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Aus dem Urlaub in einen neuen Lebensabschnitt

Nachwuchs-Biathletin Julia Kink aus Frasdorf lernt und trainiert an einer Sportschule in Norwegen

Volle Konzentration: Julia Kink am Schießstand.
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Volle Konzentration: Julia Kink am Schießstand.
  • Siegi Huber
    VonSiegi Huber
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Eigentlich war die Reise von Julia Kink mit ihrem Vater Stefan nach Norwegen nur als sportlicher Urlaub gedacht. Doch daraus hat sich für die mittlerweile 17-jährige Biathletin vom WSV Aschau ein völlig neuer Lebensabschnitt entwickelt. 

Frasdorf/Lillehammer – Bei dem Urlaub vor über eineinhalb Jahren ergab sich für Julia Kink die Möglichkeit, in der Region um die Olympiastadt Lillehammer eine Sportschule zu besuchen. Im August 2020 begann das Abenteuer in Norwegen für die ehrgeizige Sportlerin. Mittlerweile hat sie sich im hohen Norden gut eingelebt und ist froh über ihre damalige Entscheidung.

Der Tagesablauf von Julia Kink ist genau durchgetaktet

„Norwegisch spreche ich schon perfekt, und neben den schulischen Leistungen läuft es auch sportlich ganz gut“, erzählt sie. In der Schule hat sie die Fächer Norwegisch, Chemie, Geschichte und als Lieblingsfach Mathematik. Und sportlich mischt sie bei den Wettkämpfen immer ganz vorne mit.

Ihr Tagesablauf ist genau durchgeplant. Um 7 Uhr heißt es aufstehen, ab 8 Uhr stehen zwei Stunden Training auf dem Programm. Mittags beginnt der Unterricht, dieser dauert zwei bis drei Stunden. Danach ist eigenständiges Training angesagt. Das Training unterscheidet sich von dem in Deutschland. „Wir trainieren hier mehr Volumen, in Deutschland sind die Einheiten kürzer“, berichtet Kink.

Ihre sportliche und menschliche Entwicklung war großartig.

Trainer Tom Idar Haugen über seinen Schützling Julia Kink

Insgesamt kümmern sich vier Trainer um den Nachwuchs an der Sportschule, in der Julia Kink übrigens die einzige Athletin aus dem Ausland ist. Für sie ist Tom Idar Haugen als Trainer zuständig, er ist von den Fähigkeiten seines Schützlings überzeugt. „Ihre Möglichkeiten sind sehr gut, sie hat absolut das Potenzial, um in der Weltspitze zu landen. The sky ist the limit“, gibt er ihr mit auf den Weg.

Haugen erklärt: „Ihre sportliche und menschliche Entwicklung war großartig. Ich möchte besonders den Trainingsumfang und die Skitechnik hervorheben. Die Fortschritte sind spürbar und es gibt trotzdem noch viel zu tun.“ Der Trainer lobt vor allem den Fleiß und die Geduld von Julia Kink. „Ich hoffe, dass sie in Deutschland gut aufgenommen wird, wenn sie wieder zurückkehrt. Es ist wichtig, dass die Zeit in Norwegen für Julia ein positiver Beitrag gewesen ist.“ 

Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel zu Hause ein Frasdorf

Neuerdings wohnt Julia Kink in einer Wohngemeinschaft, in der die Aufgaben gut verteilt sind. „Meine Talente liegen beim Gemüseschneiden“, sagt sie schmunzelnd. Besonders freut sie sich, dass sie im Laufe der Zeit einen großen Freundeskreis in Norwegen gewonnen hat. 

Aktuell verbringt Kink Weihnachten und den Jahreswechsel zu Hause in Frasdorf. Im Februar geht es wieder nach Norwegen und dann besteht die Verbindung zur Heimat wieder hauptsächlich über Skype und Whatsapp. Sportlich will sich die bald 18-Jährige für die Junioren-Weltmeisterschaft in Soldier Hollow in den USA qualifizieren. Für dieses Ziel will sie ihren Aufenthalt im Chiemgau nutzen, um Wettkämpfe zu bestreiten.

Der Aufenthalt in Norwegen dauert für Julia Kink insgesamt drei Jahre, die Hälfte davon hat bereits gut funktioniert. Und diese Zeit hat ihr einiges an Lebenserfahrung gebracht.

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