Gemeindeverbindungsstraße von Brandenberg nach Stupfa vergeben“, sagt Mair. Baustart ist hier ebenfalls das kommende Frühjahr und die Kosten belaufen sich auf rund 331.600 Euro.

Neuer Parkplatz in Umrathshausen

Durch einen neuen Parkplatz im Ortsteil Umrathshausen konnte dort das Parkplatzproblem entschärft werden. Er dient vor allem als Parkplatz für Gäste des Landgasthofs, allen Kirchenbesuchern sowie der Feuerwehr und den Schützen.

Auch in Sachen Schulsporthalle hat sich einiges getan. Im März erteilte das Landratsamt Rosenheim nach einer einjährigen Planungsphase die Baugenehmigung. Dementsprechend schrieb die Verwaltung, die ersten Gewerke wie Erdbau, Entwässerung Spenglerarbeiten und Trockenbau aus.

Doch die Corona-Pandemie und die damit verbundene Situation in der Baubranche machte der Verwaltung hier einen Strich durch die Rechnung. Für das Gewerk Zimmererarbeiten wurde kein Gebot abgegeben und die Ausschreibung deswegen aufgehoben. Doch der Bürgermeister bleibt optimistisch: „Die erneute Ausschreibung wird nun im Januar 2022 erfolgen, sodass der Baubeginn im Frühjahr 2022 erfolgen kann.“

Der Kindergartenneubau in Wildenwart wird gemeinsam mit dem Nachbarn Prien geplant.

„Ziel ist es, die Planungen im Jahr 2022 abzuschließen, damit ein Baubeginn im Frühjahr 2023 erfolgen kann“, erläutert der Bürgermeister die Pläne.

Glasfaser, Breitbandausbau und die Digitalisierung – mit diesen drei Themenbereichen hat sich Frasdorf intensiv beschäftigt. So wurden das Rathaus und die Grundschule mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet. Die Kosten beliefen sich auf 42.000 Euro, die zu 90 Prozent gefördert wurden. „Für das Jahr 2022 ist nun ein eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau für das komplette Gemeindegebiet geplant, sodass jedes Anwesen die Möglichkeit eines Glasfaseranschlusses bekommt“, sagt Mair.

Digitalisierung der Grundschule

Die Verwaltung stattete die Grundschule außerdem mit sechs Großbildmonitoren und 25 Notebooks aus. Die Kosten von rund 46.000 Euro wurden ebenfalls mit 90 Prozent gefördert.

2022 können im neuen Lehrbienenstand Schulklassen alles über Bienen- und Artenschutz lernen. Der Lehrbienenstand wurde Anfang Oktober eingeweiht und ist ein gemeinsames Projekt mit der Gemeinde Aschau. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 160 000 Euro. Über zwei Leader-Förderungen mussten sich Frasdorf und Aschau am Ende die Kosten von 64 000 Euro teilen.

Bauleitplanverfahren „Frasdorfer Anger“

Ein Thema, das die Gemeinde Frasdorf seit einigen Jahren beschäftigt, ist das Bauleitverfahren „Frasdorfer Anger“. Die Bäckerei Miedl plant, am südlichen Ortsausgang ein Café zu eröffnen. Außerdem soll ein Regionalmarkt des Anderlbauern entstehen. Da sich der Gemeinderat nach einem Ortstermin, bei dem die Ausmaße des Bauprojekts visualisiert wurden, im Herbst 2020 mehrheitlich gegen eine Weiterführung des Bauprojekts aussprach, schlug Bürgermeister Daniel Mair ein Ratsbegehren vor.

Dieser Vorstoß wurde abgelehnt. Am 6. Oktober sprachen sich die Gemeinderäte dann für die Weiterführung des Verfahrens aus. Der Bebauungsplanentwurf wurde Anfang vergangenen Jahres öffentlich ausgelegt und die Träger öffentlicher Belange durften zu dem Entwurf Stellung nehmen. In dieser Zeit formierte sich ein Bürgerbegehren gegen das geplante Projekt. Im März wurde die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens und Durchführung eines Bürgerentscheids vom Gemeinderat bestätigt. „Ab diesen Zeitpunkt ruhte das Bauleitplanverfahren bis zum Bürgerentscheid“, erklärt Mair.

Beim Bürgerentscheid Mitte Mai sprach sich der Großteil der Frasdorfer für die Fortführung des Projekts aus. „Der nächste Verfahrensschritt wäre die Abwägung der im Rahmen der Auslegung eingegangenen Stellungnahmen“, sagt Mair.

Davor seien aber städtebauliche Verträge mit d beiden Investoren zu schließen. Die Vertragsentwürfe die Fragen zur Erschließung und baulichen Nutzung klären, liegen beiden Investoren vor. Erst wenn sie unterzeichnet sind, geht das Bauleitplanverfahren weiter. „Bis dahin ruht das Verfahren. Wann und ob dies der Fall ist, kann aktuell noch nicht abgeschätzt werden.“

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