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CHIEMGAUER TRACHTLER

Gautrachtenfeste sind bis 2027 geplant – Neuwahlen werden auf das kommende Jahr verschoben

Über Gaufeste und eine „Gwand-Initiative“: Versammlung des Chiemgau-Alpenverbandes fand online statt.
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Über Gaufeste und eine „Gwand-Initiative“: Versammlung des Chiemgau-Alpenverbandes fand online statt.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Bereits zum zweiten Mal muss das Gautrachtenfest des Chiemgau-Alpenverbandes für Tracht und Sitte abgesagt werden. Nachdem es im Vorjahr den Trachtenverein „D’Gamsgebirgler“ Schleching erwischte, musste jetzt der Trachtenverein „D’Koasawinkla“ Reit im Winkl seine mehrjährigen Vorbereitungen beenden.

Chiemgau –Wie es mit den Gaufesten weitergeht, stimmten bei einer virtuellen Zusammenkunft die Vorstände der 23 Mitgliedsvereine ab. Bis zuletzt bestand Hoffnung, das Gaufest als Höhepunkt der Chiemgauer Trachtler doch durchführen zu können. Aber letztlich mussten sich die Gauschützen den Ratschlägen der Medizin und den Auflagen der Politik beugen.

Vorsitzende tagten online

Zu der Online-Sitzung lud Gauvorsitzender Miche Huber aus Rottau ein und bedankte sich beim Trachtenverein Reit im Winkl sowie dessen Vorsitzenden Pankraz Mühlberger für die Abstimmungen des Festvereins mit dem Gauvorstand.

Am Gauball in Unterwössen halten die Mitglieder fest

Das Gaufest ist aber nicht die einzige Veranstaltung des Chiemgau-Alpenverbandes. Traditionell beginnt das trachtlerische Jahresgeschehen mit der Bitt- und Dank-Wallfahrt nach Raiten im Chiemgau an Christi Himmelfahrt, heuer am Donnerstag, 13. Mai. „Eine Absage wollen wir zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht machen, aber einen Plan B haben wir schon. Sollte es im Mai noch nicht möglich sein, dann haben wir vor, die Wallfahrt am ursprünglichen Gaufest-Sonntag, 25. Juli, nachzuholen“, so Gauvorsitzender Huber. Der Vorstand habe sich einen Monat Vorlauf zur Entscheidung vorgenommen.

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Festgehalten wird am geplanten Gauball am Freitag, 29. Oktober, im neuen Saal von Unterwössen. Eventuell soll an diesem Abend ein Dirndldrahn-Wettbewerb stattfinden. Ein reduziertes Gaupreisplatteln soll im Dialog mit den Gauvorplattlern und mit der Gauvortänzerin ins Auge gefasst werden, voraussichtlich in Reit im Winkl.

Bis 2027 sind die Gemeinden für die Gaufeste vorausgeplant

„Bierbänke mit Plexiglas-Scheiben und Masken, das können wir uns nicht vorstellen“, Huber weiter. Deswegen soll es eine neue Reihenfolge für die Gaufeste geben. Der Vorsitzende bat die Vereins-Vorstände um Zustimmung, dass sich die Vereine, die bereits jetzt für die kommenden Jahre eine Gaufestplanung kundtaten oder hatten, eigens zusammentun, um die neue Reihenfolge zu besprechen.

Zu diesen Vereinen gehören Schleching, Reit im Winkl, Übersee, Hohenaschau, Feldwies, Marquartstein – 2026 könnte dort der 100. Geburtstag des Chiemgau-Alpenverbandes gefeiert werden – und Greimharting. Bis zur Gaufrühjahrsversammlung 2022, die beim Trachtenverein „D’Griabinga“ Hohenaschau stattfinden soll, ist eine Lösung gewünscht.

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Gwand-Initiative im späten Frühjahr

Eine „Gwand-Initiative“ aus den Reihen des Gauvorstands kommentierte Vorsitzender Huber mit den Worten: „Es steht doch nichts dagegen auch ohne offiziellen Anlass und privat unser bestes und schönes Gwand, die Tracht, anzuziehen.“ Die Gaubrauchtumswartin Anja Voit aus Oberwössen und Gautrachtenwartin Lisbeth Tengler aus Übersee haben deswegen für die Sonntage 2. und 16. Mai die Aktion „Schneidig beinand, mit Lederhos’n und Dirndlg’wand“ geplant. Dabei soll die Freude am Tragen und Herzeigen des Boarischen G’wands im Vordergrund stehen und sichtbar werden.

Wahlen auf 2022 verschoben

Vereinbart wurde außerdem, dass die im Herbst anstehenden Neuwahlen um ein Jahr verschoben werden. Die Herbstversammlung für die Delegierten wird am 15. Oktober beim Ameranger Trachtenverein „Chiemgauviertler“ sein, dieser Verein könnte heuer seinen 100. Geburtstag feiern.

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