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Flotter Marktverlauf trotz zurückhaltendem Besuch

Wegen des guten Erntewetters waren die Marktbesucher nicht so zahlreich wie gewohnt. Dennoch kam nach Aussagen des Zuchtverbandes Miesbach ein flotter Marktverlauf zu Stande. Wenig Erfreuliches war dagegen vom Kälberverkauf zu berichten.

Miesbach - Die alte Miesbacher Oberlandhalle - sie wird vor dem Umzug nur noch dreimal Schauplatz eines Großviehmarktes sein - wurde fast vollständig geräumt. Schon bei der Körung der Jungstiere konnte man nur von durchschnittlicher Qualität sprechen, lediglich zwei Exemplare konnten in Wertklasse 1 eingereiht werden.

Der Besamungsverein Neustadt/Aisch sicherte sich Zypris, einen Zapfhahn-Sohn von der Lechner GbR aus Sauerlach und Willander, einen Willenberg-Sohn aus der Zucht von Franz Vordermayer aus Riedering. Da keine andere Besamungsstation Interesse zeigte, waren sie zum Grundpreis von 3500 Euro zu haben.

Die Natursprungstiere kosteten zwischen 1420 und 2150 Euro. Einige Exemplare mit roten Köpfen waren nicht zu verkaufen. Der Käufer geht hier von einer Einkreuzung mit Rotbunt aus und sucht sich lieber eine andere Farbvariante. Der Gesamtdurchschnitt der 14 verkauften Stiere lag bei 2126 Euro.

Bei den 133 Jungkühen war die Nachfrage flott. Trotz der etwas geringeren Qualität und der mit 25,7 Kilogramm etwas knapperen Milchleistung konnte Versteigerer Michael Walser die Zuschläge bis zum Schluss rasch erteilen. Bei nochmals leicht angehobenen Milchpreisen konnten insbesondere leistungsstarke Tiere mit gutem Exterieur sehr gut verkauft werden. Die acht vorgezogenen Jungkühe erreichten dabei durchschnittlich 2388 Euro, in der Spitze bis zu 2700 Euro.

Ganz oben in der Beliebtheitsskala waren eine Sanddorn-Tochter von der Lechner GbR aus Sauerlach, eine Milano-Tochter von Johann Hell aus Schliersee und eine Mandery-Tochter mit dem höchsten Tagesgemelk von 35 Kilogramm aus der Zucht von Johann Eberl aus Sauerlach.

Insgesamt wurden 2000 Euro 20-al übertroffen. Niedrige Preise von 1180 bis 1300 Euro gab es sechsmal für Tiere mit schlechter Melkbarkeit, erhöhtem Zellgehalt oder anderen Euterschwächen. Der Durchschnittspreis war mit 1694 Euro im Vergleich zum Vormarkt zwar etwas rückläufig, aber gemessen an der Qualität durchaus in Ordnung.

Zwei Kühe mit zwei und vier Kälbern kosteten 1445 Euro, drei Kalbinnen 1437 Euro. Der neue Arbeitsplatz liegt für 55 Rinder im Zuchtverbandsgebiet, für 49 im restlichen Bayern. 30 beziehungsweise 18 Tiere wurden nach Norddeutschland und nach Südtirol sowie Holland gebracht. Der nächste Großviehmarkt in Miesbach findet am Mittwoch, 23. Oktober statt.

Wenig Erfreuliches gibt es vom jüngsten Kälbermarkt in Miesbach zu berichten. Einzig die Auftriebszahlen waren positiv: 500 Stierkälber, 82 Kuhkälber zur Weiternutzung und 41 weibliche Zuchtkälber. Im Gesamtdurchschnitt erreichten die Stierkälber einen Auszahlungspreis von 5,59 Euro pro Kilogramm. Die Gewichtsklasse 70 bis 80 Kilogramm kostete 5,51 Euro, 5,71 Euro wurden für die 80 bis 90 Kilo schweren Kälber bezahlt und 5,77 Euro für die 90 bis 100 Kilogramm-Kälber. Die Spitzenpreise für die Stierkälber bewegten sich zwischen 6,50 und 6,83 Euro je Kilo. Bei den Kuhkälbern zur Weiternutzung wurden folgende Preise notiert: 70 bis 80 kg - 3,03 Euro; 80 bis 90 kg - 3,37 Euro und 90 bis 100 kg - 3,53 Euro. 276 Euro kostete im Schnitt ein weibliches Zuchtkalb, das gibt einen Kilopreis von 3,42 Euro.

Wegen des Feiertages am 3. Oktober findet der Kälbermarkt in Miesbach diese Woche bereits am Mittwoch, 2. Oktober, statt. Der Zuchtverband sucht enthornte Rinder, fünfeinhalb bis zwölf Monate alt; Leistung: erste Laktation mindestens 6000 Kilogramm Milch. Auszahlungspreis: 700 bis 850 Euro; Anmeldung unter Telefon 08025 /2808-40. re

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