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Rund 4000 feiern in Aschau

„Ihr seid die Visitenkarte Bayerns“: Ministerpräsident Söder besucht Patronatstag der Gebirgsschützen

Auch für ein Selfie war Ministerpräseident Markus Söder zu haben, auch wenn die übrigen Fotografen schon lauerten.
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Auch für ein Selfie war Ministerpräseident Markus Söder zu haben, auch wenn die übrigen Fotografen schon lauerten.
  • VonHeinrich Rehberg
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Zum Patronatstag in Aschau ist auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder angereist. Auch, weil ihn etwas Besonderes mit den Gebirgsschützen verbindet.

Aschau – Etwa 4000 Gebirgsschützen aus allen 47 Kompanien zwischen Garmisch-Partenkirchen und Bad Reichenhall kamen in Aschau zum höchsten Feiertag der Gebirgsschützenkompanien zusammen, dem Patronatstag. Jedoch musste die Feldmesse im Freien mitsamt Kirchenzug und Festzug abgesagt werden, andauernder Regen hatte die umliegenden Wiesen und Felder vollkommen durchnässt und unbetretbar gemacht.

Die Gebirgsschützenkompanie Wackersberg auf dem Weg zum Festzelt.

Regen macht Strich durch die Rechung

Gottesdienst im Festzelt mit Pfarrer Philipp Werner (links), Aschaus Pfarrer Paul Janßen (Dritter von links) und Kompaniepfarrer Hermann Overmeyer (Dritter von rechts).

So musste Hauptmann Hubert Stein den zahlreichen Ehrengästen – darunter Herzog Max in Bayern, Ministerpräsident Markus Söder, Landrat Otto Lederer, Ludwig Baron von Cramer-Klett, CSU-Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner und der frühere CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler – die harten Bänke im Bierzelt anweisen und ihnen eröffnen, dass auch der Festzug durch das geschmückte Dorf entfallen müsse.

Die Zeltmesse zelebrierten Pfarrer Paul Janßen, Kompaniepfarrer Hermann Overmeyer und Pfarrer Philipp Werner. Die Fahnen aller Kompanien im Mittelgang des Zeltes und die Bundesfahnen hinter dem Altar boten ein eindrucksvolles Bild. Pfarrer Overmeyer hielt die Festpredigt und wies darauf hin, dass die Ideale der Gebirgsschützen auch für das moderne Bayern unverzichtbar seien. „Zum Einsatz gegen Tirol kommen die Schützen nicht mehr, nicht einmal bei der Blockabfertigung“, sagte er im Scherz.

Gedenken an die Gefallenen vor dem Kriegerdenkmal Aschau gemeinsam mit Landeshauptmann Martin Haberfellner (Mitte) und den Ehrenposten der Gebirgsschützenkompanie Aschau.

Freundschaft und Verbundenheit

Aschaus Bürgermeister Simon Frank freute sich, dass ausgerechnet in Aschau der erste Patronatstag nach der langen Abstinenz stattfinden kann und wünschte allen ein angenehmes Fest. Der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes (SSB), Major Renato des Dorides, beschwor die jahrhundertelange Verbindung der stammverwandten Bayern und Tiroler und rief dazu auf, sich heutzutage nicht mehr durch eine paar Kleinigkeiten um die lange Freundschaft und Verbundenheit bringen zu lassen.

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Feuer frei für die Atillerie der Gebirgsschützenkompanie Unterwössen.

Landeshauptmann Martin Haberfellner freute sich, dass alle Kompanien der Einladung gefolgt waren: nach dem Gottesdienst zeichnete er zahlreiche verdiente Vereinsmitglieder aus allen Gauen aus. Zum guten Schluss der gemeinsamen Feier zapfte der Gauhauptmann gemeinsam mit Ministerpräsident Söder ein Fassl Bier für den ersten Durst an.

„Ihr macht Bayern stets Ehre“, sagte Ministerpräsident Söder zu den Kameraden.

„Ihr macht Bayern stets Ehre, wenn ihr als Ehrenformation in München Staatsgäste empfangt, ihr seid die Visitenkarte und die beeindruckendste Gruppe Bayerns“, lobte Ministerpräsident Markus Söder seine Kameraden von den Gebirgsschützen beim Patronatstag in Aschau.

Die Fähnriche der Gebirgsschützen aus Südtirol, Bayern und Nordtirol im Hintergrund des Gottesdienstes.

Weltoffen und wertegebunden

Der Ministerpräsident ist Ehrenmitglied der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien. „Wofür stehen die Gebirgsschützen heute noch? Als Armee zum Schutz gegen Tirol müssen sie heute natürlich nicht mehr eingesetzt werden, aber sie verkörpern neben dem traditionellen Bayern auch das moderne Bayern in Tracht und Tradition, in Technologie und Menschlichkeit – die Kompanien sind weltoffen und wertegebunden, wie Bayern in seiner Gesamtheit“, sagte der Ministerpräsident. Die Kompanien der Gebirgsschützen stünden für die Freiheit des Einzelnen, sie brauchten keine bevormundenden Vorschriften, sei es beim Essen, sei es beim Sprechen oder im Glauben. „Gott schütze euch und Bayern.“

Gemütlichkeit und Geselligkeit herrschte im Festzelt beim Patronatstag in Aschau.

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