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Es kann noch gespendet werden

Goldene Sterne auf blauem Grund - Eggstätter Chorraum ist saniert

Die Sanierung des Chors in der Kirche St. Georg in Eggstätt ist abgeschlossen. Bis zum Sommer, soll es auch ein neues Lichtkonzept geben.
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Die Sanierung des Chors in der Kirche St. Georg in Eggstätt ist abgeschlossen. Bis zum Sommer, soll es auch ein neues Lichtkonzept geben.
  • VonElisabeth Kirchner
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Der Eggstätter Himmel strahlt schon wieder, freut sich Verwaltungsleiter Christian Staber. Für das 150 jährige Jubiläum hatten sich Pfarrgemeinde, Pfarrer Andreas Przybylski, Kirchenpfleger Georg Hundhammer und Verwaltungsleiter Christian Staber ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Den Chorraum der Pfarrkirche St. Georg in seinen Originalzustand zurückzuversetzen und das Kirchenschiff vom Staub der Jahrzehnte zu reinigen.

Eggstätt – Ein Zwischenschritt ist erreicht: Auf hellem Blau funkeln wieder goldene Sterne.

Kosten fallen geringer aus

„Die finalen Kosten der bisherigen Maßnahme werden vermutlich sogar geringer ausfallen als geplant, sodass man auch vorsichtig über die Renovierung des Kirchenschiffs nachdenken darf,“ erläutert Staber die nächsten Schritte. Bei einem Besuch der neugotischen Pfarrkirche im vergangenen Herbst hatte sich ein Großteil des Himmels über dem Chorraum noch gräulich gezeigt. Kirchenmaler Michael Stein hatte damals erklärt, dass die Bögen des Himmels zwischenzeitlich einen rötlichen Ton hatten und dass auf dem hellen Untergrund, dem Himmel, schablonierte Sterne aufgemalt waren.

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1908 habe der Chorraum dann den hellblauen Anstrich bekommen und Sterne aus Gipsapplikationen seien teilweise über die älteren Sterne angebracht worden. Er habe dies bei der Reinigung und mittels alten Bildmaterials herausgefunden, das unter anderem von einzelnen Mitgliedern der Kirchenverwaltung zur Verfügung gestellt wurde.

Viele ältere Kirchenbesucher können sich noch an den blauen Himmel und die goldenen Sterne erinnern, kam bei der Ortsbesichtigung zur Sprache. Kirchenpfleger Georg Hundhammer hatte damals auch erwähnt, dass einer seiner Vorfahren die letzte Fassung der Kirche als Kirchenmaler umgesetzt hatte. Einig waren sich die drei Herren darin, dass das Blau des Chorraums in hellem Blau leuchten müsse, damit die Sterne wegen der Licht- und Schattenseite konturierter erscheinen.

Künstler für Lichtkonzept zuständig

Und so ist es: Beinahe echt wirkt nun der Himmel über dem Chorraum. Schon gleich nach der Gerüstabnahme konnten die Kirchenbesucher zuerst beim Weihnachtsgottesdienst die Sterne am Firmament funkeln sehen. Selbst heute, an einem leicht gräulichen Frühlingsvormittag, zieht das Firmament der Pfarrkirche die Besucher in den Bann.

Noch ist der Himmel aber nicht komplett, verrät Verwaltungsleiter Staber.

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Denn eigentlich sollte auch das Lichtkonzept neugestaltet werden. Dafür konnte die Kirchenverwaltung den internationalen Lichtkünstler Wolfgang von Zoubek gewinnen, der das Projekt ehrenamtlich begleitet. Geplant war, dass die „neue“ Beleuchtung zeitgleich mit der Gerüstabnahme einhergeht und somit das Firmament im wahrsten Sinne des Wortes erstrahlt.

Leider fehlen nun aufgrund der Lieferkettenprobleme noch einige Steuerungsgeräte, bedauert der Verwaltungsleiter. „Vor dem Kirchenjubiläum im Sommer sollte aber alles fertig sein,“ gibt er sich zuversichtlich. Dank der ehrenamtlichen Unterstützung werden sich – stand heute – die Kosten auf 100 000 Euro belaufen. Ser ursprüngliche Kostenansatz war sogar 10 000 Euro höher, 30 000 Euro wird dabei die Hauptabteilung Kunst des Ordinariats beisteuern. Den Rest muss die Pfarrgemeinde tragen.

Der weiße Fleck unter der Kanzel zeigt, wie sehr die Muern in den vergangenen Jahren nachgedunkelt sind.

Kirchenschiff soll gereinigt werden

Für die komplette Reinigung des Kirchenschiffs wirbt Kirchenpfleger Staber um weitere Spenden. „Unser Kirchenpfleger ist da richtig hausieren gegangen und hat Klinken geputzt,“ lobt Staber. Doch noch sei nicht das ganze Unterfangen in trockenen Tüchern, weswegen auch er um Spenden, Zuschüsse und Gebete bitte, auf dass die Maßnahmen gut gelingen.

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Er habe die vorsichtige Hoffnung, dass man die Reinigung des Kirchenschiffes noch heuer im Herbst beziehungsweise allerspätestens Anfang kommenden Jahres angehen könne. Der Kirchenhimmel strahlt schon jetzt, sagt Pfarrer Przybylski. Baumaßnahmen und verschiedenste pastorale Angebote machten dem Jubiläum keinen Abbruch, genau wie es im Psalm 104,2 heißt: „Du spannst den Himmel über uns aus wie ein Zelt.“

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