Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Das etwas andere Kinoprogramm

Geschichten voller Mythen – das Alpen Filmfestival in Bad Endorf

Bergsteiger Roger Schäli an der Eiger Nordwand. Zusammen mit Simon Gietl will er die sechs großen Nordwände der Alpen in einem Schwung besteigen.
+
Bergsteiger Roger Schäli an der Eiger Nordwand. Zusammen mit Simon Gietl will er die sechs großen Nordwände der Alpen in einem Schwung besteigen.
  • VonKatharina Koppetsch
    schließen

Eine Totalaufnahme: ein Bergkamm und die Silhouette eines Wanderers. Hinter dem Wanderer erstreckt sich das Alpenpanorama. Beim „Alpen Film Festival“, das am 19. Mai in Marias Kino in Bad Endorf gastiert, werden Filme gezeigt, bei denen „die Berge im Vordergrund stehen“, sagt Festivalleiterin Sandra Freudenberg.

Bad Endorf – . Neben dem, was gezeigt wird, ist aber auch wichtig, wo es gezeigt wird. „Marias Kino ist der Wahnsinn“, schwärmt Freudenberg. „Wir haben das Festival in der Corona-Zeit gegründet und haben dabei vom Kino eine unglaubliche Unterstützung bekommen, deswegen bleiben wir ihm auch treu.“

Begeisterung ist da

Für Kinobetreiber Jürgen Bach ist es wichtig, dass ein solches Festival auch in Bad Endorf Stopp macht. „Es gibt viele Besucher, die sich für unsere Alpen und das Bergsteigen interessieren.“ Das locke natürlich auch wieder Menschen ins Kino. Nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen merke er, dass die „Begeisterung für das Kino“ wieder zunimmt, so Bach.

Lesen Sie auch: Von der Flucht auf die Bühne: So lief der Auftritt der ukrainischen Pianistin Alisa Szuper in Stephanskirchen

Auf dem alten Stand sei sie aber nicht. „Ein bisschen Zurückhaltung ist noch da.“ Der Kinobetreiber betont aber auch, dass Marias Kino mit seinem großen Saal und neuer Klimaanlage viel Platz biete.

„Marias Kino ist immer ein Höhepunkt“, sagt Freudenberg. Zum einen die Atmosphäre des Saals, aber auch das Publikum selber: „da wird geklatscht, gejohlt, aber auch gebuht.“ Das motiviere für die rund 40 weiteren Stationen des Alpen Film Festivals, das auch in Österreich und heuer zum ersten Mal in Italien gezeigt wird.

Geschichten voller Märchen und Magie

Aus über 200 eingesendeten Filmen wurden sechs ausgewählt. Sie zeigen unter anderem, wie eine junge Frau mit einem Bergführer die sieben höchsten Berge in Bayern und Österreich besteigt. Wie erfahrene Alpinisten die sechs wichtigsten Nordwände besteigen und wie Extrembergsteiger Reinhard Karl über seine Wanderungen erzählt. Dabei konzentriert sich das Alpen Film Festival vor allem auf eins: die Berge, „die voller Geschichte und Geschichten, voller Mythen und Mysterien, Märchen und Magie“ stecken. „Die Alpen bieten uns Räume: um Abenteuer zu erleben, uns zurückzuziehen, Grenzen auszuloten, um zu träumen und zu gestalten“, sagt die Festivalleiterin.

Lesen Sie auch: Ein neues Hotel in Oberaudorf? Was auf dem ehemaligen Knoll-Anwesen passieren könnte

Der Respekt vor der Bergwelt und den Bergmenschen stehe dabei im Vordergrund – „ganz im Sinne alpinistischer Werte wie Freundschaft, Vertrauen und Mitgefühl, die den Alpinismus zum immateriellen Kulturerbe der UNSECO machen.“

Was es nicht gibt, ist – wie Freudenberg es nennt – „Ballermannbergsteigen“, das bei so manch anderen Filmfestivals beworben werde. Genau deswegen habe Freudenberg das Festival vor zwei Jahren ins Leben gerufen. „Andere Filmfestivals bilden nicht ab, was wir als Alpinisten empfinden. Die Stille am Berg und im Tal.“

Einer der Filme zeige eine Wanderung in einem einsamen Gebirge. Das seien 30 Minuten, die vor allem von „großer Stille“ geprägt seien. Das müsse sich erst mal tragen und das Publikum auch aushalten. „Wir wollen mit unseren Filmen Gefühle vermitteln.“

Man merkt zwei Jahre Corona

Und genau das passt wieder zu dem Leitsatz von Marias Kino. „Wir sind noch ein richtiges Kino“, so Bach – ein sogenanntes Arthousekino, das eben nicht nur die Blockbuster zeigt. Nach rund zwei Jahren Corona gar keine leichte Aufgabe, so Bach. Denn in der Coronazeit seien weniger Independent-Filme gedreht worden, erklärt Bach. „Es wird schwieriger, das Programm zusammenzustellen.“

Die Veranstaltung:

Das Alpen Film Festival wird am Donnerstag, den 19. Mai um 20 Uhr in Marias Kino gezeigt. Der Eintitt kostet 12 Euro.

Mehr zum Thema

Kommentare