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Großes Konzert am 24. Oktober

Erfolg begann mit einer Wette

Prägt das musikalische und gesellschaftliche Leben in Wildenwart: die Musikkapelle.  Foto Rehbergf
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Prägt das musikalische und gesellschaftliche Leben in Wildenwart: die Musikkapelle. Foto Rehbergf

Wildenwart - Alles begann 1955 mit einer Wette: Schullehrer Albert Pfaffenzeller und Sägewerksbesitzer Johann Rinser wetteten miteinander, ob es möglich sei, in Wildenwart eine Musikkapelle auf die Füße zu stellen. Pfaffenzeller war sich sicher die musikbegeisterten Wildenwarter Burschen zu einer Kapelle formen zu können, Rinser hielt dagegen.

Im September begannen die ersten Proben mit den zukünftigen Musikanten und bei der Christmette 1955 war der erste öffentliche Auftritt. Albert Pfaffenzeller hatte seine Wette gewonnen und Wildenwart hatte seine Blasmusik.

Wenige Musikkapellen wird es wohl in Bayern geben, über die bereits ein Buch verfasst wurde. Gabriele Pfaffenzeller, Enkelin des ersten Musikmeisters von Wildenwart, hat als Arbeit für ihr Staatsexamen die Geschichte der Blaskapelle unter dem Titel "Wia de Zeit vergeht" beschrieben.

60 Jahre nach ihrer Gründung ist die Musikkapelle Wildenwart weitum ein Begriff: 60 Musikanten und manchmal auch mehr spielen in der ganz großen Besetzung mit, über 40 Jugendliche musizieren in der Jugendkapelle, viele haben in den vergangenen Jahren den Sprung aus der Jugendkapelle in die "große Musik" geschafft.

Seit den Anfängen vor 60 Jahren hat sich vieles verändert und weiterentwickelt: die Besetzung, das Repertoire und die Dirigenten. Auf den Gründer Albert Pfaffenzeller folgte 1965 Max Kempinger, sein Nachfolger wurde 1978 Paul Kempinger und im Jahr 2000 übernahm Wolfgang Kink die Verantwortung.

Weitum ist die Wildenwarter Blaskapelle bekannt als Träger der heimischen Musik. Unter der Stabführung von Dirigent Wolfgang Kink oder in der kleineren Besetzung mit Musikmeister Sepp Fischer ist sie für die Wildenwarter Ortsvereine und die Vereine zu allen Anlässen da und sorgt immer für den guten Ton. Gespielt wird im Fasching, bei Waldfesten, bei den Gaufesten, beim Preisplatteln, Maibaumaufstellen und beim Jahrtag, gespielt wird bei den Hochzeiten, bei Geburtstagsständchen und ebenso auch bei Beerdigungen.

Intensive Nachwuchsarbeit

Zur weiteren Förderung des Nachwuchses gründete sich 2002 der Musikförderverein Wildenwart mit dem Ziel die Ausbildung der jungen Musiker durch den Verein zu unterstützen und die Nachwuchsförderung für die Kapelle intensiv zu fördern. So will die Musikkapelle Wildenwart sicherstellen, dass es nach 60 Jahren Bestehen der Musikkapelle Wildenwart auch die nächsten 60 Jahre mit der Musik weitergehen kann in Wildenwart.

Mit viel Engagement und Eigenleistung baute sich die Musikkapelle in den vergangenen Jahren ein Musikhaus als Probenraum direkt neben der Wildenwarter Grundschule. Mit viel Weihwasser gab Pfarrer Klaus Hofstetter nach dem feierlichen Festgottesdienst in der voll besetzten Wildenwarter Christkönigskirche dem neuen Haus und allen, die darin arbeiten, proben und musizieren werden, den Segen der Kirche.

Von der Idee, den ersten Planungen der Musiker, den ersten Skizzen der Vorstandschaft und dem endgültigen Bauplan von Kaspar Steindlmüller bis zur Fertigstellung und Einweihung vergingen gerade einmal zwei Jahre. 4000 Arbeitsstunden wurden von freiwilligen Helfern als Eigenleistung erbracht. 180000 Euro wurden verbaut, die Gemeinde Frasdorf stiftete das Grundstück an der Schule und 50000 Euro, die Marktgemeinde Prien 40000 Euro, 30000 Euro kamen als Zuschuss von der Regierung von Oberbayern, 45000 Euro als Spenden zusammen und 15000 Euro erbrachte die Musikkapelle Wildenwart aus eigenen Mitteln.

Zum Gedenken an die Gründung vor 60 Jahren gibt die Musikkapelle am Samstag, 24. Oktober, ein großes Jubiläumskonzert in der Frasdorfer Lamstoahalle. Dirigent Wolfgang Kink wird an diesem Abend nach 15 Jahren den Dirigentenstab an seinen Nachfolger Sebastian Graf weitergeben. Bei seinem Abschiedskonzert wird er einen Querschnitt seiner Tätigkeit musikalisch präsentieren. Über 15 Jahre hat er die musikalischen Aktivitäten der Kapelle gestaltet und die Wildenwarter Musikkapelle zu dem gemacht, wie sie sich heute den Zuhörern präsentiert: eine traditionsreiche bayerische Blaskapelle mit dem Charme eines Kurorchesters und der Brillanz einer Militärkapelle, die auch vor schwierigen Aufgaben nicht zurückschreckt.

Wolfgang Kink wird die Wildenwarter Musik noch nicht ganz verlassen: Als Ausbilder, Leiter und Dirigent der Jugendkapelle wird er weiter das kulturelle Leben in der Region mit gestalten. reh

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