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Laufende Projekte können noch beendet werden

Gemeinderat beschließt Aus: Ende der Leader-Förderung in Aschau im Chiemgau

Die Aufarbeitung von römischen Funden rund um Aschau wurden durch die LAG gefördert. von links: Bürgermeister Simon Frank, Thomas Kamm (Bürgermeister der Gemeinde Siegsdorf, Erster Vorsitzender der LEADER LAG Chiemgauer Alpen), Sebastian Wittmoser (LEADER-Koordinator Oberbayern-Süd,), Herbert Reiter (Leiter der Tourist Information Aschau) Corinna Spieth-Hölzl (Kulturreferentin Aschau).
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Die Aufarbeitung von römischen Funden rund um Aschau wurden durch die LAG gefördert. von links: Bürgermeister Simon Frank, Thomas Kamm (Bürgermeister der Gemeinde Siegsdorf, Erster Vorsitzender der LEADER LAG Chiemgauer Alpen), Sebastian Wittmoser (LEADER-Koordinator Oberbayern-Süd,), Herbert Reiter (Leiter der Tourist Information Aschau) Corinna Spieth-Hölzl (Kulturreferentin Aschau).
  • VonHeinrich Rehberg
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Die Gemeinde Aschau wird sich künftig nicht mehr an den Programmen und Projekten der Leader Gruppe (LAG) Chiemgauer Alpen beteiligen. Mit 14 zu fünf Stimmen beschloss der Gemeinderat, die Teilnahme nach dem Ablauf der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2022 zu beenden.

Aschau – Die bereits laufenden Projekte würden noch in den kommenden zwei Jahren umgesetzt und gefördert, auch weitere Vorhaben könnten während dieser Zeit noch vorbereitet und abgeschlossen werden.

Über 1,7 Millionen Euro Förderung

Der Geschäftsführer der LAG Kolja Zimmermann berichtete, in der Gemeinderatssitzung über die bisherige Umsetzung des EU-Programmes Leader der auslaufenden Förderperiode und die Umsetzungsschritte der Lokalen Entwicklungsstrategie seit 2014.

Die LAG Chiemgauer Alpen hat bis zum 31. Dezember 2021 mit rund 1,7 Millionen Euro an Fördermitteln aus den zur Verfügung stehenden Mitteln des Staatsministeriums die Umsetzung vieler Projekte möglich gemacht. Bürgermeister Simon Frank und Kolja Zimmermann unterstrichen, die Möglichkeit bis zum 31. Dezember 2022 noch weitere Projekte einzureichen und damit weitere Zuschüsse zu sichern.

Es droht der Auflösung der LAG Chiemgau

Zimmermann eröffnete dem Gremium, dass der Bestand der LAG Chiemgauer Alpen nach dem vorgesehenen Weggang der Gemeinden Bergen, Staudach-Egerndach und Marquartstein sowie dem angedachten Austritt von Unterwössen die Anforderungen an eine LAG nicht mehr erfülle und damit die Auflösung drohe. Er sah jedoch für die Gemeinde Aschau viele Projekte, die förderfähig wären und bei denen Aschau mit erheblichen Zuschüssen rechnen könnte, wenn die Gemeinde bei der LAG verbleibe.

Möglichkeiten durch Leader Förderung

Das Gremium sah das mit Mehrheit anders: Andreas Scheck (ZfA) zeigte sich eher skeptisch bei den angedachten Vorhaben. Die Gemeinde investiere viel Geld und müsse große Summen aufwenden, ohne dass der Beitrag auch nur annähernd zurückfließe. Zimmermann erwiderte, die Zuschüsse seien für die Gemeinde durchaus interessant, für einen eingesetzten Euro habe die Gemeinde 2,6 Euro zurückerhalten.

Gerade Vorhaben, die im Bereich von Kultur und Vereinswesen liegen, würden dabei besonders profitieren. Sie würden nur angegangen und durchgezogen, weil eine hohe Förderung zu erwarten sei, ansonsten seien sie für die Gemeinden nicht rentabel.

Sebastian Pertl (FWG) stellte fest, dass es für die Gemeinde, für die Vereine und auch für Einzelpersonen in den vergangenen Jahren durch die Leader-Förderung bedeutend mehr Möglichkeiten gegeben hätte, an Gelder zu kommen. Diese Chancen wurden jedoch nicht in vollem Umfang genutzt. Er plädierte für einen Verbleib Aschaus in der LAG.

Bürgermeister Frank (ZfA) wies auf den erhöhten Verwaltungsaufwand im Rathaus hin, der durch die Vorbereitung und Durchführung dieser Leader-Vorhaben entstehen. Der zusätzliche Arbeitsaufwand müsse durch das vorhandene Personal zusätzlich zu den originären Aufgaben erledigt werden. Zimmermann hielt dagegen, dass ein Großteil der Arbeiten durch die LAG erledigt worden sei und nicht in der Gemeinde bearbeitet werden müsse.

Frage nach Beitrag bleibt ungeklärt

Der zweite Bürgermeister Michael Andrelang (CSU) wollte wissen, ob sich der bisherige Beitrag der Gemeinde von rund 7000 Euro pro Jahr durch das Ausscheiden der Gemeinden Bergen, Staudach-Egerndach, Marquartstein und Unterwössen erheblich erhöhen würde oder auf dem jetzigen Stand gehalten werden könne. Zimmermann konnte dazu keine sichere Angabe machen, die Beiträge müssten auf alle Fälle neu berechnet werden.

Das Gremium stimmt mit 14 zu fünf gegen eine weitere Förderperiode in der LAG.

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